{"id":44532,"date":"2026-09-16T22:30:01","date_gmt":"2026-09-16T20:30:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=44532"},"modified":"2026-09-16T22:30:03","modified_gmt":"2026-09-16T20:30:03","slug":"annerose-kirchner-zu-gast-in-der-bibliothek","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2026\/09\/16\/annerose-kirchner-zu-gast-in-der-bibliothek\/","title":{"rendered":"ANNEROSE KIRCHNER ZU GAST IN DER BIBLIOTHEK"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Dichterin und Prosaschriftstellerin Annerose Kirchner beging am 2. September 2026 ihren 75. Geburtstag. Dies zum Anlass nehmend, l\u00e4dt die Geraer Bibliothek am Dienstag, dem 22. September, um 17 Uhr, zu einer Veranstaltung mit der Th\u00fcringer Autorin ein. Annerose Kirchner liest ausgew\u00e4hlte Gedichte sowie Passagen aus Prosatexten und spricht mit Jens Kirsten vom Th\u00fcringer Literaturrat \u00fcber ihre literarische Arbeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Annerose Kirchner 1979 im Aufbau-Verlag ihr Lyrikdeb\u00fct mit dem Band \u201eMittagsstein\u201c vorlegte, schrieb sie sich in den lyrischen Diskurs der Gegenwartsliteratur unmittelbar ein. Sie galt seitdem als eine Dichterin, die lyrisch etwas mitzuteilen hatte, die nicht im stillen K\u00e4mmerlein schrieb, sondern mit der Welt in einen kritischen Dialog trat. Bedingt durch den politischen Umbruch 1989\/1990 kamen wie auf die meisten Schriftsteller, die in der DDR sozialisiert wurden, schwere Zeiten auch auf sie zu. Die sich rasant ver\u00e4ndernde Welt lie\u00df wenig Freir\u00e4ume f\u00fcr das Schreiben von Gedichten, zumindest lie\u00df sich nun nur noch schwer davon leben. Ihr 1999 erschienener Band \u201eDer Rausspeller, Begegnungen mit Th\u00fcringer Handwerkern\u201c bewies ihr Interesse f\u00fcr die Welt, die sie unmittelbar umgab. So setzte sie sich in den folgenden Jahren intensiv mit der Landschaft um Gera auseinander. 2010 leistete sie mit ihrem im Christoph Links Verlag erschienenen Buch \u201eSpurlos verschwunden. D\u00f6rfer in Th\u00fcringen \u2013 Opfer des Uranabbaus\u201c, das in zwei Auflagen erschien, einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der DDR-Geschichte. Daneben entstanden Gedichtb\u00e4nde. Eine umfassende Recherche f\u00fcr ein hochspannendes Projekt \u00fcber in Russland lebende K\u00fcnstler und ihre Bez\u00fcge zur Welt musste sie leider aufgrund des \u00dcberfalls Russlands auf die Ukraine vorl\u00e4ufig aufgeben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unerm\u00fcdlich ist Annerose Kirchner unterwegs im \u201eLiteraturland Th\u00fcringen\u201c, ob bei Lesungen, auf Recherche oder als Autorin literarischer Exkursionen. Eine dieser f\u00fchrte sie auf die Spuren von \u201eH. W. Katz in Gera\u201c, einem weltber\u00fchmten Schriftsteller j\u00fcdischer Herkunft, f\u00fcr dessen Familie sie die Verlegung von Stolpersteinen des K\u00fcnstlers Gunter Demnig anregte, die seit 2025 vor dem ehemaligen Wohnhaus an ihn und seine Familie erinnern. Annerose Kirchner ist eine, die nicht sich selbst im Mittelpunkt sieht, sondern ihr Gegen\u00fcber, die Welt, in der sie, in der wir leben. Gegenw\u00e4rtig arbeitet sie an einem neuen Gedichtband und an einem Prosaband, den ihre Herkunft thematisch grundiert. Daneben stehen immer wieder Portr\u00e4ts und Einzelver\u00f6ffentlichung f\u00fcr die Webseite des Th\u00fcringer Literaturrates \u201ewww.literaturland-thueringen.de\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Annerose Kirchner, 1951 in Leipzig geboren und in Zella-Mehlis aufgewachsen, hatte zun\u00e4chst eine Lehre als Steno-Phonotypistin und eine Ausbildung als Tastomatensetzerin absolviert. In beiden Berufen arbeitete sie von 1970 bis 1976 in der Tageszeitung \u201eFreies Wort\u201c in Suhl. Ab 1974 legte sie erste Lyrikver\u00f6ffentlichungen vor, ab 1976 Prosa. Von 1976 bis 1979 und von 1981 bis 1982 studierte sie am Institut f\u00fcr Literatur \u00bbJohannes R. Becher\u00ab in Leipzig. Nach dem Erscheinen ihres Deb\u00fct-Gedichtbandes \u201eMittagsstein\u201c im Aufbau-Verlag Berlin und Weimar zog sie nach Gera. Dort war sie von 1979 bis 1989 Dramaturgie-Sekret\u00e4rin, Regieassistentin und Pressereferentin an den B\u00fchnen der Stadt Gera. Von 1989 bis zu Ihrer Pensionierung war sie als Journalistin f\u00fcr die \u201eOstth\u00fcringer Zeitung\u201c t\u00e4tig, f\u00fcr die sie viele Jahre lang die die Literaturseite am Wochenende gestaltete. Annerose Kirchner ist Mitbegr\u00fcnderin des Vereines Literarische Gesellschaft Th\u00fcringen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Veranstaltung entsteht in Kooperation mit dem Lese-Zeichen e. V. und kann unentgeltlich besucht werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">TEXTQUELLE: JENS KIRSTEN<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Die Dichterin und Prosaschriftstellerin Annerose Kirchner beging am 2. September 2026 ihren 75. Geburtstag. Dies zum Anlass nehmend, l\u00e4dt die Geraer Bibliothek am Dienstag, dem 22. 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