{"id":44663,"date":"2026-09-24T21:22:59","date_gmt":"2026-09-24T19:22:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=44663"},"modified":"2026-09-24T21:23:00","modified_gmt":"2026-09-24T19:23:00","slug":"natuerliche-retentionsflaechen-fuer-die-weisse-elster","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2026\/09\/24\/natuerliche-retentionsflaechen-fuer-die-weisse-elster\/","title":{"rendered":"NAT\u00dcRLICHE RETENTIONSFL\u00c4CHEN F\u00dcR DIE WEISSE ELSTER"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf Grund der Bedeutung des Landschafts- und Naturraumes der Wei\u00dfen Elster, ihrer Aue, ihrer Nebengew\u00e4sser sowie angrenzender Umwelt, Natur und Landschaften setzt sich der gemeinn\u00fctzige und ehrenamtliche Arbeitskreis Hallesche Auenw\u00e4lder zu Halle (Saale) e. V. \u2013 AHA \u2013 l\u00e4nder\u00fcbergreifend f\u00fcr den Schutz, den Erhalt und die Entwicklung von arten- und strukturreichen Lebens- und R\u00fcckzugsr\u00e4umen f\u00fcr Fauna, Flora und Funga, Biotop- und Gr\u00fcnverbundr\u00e4umen, Kaltluft- und Frischluftentstehungsgebiete und -korridore sowie f\u00fcr einen nachhaltigen Umgang mit Hochwasser ein.<br>Das gilt auch f\u00fcr das Stadtgebiet von Gera. Unter Ber\u00fccksichtigung der zahlreicher fachlicher und statistischer Angaben erstellte der AHA auch auf der Grundlage der Darstellungen des Th\u00fcringer Landesamtes f\u00fcr Umwelt, Bergbau und Naturschutz zu \u201eHochwasserrisiko- und \u00dcberschwemmungsgebiete\u201c mit Datum vom 24. August 2026 eine \u201eStellungnahme zum PVF Hochwasserschutz in der Stadt Gera an der Wei\u00dfen Elster im Bereich Bahnbr\u00fccke bis Cubabr\u00fccke\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Rahmen einer Fahrradexkursion am 10. Mai 2025 nahm eine Gruppe, bestehend aus Mitgliedern des AHA, die Wei\u00dfe Elster und ihre Aue zwischen den St\u00e4dten Gera und Zeitz in Augenschein. Dabei wurde festgestellt, dass weiter Boden- und Gr\u00fcnfl\u00e4chen der Versiegelung f\u00fcr neue Verkehrstrassen, Wohn- und Gewerbegebiete sowie f\u00fcr Freizeit, Sport und Tourismus zum Opfer fallen. Der AHA weist darauf hin, dass die Reduzierung des Fl\u00e4chenverbrauchs ein zentrales umweltpolitisches Anliegen ist und zitiert entsprechend das Bundesministerium f\u00fcr Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Nach Auffassung des AHA ist der Fl\u00e4chenverbrauch weiterhin viel zu hoch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Geras Mitte fordert der AHA die Entsiegelung von Bodenfl\u00e4chen, den Erhalt bestehender Gr\u00fcnbereiche und die Entwicklung des Gebietes zwischen Kultur- und Kongresszentrum, Breitscheid-Stra\u00dfe und De-Smit-Stra\u00dfe zu einem \u201eZentralpark Gera\u201c mit Wiesen, Geh\u00f6lz- und Aufenthaltsbereichen. Der Gessenbach und dessen Einzugsgebiet sind aus Sicht des AHA vollkommen naturfern gestaltet. Dieser Zustand entspreche nicht der Zielrichtung der Europ\u00e4ischen Wasserrahmenrichtlinie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kritisch sieht der AHA die Ber\u00e4umung und Abtragung der Kleingartenanlage \u201eHuth\u201c. Kleingartenanlagen werden als nat\u00fcrliche Refugien vieler Tier- und Pflanzenarten hervorgehoben. Sie tragen sehr effektiv zum Artenschutz gerade innerhalb von St\u00e4dten bei und sind insbesondere f\u00fcr Insekten als Best\u00e4uber unverzichtbar. Das Areal kann aus Sicht des AHA als zus\u00e4tzliche Retentionsfl\u00e4che dienen, ohne dass P\u00e4chter ihre Parzelle ber\u00e4umen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Bereich des Weges entlang der Wei\u00dfen Elster im Bereich des Karl-Harnisch-Stadions stellten die Exkursionsteilnehmer fest, dass eine F\u00e4llung von mindestens 44 B\u00e4umen erfolgte. Dabei fielen zum Beispiel Arten wie Spitzahorn, Feldahorn, Eschenahorn, Silberweide und Hybridpappel der Motors\u00e4ge zum Opfer. Neben der unbegr\u00fcndeten Zerst\u00f6rung von Lebens- und R\u00fcckzugsr\u00e4umen von zahlreichen Tierarten, hat man so dem Landschaftsbild massiven Schaden zugef\u00fcgt. Hier gilt es neben dem Schutz der begonnen sukzessiven Entwicklung, eine Wiederanpflanzung zu pr\u00fcfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Bereich des Weges entlang der Wei\u00dfen Elster im Bereich des Karl-Harnisch-Stadions stellten die Exkursionsteilnehmenden fest, dass eine F\u00e4llung von mindestens 44 B\u00e4umen erfolgte. Dabei fielen zum Beispiel Arten wie Spitzahorn, Feldahorn, Eschenahorn, Silberweide und Hybridpappel der Motors\u00e4ge zum Opfer. Neben der unbegr\u00fcndeten Zerst\u00f6rung von Lebens- und R\u00fcckzugsr\u00e4umen von zahlreichen Tierarten, hat man so dem Landschaftsbild massiven Schaden zugef\u00fcgt. Hier gilt es neben dem Schutz der begonnen sukzessiven Entwicklung, eine Wiederanpflanzung zu pr\u00fcfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hinsichtlich der R\u00fcckgabe von weiteren Retentionsfl\u00e4chen schl\u00e4gt der AHA eine Ackerfl\u00e4che s\u00fcdwestlich des Kleingartenvereins \u201eHuth e. V.\u201c, das Ruinengebiet zwischen Wei\u00dfer Elster und Ruckdeschelstra\u00dfe vor. Zudem sei die Umwandlung des Parks \u201eAn der Spielwiese\u201c in eine Aue notwendig, mit Hochwasserw\u00e4nden als Abschirmung zu den s\u00fcdlich und westlich angrenzenden Wohngebieten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Ansicht des AHA ist die Wohnbebauung im Heinrichs-Quartier, da sie im Hochwassereinzugsgebiet der Wei\u00dfen Elster liegt, nicht rechtm\u00e4\u00dfig entstanden. Somit sei ein R\u00fcckbau vorzunehmen. Auch der geplante Wohnpark Mozartstra\u00dfe befindet sich im Hochwassereinzugsgebiet der Wei\u00dfen Elster. Vermehrte Hochwasser haben ihre Ursache in der unvermindert fortgesetzten Bodenversiegelung, einer von wenig Nachhaltigkeit gepr\u00e4gten Landwirtschaft, welche zunehmend zu Bodenverdichtungen f\u00fchrt, sowie der zunehmende Verlust an Waldgebieten in Folge von Trockenheit und starker Sommerhitze \u2013 insbesondere in den Jahren 2018 bis 2020, schreibt der AHA.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur Kleingartenanlage zwischen Tobias-Hoppe-Stra\u00dfe und Stadtbahnbr\u00fccke schl\u00e4gt der AHA seit l\u00e4ngerem vor, dass man verlassene Gartenparzellen nicht erneut verpachtet. Die dabei zu erwartenden m\u00f6glichen Fristen von bis zu 25 bis 30 Jahren gilt es in Kauf zu nehmen, um soziale H\u00e4rten zu vermeiden und zudem generell die gesellschaftliche Akzeptanz f\u00fcr die Wiederausweitung von Retentionsfl\u00e4chen zu erh\u00f6hen. Ferner h\u00e4lt es der AHA f\u00fcr dringend geboten eine wissenschaftliche Konzeption zu entwickeln, welche den Umgang und Zukunft des Pflanzenbestandes von verlassenen und baulich ber\u00e4umten Kleing\u00e4rten beinhaltet und den Erhalt und die Weiterentwicklung dieser Gr\u00fcnbereiche als Lebens- und R\u00fcckzugsraum f\u00fcr zahlreiche Tier- und Pflanzenarten sichert sowie der Verbesserung des Stadtklimas dient.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ferner h\u00e4lt es der AHA f\u00fcr geboten, den M\u00fchlgraben bei der Schutz- und Entwicklungskonzeption zu ber\u00fccksichtigen, und eine R\u00fcckgabe bzw. Wiederanbindung der Altaue im Bereich der Fasaneninsel an die aktive Aue der Wei\u00dfen Elster zu pr\u00fcfen. Sehr problematisch sieht der AHA Pl\u00e4ne, am Ufer der Wei\u00dfen Elster entlang der Stra\u00dfen Gries\/Am Kupferhammer\/Paul-Vogel-Weg sch\u00e4tzungsweise 75 standortpr\u00e4gende und \u00f6kologische bedeutsame Linden gegen eine Betonmauer zu tauschen, welche wasserbaulich Hochwasser abhalten soll. Abgesehen davon, dass dies im Fall der F\u00e4lle kein Qualmwasser abh\u00e4lt, dr\u00fcckt das aus Sicht des AHA einmal mehr aus, dass man statt obengenannter R\u00fcckgaben von Altauen an das Flusssystem, wieder einmal auf wasserbaulichen Umgang mit Hochwasser setzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.web-conzept-mn.de\/2026\/09\/aha-legte-stellungnahme-zum-pvf-hochwasserschutz-in-der-stadt-gera-an-der-weissen-elster-im-bereich-bahnbruecke-bis-cubabruecke-vor\/\">https:\/\/www.web-conzept-mn.de\/2026\/09\/aha-legte-stellungnahme-zum-pvf-hochwasserschutz-in-der-stadt-gera-an-der-weissen-elster-im-bereich-bahnbruecke-bis-cubabruecke-vor\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In seiner Stellungnahme bekr\u00e4ftigt der AHA wiederholt die dringende Notwendigkeit zu verstehen, dass Flie\u00dfgew\u00e4sser, Auen und Hochwasser zusammengeh\u00f6ren und so zu behandeln sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">QUELLE: AHA<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Auf Grund der Bedeutung des Landschafts- und Naturraumes der Wei\u00dfen Elster, ihrer Aue, ihrer Nebengew\u00e4sser sowie angrenzender Umwelt, Natur und Landschaften setzt sich der gemeinn\u00fctzige und ehrenamtliche Arbeitskreis Hallesche Auenw\u00e4lder zu Halle (Saale) e. 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