{"id":4472,"date":"2018-08-16T11:23:07","date_gmt":"2018-08-16T09:23:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=4472"},"modified":"2018-08-24T00:10:49","modified_gmt":"2018-08-23T22:10:49","slug":"archaeologische-grabungen-auf-schul-baustelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2018\/08\/16\/archaeologische-grabungen-auf-schul-baustelle\/","title":{"rendered":"ARCH\u00c4OLOGISCHE GRABUNGEN AUF DER SCHUL-BAUSTELLE"},"content":{"rendered":"<p>Im Vorfeld der Bauarbeiten zum neuen Schulgeb\u00e4ude f\u00fcr den Campus Rutheneum durch die Stadt Gera begannen am 15. August 2018 arch\u00e4ologische Untersuchungen durch das Th\u00fcringische Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege und Arch\u00e4ologie (TLDA). Das Geb\u00e4ude wird am Rande der im Mittelalter befestigten Stadtfl\u00e4che errichtet.<br \/>\nBei den Grabungen erhofft sich das TLDA unter Leitung der Gebietsreferentin Dr. Karin Sczech Einblick in die mittelalterliche Bebauung. Au\u00dferdem befand sich hier der S\u00fcdfl\u00fcgel des einstigen Regierungsgeb\u00e4udes. Inwieweit neuzeitliche Keller mittelalterliche Bebauung zerst\u00f6rt haben, wird die Grabung zeigen.<br \/>\nF\u00fcr die Stadtgeschichte ist das Areal von besonderer Bedeutung. Die unweit gelegene Johanniskirche hatte einen Vorg\u00e4ngerbau, der mindestens in die zweite H\u00e4lfte des 12. Jahrhundert datiert. In der unmittelbaren Umgebung des Campusgel\u00e4ndes belegen Keramikfunde Siedlungst\u00e4tigkeit seit dem 11. Jahrhundert Erhalten ist das 1720 zweifl\u00fcgelig errichtete Regierungsgeb\u00e4ude, das man 1739 durch einen dritten Fl\u00fcgel erg\u00e4nzte. Beim gro\u00dfen Stadtbrand 1780 wurde es zerst\u00f6rt, wieder aufgebaut wurden nur der Nord- und Westfl\u00fcgel. Der S\u00fcdfl\u00fcgel und die Ruine der benachbarten Johanniskirche wurden im Jahre 1820 abgebrochen. <\/p>\n<p>1884 bis 1886 errichtete man auf dem Gel\u00e4nde das neue Landtagsgeb\u00e4ude, das 1945 vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt wurde. Dem Krieg zum Opfer fiel auch das s\u00fcdlich angrenzende N\u00e4glersche Haus, ein gro\u00dfer, zuletzt in barocken Formen umgestalteter Hof, der seine Urspr\u00fcnge in einem Freihof hatte, der zur mittelalterlichen Burg geh\u00f6rte.<br \/>\nDurch das Landesamt wurden bereits die Abbrucharbeiten des Wohnblockes, die Verlegung der Fernw\u00e4rmeleitung, der Bau der Sporthalle sowie Bodeneingriffe im Rahmen der Sanierung des Regierungsgeb\u00e4udes begleitet. Dadurch lie\u00df sich nachweisen, dass das Gel\u00e4nde urspr\u00fcnglich seinen h\u00f6chsten Punkt bei der Johanniskirche aufwies. Erst durch massive Planierungen wurde das Plateau f\u00fcr die Bebauung erweitert. Die Sporthalle steht teilweise auf einem verf\u00fcllten Altarm der Elster, ein dort im 19. Jahrhundert errichtetes Geb\u00e4ude musste deshalb auf Holzpf\u00e4hle gegr\u00fcndet werden. Bei den Leitungsschachtungen wurde die Burgmauer in kleinen Ausschnitten sichtbar sowie Wohn- und Wirtschaftsgeb\u00e4ude der fr\u00fchen Neuzeit<\/p>\n<p>BILD UND TEXT: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Im Vorfeld der Bauarbeiten zum neuen Schulgeb\u00e4ude f\u00fcr den Campus Rutheneum durch die Stadt Gera begannen am 15. August 2018 arch\u00e4ologische Untersuchungen durch das Th\u00fcringische Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege und Arch\u00e4ologie (TLDA). 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