{"id":44837,"date":"2026-10-05T11:27:42","date_gmt":"2026-10-05T09:27:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=44837"},"modified":"2026-10-05T11:27:43","modified_gmt":"2026-10-05T09:27:43","slug":"das-artenschutzgesetz-bleibt-relevant","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2026\/10\/05\/das-artenschutzgesetz-bleibt-relevant\/","title":{"rendered":"DAS ARTENSCHUTZGESETZ BLEIBT RELEVANT"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) sch\u00fctzt zahlreiche Tierarten, insbesondere im Bereich des Artenschutzes. Auch wenn kein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen bestimmte Vorf\u00e4lle in der jeweiligen kommunalen Beh\u00f6rde anh\u00e4ngig ist, bedeutet das nicht, dass die gesetzlichen Regelungen nicht angewendet werden oder ihre Bedeutung verloren h\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Praxisbeispiel zeigt, dass der Schutzstatus von Tieren stets ber\u00fccksichtigt werden muss: Ein Mieter meldete sich bei der zust\u00e4ndigen Geraer Beh\u00f6rde, weil er Wespen auf seinem Balkon als erheblich st\u00f6rend empfand. Nach Pr\u00fcfung durch Fotografien, Fachpersonal oder Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfer wurde festgestellt, dass es sich um eine nicht gesch\u00fctzte Wespenart, beispielsweise die Gemeine Wespe, handelte. In solchen F\u00e4llen ist die Entfernung des Nestes, meist durch Abt\u00f6tung, rechtlich unproblematisch, da diese Arten nicht besonders gesch\u00fctzt sind. Ein Ordnungswidrigkeitsverfahren ist somit in diesem Zusammenhang nicht m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier greift \u00a7 39 des Bundesnaturschutzgesetzes, der festlegt, dass wild lebende Tiere nur dann gesch\u00e4digt oder get\u00f6tet werden d\u00fcrfen, wenn es einen \u201evern\u00fcnftigen\u201c Grund gibt. F\u00fcr nicht gesch\u00fctzte Arten ist es in der Regel zul\u00e4ssig, diese Ma\u00dfnahmen ohne vorherigen Antrag durchzuf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei gesch\u00fctzten Arten, wie der Hornisse, gestaltet sich die Situation anders: Hier ist stets eine Antragstellung auf Befreiung gem\u00e4\u00df \u00a7 67 BNatSchG notwendig, bevor Ma\u00dfnahmen zur Entfernung oder Umsiedlung erfolgen. Diese Verfahren stellen sicher, dass die Artenschutzbestimmungen eingehalten werden und keine Gefahr f\u00fcr gef\u00e4hrdete Arten besteht. Wird eine Hornissenpopulation ohne Genehmigung beseitigt, stellt dies eine Ordnungswidrigkeit dar \u2013 bei streng gesch\u00fctzten Arten sogar eine Straftat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Gesetzgeber sch\u00fctzt somit gezielt einzelne Exemplare und Arten, um die Biodiversit\u00e4t zu sichern. Die gesetzlichen Regelungen sind essenziell, um gef\u00e4hrdete Arten zu bewahren und den Naturhaushalt langfristig zu erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch bei Wespenarten, die momentan nicht gesch\u00fctzt sind, sollte stets gepr\u00fcft werden, ob eine L\u00f6sung vor Ort m\u00f6glich ist, um die Tiere zu sch\u00fctzen und die Natur zu f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) sch\u00fctzt zahlreiche Tierarten, insbesondere im Bereich des Artenschutzes. 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