{"id":45073,"date":"2026-10-20T15:06:13","date_gmt":"2026-10-20T13:06:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=45073"},"modified":"2026-10-20T15:06:15","modified_gmt":"2026-10-20T13:06:15","slug":"die-espe-vortrag-zum-baum-des-jahres-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2026\/10\/20\/die-espe-vortrag-zum-baum-des-jahres-2026\/","title":{"rendered":"DIE ESPE \u2014 VORTRAG ZUM BAUM DES JAHRES 2026"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Geh\u00f6lzfreunde in der Gesellschaft von Freunden der Naturwissenschaften in Gera e. V. laden wieder zu der Traditionsveranstaltung zum Baum des Jahres in die Bibliothek am Puschkinplatz ein. F\u00fcr 2026 ist es die Zitterpappel, auch als Espe (Populus tremula) bekannt. Daniel Heinrich, Revierf\u00f6rster vom Forstamt Weida und Leiter des Jugendwaldheims Gera-Ernsee, stellt sie am Donnerstag, den 22. Oktober 2026, um 18 Uhr in der Geraer Bibliothek in Wort und Bild vor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eZittern wie Espenlaub\u201c ist ein g\u00e4ngiges Sprichwort. Es nimmt Bezug auf die bei schon beim geringsten Windhauch &#8222;zitternden&#8220; Bl\u00e4tter. Diese charakteristische Eigenschaft der Espe wird verursacht durch die langen d\u00fcnnen, seitlich zusammengedr\u00fcckten Blattstiele, die eine auff\u00e4llige und h\u00f6rbare Bewegung der Blattspreiten bewirken. Die Espe ist von Europa bis nach Ostasien und Nordafrika, vom Tiefland bis in die Gebirge weit verbreitet. In Mitteleuropa ist sie die h\u00e4ufigste Pappelart und dazu eine ausgesprochene Pionierbaumart: anspruchslos und anpassungsf\u00e4hig an die Bodenverh\u00e4ltnisse. Die Vermehrung erfolgt durch Wurzelausl\u00e4ufer und durch die vom Wind verwehten watteartigen Samen. Sie geh\u00f6rt zu den am schnellsten wachsenden Baumarten, ist lichtbed\u00fcrftig, aber nur kurzlebig. Die Espe ist zweih\u00e4usig: m\u00e4nnliche und weibliche Bl\u00fcten kommen auf getrennten B\u00e4umen vor. F\u00fcr in Mitteleuropa heimische Schmetterlinge ist die Zitterpappel eine der wichtigsten Futterpflanzen. So leben etwa die Raupen von attraktiven und stark gef\u00e4hrdeten Tagfaltern, wie die des Gro\u00dfen Eisvogels, des Gro\u00dfen Fuchs und des Kleinen Schillerfalters an diesem Baum. Pappelholz ist sehr leicht und findet vielfache Verwendung f\u00fcr Sperrholz, die Streichholz- und die Zellstoffherstellung, als Biomasse auch f\u00fcr die Energieproduktion. Fr\u00fcher wurden aus Rinde und Bl\u00e4ttern schmerzstillende und fiebersenkende Medikamente bereitet, bedingt durch den relativ hohen Anteil an Salicyls\u00e4ure. Daniel Heinrich hat noch vieles Interessantes mehr zu berichten, unter anderem \u00fcber die amerikanische Verwandtschaft der Zitterpappeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Die Geh\u00f6lzfreunde in der Gesellschaft von Freunden der Naturwissenschaften in Gera e. V. laden wieder zu der Traditionsveranstaltung zum Baum des Jahres in die Bibliothek am Puschkinplatz ein. 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