{"id":45138,"date":"2026-10-27T15:46:59","date_gmt":"2026-10-27T14:46:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=45138"},"modified":"2026-10-27T15:47:01","modified_gmt":"2026-10-27T14:47:01","slug":"neuer-standort-fuer-posthumus-gedenkstein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2026\/10\/27\/neuer-standort-fuer-posthumus-gedenkstein\/","title":{"rendered":"NEUER STANDORT F\u00dcR POSTHUMUS-GEDENKSTEIN"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der acht Tonnen schwere Gedenkstein f\u00fcr Heinrich Posthumus hat einen neuen Standort: Ende September 2026 wurde der Natursteinblock aus dem Kunstobjekt \u201eZwischen blauer und roter Linie\u201c vom Johannisplatz auf das Gel\u00e4nde der Dualen Hochschule Gera-Eisenach umgesetzt. Damit bleibt ein bedeutendes Zeugnis der Geraer Stadtgeschichte erhalten. Zugleich wird auf dem Johannisplatz Platz f\u00fcr die geplante Wiedererrichtung des historischen Heinrich-Posthumus-Denkmals geschaffen, die im Fr\u00fchjahr 2027 abgeschlossen werden soll. Der neue Standort verbindet das historische Erbe der Stadt mit ihrer heutigen Bildungslandschaft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ein Kunstwerk zwischen Glauben und weltlicher Verantwortung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Gedenkstein ist Teil des Kunstobjekts \u201eZwischen blauer und roter Linie\u201c, das der K\u00fcnstler Ingo G\u00fcttler 2006 auf dem Johannisplatz gestaltete. Der Natursteinblock erinnert an Heinrich Posthumus Reu\u00df (1572\u20131635), der als Landesherr die Entwicklung Geras nachhaltig pr\u00e4gte. Die k\u00fcnstlerische Gestaltung greift den Verlauf der Grundmauern der ehemaligen Johanniskirche auf, die auf dem Platz durch blaue Linien sichtbar gemacht werden. Der Stein nimmt dabei eine besondere Position ein: Er befindet sich teilweise im gedachten Kirchenraum und teilweise im weltlichen Raum. Damit veranschaulicht das Kunstwerk die Verbindung zwischen der tiefen Religiosit\u00e4t Heinrich Posthumus\u2019 und seiner Rolle als weltlicher F\u00fcrst und Landesherr. Eine Glaslinie mit seinem \u00fcberlieferten Lebensbekenntnis verbindet beide Bereiche:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDiese Stadt hat mich von Gott erbeten billich das ich auch bey Jir stehe vnnd zusetze.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In heutiger Sprache bedeutet dies: Heinrich Posthumus habe die Stadt von Gott erbeten und sehe es deshalb als seine Pflicht an, zu ihr zu stehen und sich f\u00fcr sie einzusetzen. Auch die Tischform des Natursteinblocks verweist auf eine weitere Seite seiner Pers\u00f6nlichkeit. Heinrich Posthumus verstand es, das gesellschaftliche Leben zu pflegen und zu feiern. Sein \u00fcberlieferter Beiname \u201eDer Speisende\u201c erinnert an diese Facette seines Wirkens.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Neuer Standort mit Bezug zur Bildungsstadt Gera<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit der Dualen Hochschule Gera-Eisenach wurde ein Standort gew\u00e4hlt, der inhaltlich zum historischen Erbe passt. Heinrich Posthumus setzte wichtige Impulse f\u00fcr die Bildung und die Entwicklung Geras. Im Jahr 1608 gr\u00fcndete er das Rutheneum, eines der \u00e4ltesten humanistischen Gymnasien Th\u00fcringens, das heute als Spezialgymnasium f\u00fcr Musik und Sprachen fortbesteht. Die Duale Hochschule steht f\u00fcr die heutige Bildungslandschaft Geras und kn\u00fcpft damit auf zeitgem\u00e4\u00dfe Weise an die Bedeutung von Bildung f\u00fcr die Stadtentwicklung an. Der Gedenkstein erh\u00e4lt an seinem neuen Standort einen inhaltlich passenden Zusammenhang und bleibt weiterhin \u00f6ffentlich wahrnehmbar. Die Standortverlagerung dient zugleich der gestalterischen Neuordnung des Johannisplatzes. Dort sollen k\u00fcnftig sowohl das wiedererrichtete historische Denkmal als auch die bestehenden Elemente der Stadtgeschichte angemessen zur Geltung kommen. Durch die r\u00e4umliche Trennung k\u00f6nnen beide Erinnerungsorte ihre jeweilige k\u00fcnstlerische und historische Wirkung entfalten, ohne den Platz gestalterisch zu \u00fcberfrachten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Historisches Denkmal soll 2027 zur\u00fcckkehren<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Denkmal zu Ehren Heinrich Posthumus\u2019 wurde 1863 vor dem damaligen Gymnasium auf dem heutigen Johannisplatz errichtet. Im April 1958 wurde es beseitigt. Die Initiative zur Wiedererrichtung geht auf den Kulturbund Gera e. V. zur\u00fcck. Die geplante Fertigstellung im Fr\u00fchjahr 2027 soll ein bedeutendes Zeugnis der Geraer Stadtgeschichte an seinen historischen Standort zur\u00fcckbringen. Heinrich Posthumus pr\u00e4gte Gera nicht nur als Landesherr und Diplomat. Er f\u00f6rderte die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt und gab wichtige Impulse f\u00fcr den Aufstieg der Textilherstellung. Sein Wirken steht damit beispielhaft f\u00fcr die Verbindung von Bildung, wirtschaftlicher Entwicklung und gesellschaftlicher Verantwortung. Mit der R\u00fcckkehr des historischen Denkmals und dem Erhalt des Gedenksteins werden zwei unterschiedliche Formen des Erinnerns miteinander verbunden: das historische Denkmal am urspr\u00fcnglichen Standort und das zeitgen\u00f6ssische Kunstobjekt an einem neuen, thematisch passenden Ort.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Gemeinsames Engagement f\u00fcr den Erhalt des kulturellen Erbes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Umsetzung des Gedenksteins am 23. und 24. September 2026 erfolgte in Zusammenarbeit mit der Dualen Hochschule Gera-Eisenach, dem Studenten-F\u00f6rderverein Gera e. V., der ABW Planungsgesellschaft mbH, der Nur-Bau Gera GmbH, der Ren\u00e9 Schreiner GmbH, der Biocleaning GmbH und dem Amt f\u00fcr Stadtgr\u00fcn. Der Gedenkstein verbleibt im Eigentum der Stadt Gera. Vorgesehen ist, ihn der Dualen Hochschule Gera-Eisenach dauerhaft als Leihgabe zu \u00fcberlassen. Der entsprechende Leihvertrag steht noch aus. Die Umsetzung zeigt, wie sich der Erhalt historischer Zeugnisse, zeitgen\u00f6ssische Kunst und die Weiterentwicklung \u00f6ffentlicher R\u00e4ume miteinander verbinden lassen. So bleibt die Erinnerung an Heinrich Posthumus lebendig \u2013 auf dem Johannisplatz ebenso wie an einem neuen Ort, der seine Bedeutung f\u00fcr Bildung und Stadtentwicklung in die Gegenwart tr\u00e4g<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Der acht Tonnen schwere Gedenkstein f\u00fcr Heinrich Posthumus hat einen neuen Standort: Ende September 2026 wurde der Natursteinblock aus dem Kunstobjekt \u201eZwischen blauer und roter Linie\u201c vom Johannisplatz auf das Gel\u00e4nde der Dualen Hochschule Gera-Eisenach <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2026\/10\/27\/neuer-standort-fuer-posthumus-gedenkstein\/\" title=\"NEUER STANDORT F\u00dcR POSTHUMUS-GEDENKSTEIN\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":2,"featured_media":45139,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[],"class_list":["post-45138","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-kultur"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/45138","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=45138"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/45138\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":45140,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/45138\/revisions\/45140"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/media\/45139"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=45138"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=45138"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=45138"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}