{"id":45241,"date":"2026-11-07T19:30:08","date_gmt":"2026-11-07T18:30:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=45241"},"modified":"2026-11-07T19:30:10","modified_gmt":"2026-11-07T18:30:10","slug":"grundsatzfragen-zum-oerr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2026\/11\/07\/grundsatzfragen-zum-oerr\/","title":{"rendered":"GRUNDSATZFRAGEN ZUM \u00d6RR"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kulturstaatsminister Dr. Weimer kritisierte das Angebot des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks vor zwei Wochen in der \u201eWelt am Sonntag\u201c als zu umfangreich und zu teuer. Mit dem Konzept, alles f\u00fcr alle in mehrfacher Form anzubieten, verfehlt der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk seinen eigentlichen Zweck und ist dadurch zu teuer, meint der Minister. Dies ist nur einer von mehreren Kritikpunkten, der aber eine wichtige Frage aufwirft: Ist die Grundversorgung bereits mit einem einfachen Angebot zu allgemeinakzeptablen Preisen gedeckt oder sollte ein hochpreisiges Angebot bereitgestellt werden, um die Erwartungen aller Nutzer zu befriedigen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die unterschiedlichen Anspr\u00fcche haben einen enormen Einfluss auf die Finanzierbarkeit, f\u00fcr die konkrete Modelle ben\u00f6tigt werden. In gewissem Sinne liegt eine asymmetrische Lastenverteilung vor. \u00dcber den \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk l\u00e4sst sich das relativ kleine akademische Milieu kostenintensive Programme von einer Allgemeinheit finanzieren, die selbst nur ein geringes Interesse daran hat. Die Einschaltquoten von werbefinanzierten Programmen zur Bedienung des Massengeschmacks liegen weit \u00fcber denen von reinen Kulturprogrammen. Eine Finanzierung des Rundfunks ausschlie\u00dflich \u00fcber Radio- und Fernsehwerbung ist jedoch problematisch, weil sich die Programme dann nur auf werberelevante Zielgruppen konzentrieren. Im Fokus stehen Menschen, die sich in ihren Kaufentscheidungen von einfachen Emotionen leiten lassen und eine begrenzte Verarbeitungskapazit\u00e4t f\u00fcr Informationen haben. Der Bev\u00f6lkerungsteil von der \u201cgehobenen Mitte\u201c bis zur Oberschicht bliebe au\u00dfen vor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Diskussion um die Reduzierung der Kulturkan\u00e4le steht der Vorschlag im Raum, das lineare Fernsehen ausschlie\u00dflich f\u00fcr Erstausstrahlungen, Neuigkeiten und Direkt\u00fcbertragungen zu nutzen. Wiederholungen w\u00fcrden sich wegen der Verf\u00fcgbarkeit bereits ausgestrahlter Sendungen in Mediatheken er\u00fcbrigen. Zwei Kulturprogramme k\u00f6nnten so auf einem Kanal untergebracht werden. Beschrieben wird ein moderner, zweckorientierter Wandel bei der Nutzung unterschiedlicher Verbreitungswege. W\u00e4hrend zeitunabh\u00e4ngige und bereits linear gesendete Inhalte im Internet verbleiben, konzentriert sich das klassische Fernsehen auf Sendungen, in denen Gleichzeitigkeit und Aktualit\u00e4t eine Rolle spielen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Kulturstaatsminister Dr. Weimer kritisierte das Angebot des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks vor zwei Wochen in der \u201eWelt am Sonntag\u201c als zu umfangreich und zu teuer. Mit dem Konzept, alles f\u00fcr alle in mehrfacher Form anzubieten, verfehlt der <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2026\/11\/07\/grundsatzfragen-zum-oerr\/\" title=\"GRUNDSATZFRAGEN ZUM \u00d6RR\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":2,"featured_media":26303,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[],"class_list":["post-45241","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-medien"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/45241","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=45241"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/45241\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":45242,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/45241\/revisions\/45242"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/media\/26303"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=45241"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=45241"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=45241"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}