{"id":4693,"date":"2018-09-11T22:33:36","date_gmt":"2018-09-11T20:33:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=4693"},"modified":"2018-09-11T22:33:36","modified_gmt":"2018-09-11T20:33:36","slug":"die-verfuegbarkeit-von-organen-soll-verbessert-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2018\/09\/11\/die-verfuegbarkeit-von-organen-soll-verbessert-werden\/","title":{"rendered":"DIE VERF\u00dcGBARKEIT VON ORGANEN SOLL VERBESSERT WERDEN"},"content":{"rendered":"<p>Bundesgesundheitsminister Spahn hat Diskussionen zum Thema Organentnahme angesto\u00dfen. Anlass sind der hohe Bedarf bei einer vergleichsweise geringen Verf\u00fcgbarkeit. In Deutschland warten mehr als 10&#8217;000 Menschen auf ein Organ. Die Zahl der Spender liegt dagegen auf dem niedrigsten Stand seit 20 Jahren, obwohl laut einer Umfrage 84 % der Deutschen der Organspende positiv gegen\u00fcber stehen.<\/p>\n<p>Der Bundesgesundheitsminister und inzwischen auch Bundeskanzlerin Angela Merkel sprechen sich f\u00fcr eine \u00c4nderung des Organspenderechts aus. Mit der Widerspruchsl\u00f6sung k\u00f6nne die Verf\u00fcgbarkeit von Organen verbessert werden. Wird die Entnahme im Falle eines sogenannten Hirntodes nicht ausdr\u00fccklich abgelehnt, kann der noch am Leben erhaltene K\u00f6rper weiterverwendet werden. In mehreren europ\u00e4ischen L\u00e4ndern ist dies bereits \u00fcblich, wobei dort eine weitere Steigerung durch die \u00c4nderung des Kriteriums f\u00fcr die Organentnahme erzielt werden konnte. Als Nachweis f\u00fcr den Hirntod reicht in der Schweiz beispielsweise der zehnmin\u00fctige Herzkreislaufstillstand. Anders als in Deutschland muss die Irreversiblit\u00e4t des Hirnausfalles nicht explizit nachgewiesen werden.<\/p>\n<p>Bef\u00fcrworter begr\u00fc\u00dfen den Vorschlag des Bundesgesundheitsministers. Vielen Menschen k\u00f6nne man helfen und unn\u00f6tiges Leiden ersparen. Die Widerspruchsl\u00f6sung bringe jeden dazu, sich mit dem Thema zu besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p>Kritiker meinen, die Widerspruchsl\u00f6sung sei weder mit dem Begriff Spende zu vereinbaren, noch mit dem Recht auf k\u00f6rperliche Unversehrtheit. Die k\u00f6rperliche Unversehrtheit m\u00fcsse der Normalfall bleiben und bed\u00fcrfe keiner gesonderten Unterschrift.<\/p>\n<p>Andere betrachten die langfristige Entwicklung mit Sorge. Man setze sich zu wenig mit dem Zustandekommen des hohen Bedarfs auseinander und sei nicht daran interessiert, diese Zahl anzugehen. Stattdessen sch\u00f6pfe man alle M\u00f6glichkeiten aus, die Verf\u00fcgbarkeit zu erh\u00f6hen. Diese Entwicklung werde sich weiter fortsetzen. Der zunehmende Fortschritt in den Bereichen Medizin und Technik bewirke, dass Transplantationen zunehmen und tendenziell immer mehr Organe ben\u00f6tigt werden. In Zukunft werde man Tiere f\u00fcr Organentnahmen z\u00fcchten, z. B. transgene Schweine, und verbrauchte Organe routiniert austauschen k\u00f6nnen, sodass nat\u00fcrliche Selektionsmechanismen kaum mehr greifen und sich das Risikobewusstsein des Menschen erheblich verringere. Die Xenotransplantation k\u00f6nne sich so zum Gesch\u00e4ft der Zukunft entwickeln. Der damit eingeschlagene Weg sei sehr verwerflich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Bundesgesundheitsminister Spahn hat Diskussionen zum Thema Organentnahme angesto\u00dfen. Anlass sind der hohe Bedarf bei einer vergleichsweise geringen Verf\u00fcgbarkeit. In Deutschland warten mehr als 10&#8217;000 Menschen auf ein Organ. 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