{"id":5015,"date":"2018-10-10T09:40:10","date_gmt":"2018-10-10T07:40:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=5015"},"modified":"2018-10-10T10:11:22","modified_gmt":"2018-10-10T08:11:22","slug":"unterschiedliche-positionen-bei-grenzwerten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2018\/10\/10\/unterschiedliche-positionen-bei-grenzwerten\/","title":{"rendered":"UNTERSCHIEDLICHE POSITIONEN BEI GRENZWERTEN"},"content":{"rendered":"<p><em>In Luxemburg sprachen die Umweltminister der EU-Staaten am 9. Oktober 2018 dar\u00fcber, wieviel Kohlenstoffdioxid neue PKW und Lieferwagen k\u00fcnftig aussto\u00dfen d\u00fcrfen. Sie einigten sich auf eine Reduzierung der Emission um 35 %. Das Parlament der EU und die Kommission m\u00fcssen noch dar\u00fcber abstimmen. Die Positionen sind uneinheitlich.<\/em><\/p>\n<p>Konkret ging es darum, in welchem Umfang ein Hersteller die Emission seiner Neuwagen bis zum Jahre 2030 im Durchschnitt reduzieren muss &ndash; bezogen auf das Jahr 2020, in dem ein Flotten-Grenzwert von 95 Gramm je Kilometer gilt. Entsprechend der vereinbarten Reduzierung muss dann der nachfolgende Grenzwert gesetzt werden. Die Vorgaben sollen bewirken, dass in der EU mehr Fahrzeuge ohne Emissionen abgesetzt werden. Der Hersteller soll in seiner Neuwagen-Flotte mit den emissionsfreien Fahrzeugen den h\u00f6heren Aussto\u00df der Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor ausgleichen und so den vorgegebenen Durchschnittswert erreichen.<\/p>\n<p>Das Europ\u00e4ische Parlament in Stra\u00dfburg stimmte am 3. Oktober 2018 f\u00fcr einen Verordnungsentwurf, der eine Reduzierung um 40 % beinhaltet. Zuvor hatte die Europ\u00e4ische Kommission eine Reduzierung um 30 % vorgeschlagen. Am 9. Oktober 2018 tagte im European-Convention-Center in Luxemburg der Rat der Europ\u00e4ischen Union, Rat f\u00fcr Umwelt. Teilnehmer waren die Umweltminister der EU-Staaten und Umweltkommissar Karmenu Vella, der die EU-Kommission vertritt.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst verst\u00e4ndigten sich die Umweltminister als Repr\u00e4sentanten der jeweiligen Staaten untereinander in Luxemburg. Die Zusammenkunft des Rates am 9. Oktober endete in dieser Sache mit einer Abstimmung und dem entsprechenden Beschluss. Nun m\u00fcssen die Mitgliedsstaaten bis Fr\u00fchjahr 2019 mit dem Europ\u00e4ischen Parlament eine verbindliche Regelung aushandeln. Die Inkraftsetzung setzt den Beschluss des Parlamentes und den Beschluss der Europ\u00e4ischen Kommission voraus.<\/p>\n<p>Deutschland warb f\u00fcr eine Reduzierung um 30 %, Frankreich, Luxemburg, Spanien, Schweden, D\u00e4nemark, die Niederlande und andere Staaten f\u00fcr eine Reduzierung um 40 % bzw. mehr. \u00d6sterreichs Kompromissvorschlag lautete 35 %. Dieser wurde schlie\u00dflich angenommen.<\/p>\n<p>Die deutsche Umweltministerin Svenja Schulze, SPD, musste dabei eine Position vertreten, die nicht ihre eigene ist. Denn sie selbst hatte sich unl\u00e4ngst f\u00fcr eine Reduzierung um 45 % ausgesprochen, konnte dies jedoch nicht im Bundeskabinett durchsetzen. Nach Ansicht der Bundeskanzlerin berge schon eine Reduzierung um 40 % die Gefahr, dass man die Automobilindustrie aus Europa vertreibt und diese dann anderswo Fahrzeuge f\u00fcr den europ\u00e4ischen Markt produziert.<\/p>\n<p>Die meisten anderen Staaten machten deutlich, das L\u00e4nder wie beispielsweise China deutlich mehr in die Elektromobilit\u00e4t investieren, sodass Elektrofahrzeuge bald von dort nach Europa kommen w\u00fcrden, wenn man nichts unternehme. Deshalb m\u00fcssten die Automobilbauer gezwungen werden, den Kampf gegen die asiatische Konkurrenz aufzunehmen.<\/p>\n<p>Zudem hatte der Weltklimarat IPCC am 8. Oktober in einem Sonderbericht weitere Anstrengungen gegen die Erderw\u00e4rmung in allen gesellschaftlichen Bereichen angemahnt. Nur so sei das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klima-Abkommens noch zu erreichen. Andernfalls m\u00fcsse mit dramatischen Folgen gerechnet werden.<\/p>\n<p>Weltweit nimmt die Motorisierung weiter zu. Automobile sind allerdings nicht die einzigen vom Menschen geschaffenen Kohlenstoffdioxid-Emittenten im Bereich Mobilit\u00e4t. Auch im Schiffs- und Flugverkehr werden gro\u00dfe Mengen ausgesto\u00dfen. Kritiker verweisen hingegen auf den geringen Anteil von 0,038 %, den diese chemische Verbindung an der Luft auf Meeresh\u00f6he hat, und den noch geringeren Anteil, der auf den Menschen zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Der Wert habe im Laufe der Erdgeschichte sehr viel st\u00e4rker geschwankt als er sich heute durch die Beeinflussung des Menschen erh\u00f6he. Andere sehen in Elektrofahrzeugen die gr\u00f6\u00dfere Belastung f\u00fcr die Umwelt und argumentieren, man d\u00fcrfe nicht nur die wegfallenden Abgase in den Focus stellen und alles andere ausblenden. In einer Gesamtbetrachtung werde die Elektromobilit\u00e4t zu einem deutlich h\u00f6heren Energieverbrauch f\u00fchren, der nur aus einer bestimmten Perspektive sauber ist, hei\u00dft es von dieser Seite.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>In Luxemburg sprachen die Umweltminister der EU-Staaten am 9. Oktober 2018 dar\u00fcber, wieviel Kohlenstoffdioxid neue PKW und Lieferwagen k\u00fcnftig aussto\u00dfen d\u00fcrfen. Sie einigten sich auf eine Reduzierung der Emission um 35 %. 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