{"id":5716,"date":"2018-12-26T23:21:32","date_gmt":"2018-12-26T22:21:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=5716"},"modified":"2022-05-05T23:40:57","modified_gmt":"2022-05-05T21:40:57","slug":"die-ernaehrung-der-welt-in-dreissig-jahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2018\/12\/26\/die-ernaehrung-der-welt-in-dreissig-jahren\/","title":{"rendered":"DIE ERN\u00c4HRUNG DER WELT IN DREISSIG JAHREN"},"content":{"rendered":"<p><em>Die Ern\u00e4hrung der Weltbev\u00f6lkerung wird immer schwieriger. Laut einer Prognose wird die Anzahl der Menschen von derzeit 7,67 Milliarden auf \u00fcber 9,7 Milliarden im Jahre 2050 zunehmen. Zugleich steigt mit dem Streben nach Wohlstand der Konsum. Doch was werden die Menschen der n\u00e4chsten Generation essen, wenn man bedenkt, dass die nutzbaren Fl\u00e4chen der Erde begrenzt sind?<\/em><\/p>\n<p>Die Weltbev\u00f6lkerung w\u00e4chst exponentiell \u2014 derzeit j\u00e4hrlich um 83 Millionen Menschen, was etwa der Einwohnerzahl Deutschlands entspricht. Insgesamt wurden in diesem Jahr weltweit mehr als 336 Millionen Tonnen Fleisch produziert. Das ist die gr\u00f6\u00dfte Menge in der Geschichte der Menschheit \u2014 Tendenz steigend.<\/p>\n<p>Mehrere Institute wollen herausfinden, wie auf der begrenzten Erdoberfl\u00e4che soviel Nahrung produziert werden kann, dass auch die f\u00fcr das Jahr 2050 prognostizierten rund zehn Milliarden Menschen versorgt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Hierzu wurde zun\u00e4chst die bisherige Nahrungsmittelproduktion betrachtet und man kam zu dem Schluss, dass durch die Viehaltung Treibhausgase in enormen Mengen freigesetzt werden. Damit z\u00e4hlt sie den Forschern zufolge zu den gr\u00f6\u00dften Klimakillern. Die Viehaltung verbraucht ein Drittel der weltweiten Agrarfl\u00e4che; ein Drittel aller produzierten Pflanzen dienen als Viehfutter. Trotz des hohen Aufwandes hat Fleisch bei der menschlichen Ern\u00e4hrung nur einen Anteil von 18 % an der weltweiten Zufuhr in Kalorien.<\/p>\n<p>K\u00fcnftig sollen Pflanzen einen Gro\u00dfteil des Fleisches ersetzen. Allerdings handelt es sich nicht um Pflanzen im heutigen Sinne, sondern um k\u00fcnstlich geschaffene Arten. Mit Hilfe der Gentechnik sollen ausgew\u00e4hlte Kulturpflanzen so weiterentwickelt werden, dass sie auch unter schwierigen Bedingungen h\u00f6chstm\u00f6gliche Ertr\u00e4ge liefern. Zu nennen sind hier Arten wie Soja, Mais und Raps. Die Anbaufl\u00e4chen f\u00fcr die neuen Kunst-Arten nehmen weltweit zu.<\/p>\n<p>Die Ern\u00e4hrungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen preist Insekten als wertvolle Lebensmittelquelle an (siehe <a href=\"http:\/\/www.fao.org\/docrep\/018\/i3264g\/i3264g.pdf\">http:\/\/www.fao.org\/docrep\/018\/i3264g\/i3264g.pdf<\/a>).<br \/>\nSie sollen im Vergleich zu Fleisch und Fisch qualitativ hochwertige Proteine und N\u00e4hrstoffe liefern. Insekten k\u00f6nnen von den \u00c4rmsten der Gesellschaft, wie z. B. Frauen, und Grundbesitzlosen in urbanen und l\u00e4ndlichen Gegenden, in der Wildnis gesammelt, kultiviert, verarbeitet und verkauft werden. Diese Aktivit\u00e4ten k\u00f6nnen direkt die Ern\u00e4hrung verbessern und ein finanzielles Einkommen durch Verkauf der \u00fcbersch\u00fcssigen Produktion auf der Stra\u00dfe liefern, hei\u00dft es in dem Informationsblatt der FAO \u00fcber essbare Insekten.<\/p>\n<p>Unl\u00e4ngst wurde eine Studie der Universit\u00e4ten Z\u00fcrich und K\u00f6ln zur Ern\u00e4hrung mit Insekten ver\u00f6ffentlicht. Darin wurde festgestellt, dass sich der Ekel vor Insekten mit einer bestimmten Taktik \u00fcberwinden l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Die &#8222;Technische Expertenberatung zur Bewertung des Potentials von Insekten als Lebens- und Futtermittel zur Gew\u00e4hrleistung der Nahrungssicherung&#8220; nennt verschiedene Schl\u00fcsselbereiche f\u00fcr die Forschung und Entwicklung. Dazu geh\u00f6ren Technologien zur Massenproduktion, die Hinwirkung auf eine bestimmte Gesetzgebung und Ma\u00dfnahmen der Konsumentenakzeptanz und Bildung. Hierzu geh\u00f6ren das &#8222;Informieren des Konsumenten \u00fcber die Vorteile von Entomophagie&#8220;, die &#8222;Entwicklung neuer Wege, um Insekten in die Ern\u00e4hrung einer breiten Masse von Konsumenten durch die Kreation insektenbasierter Produkte zu integrieren&#8220; und die &#8222;F\u00f6rderung von Insekten als Futtermittelerg\u00e4nzung&#8220;.<\/p>\n<p>Die Bestrebungen zeigen, was den Durchschnittsverbraucher schon in naher Zukunft erwarten k\u00f6nnte: Insekten als besonders &#8222;trendigen Genuss&#8220; in der Werbung und die langsame Entwicklung von der Ausnahme zur Regel. Denn die Nahrung der Massen wird in Zukunft aus Produkten bestehen, mit verarbeitetem Pflanzenmaterial und teilweise Insekten als Grundstoff.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Die Ern\u00e4hrung der Weltbev\u00f6lkerung wird immer schwieriger. 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