{"id":5828,"date":"2019-01-14T17:35:19","date_gmt":"2019-01-14T16:35:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=5828"},"modified":"2019-01-14T18:07:53","modified_gmt":"2019-01-14T17:07:53","slug":"geraer-stadtwald-ist-nationales-kulturerbe-und-buergerwald","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2019\/01\/14\/geraer-stadtwald-ist-nationales-kulturerbe-und-buergerwald\/","title":{"rendered":"DER STADTWALD IST NATIONALES KULTURERBE UND B\u00dcRGERWALD"},"content":{"rendered":"\n<p>Geraer stellen Fragen zur Zukunft des Stadtwaldes \u2014 auch in den Medien. Erst k\u00fcrzlich kam in den Zeitungen \u201eOTZ\u201c und in \u201eNeues Gera\u201c unter anderem Dieter M\u00fcller zu Wort. Er bezweifelt in Leserbriefen, ob der Stadtwald weiterhin der Wald der B\u00fcrger sei, wenn B\u00e4nke und Wegweiser abgebaut, Nebenwege nicht mehr ber\u00e4umt und kaum noch begehbar seien. Die \u201ewenigen Hauptwege\u201c seien nicht mehr \u201eunser Stadtwald\u201c, so seine Meinung.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu verschiedenen B\u00fcrgerfragen meldeten sich jetzt die beiden Hauptverantwortlichen f\u00fcr den Stadtwald. Das ist zum einen die Geraer Stadtverwaltung. Ihr geh\u00f6ren rund 50 % der etwa 1000 Hektar gro\u00dfen Waldfl\u00e4che westlich der Stadtkulisse. Und das ist zum anderen der Freistaat Th\u00fcringen, vertreten durch Th\u00fcringenforst. Diesem geh\u00f6ren rund 20 % des Waldes im besonders zentralen Bereich zwischen Kuckucks\u00addiele, Jagdhof, Wanderparkplatz Ernsee, Hammelburg bis Friedhof Untermaus. Der weitere Wald ist privat oder Sonderverm\u00f6gen des Landes.<\/p>\n\n\n\n<p>Ehrenamtlich k\u00fcmmert sich um den Wald der Geraer Stadtwaldbr\u00fccken-F\u00f6rderverein, der \u00d6kumenische Kirchbauverein, die OTEGAU und Privatpersonen, die alle mit der Stadtverwaltung intensiv in der Gr\u00fcnwerkstatt \u201eStadtwald erleben\u201c f\u00fcr Waldversch\u00f6nerungen zusammenarbeiten. <br>\nDankbar \u00fcber B\u00fcrgeranfragen und Zeitungsver\u00f6ffentlichungen \u00e4u\u00dfern sich f\u00fcr alle genannten Waldbeteiligten jetzt Daniel Heinrich, Revierleiter im Th\u00fcringer Staatsforst in Gera, Konrad Nickschick, Fachdienstleiter Umwelt der Stadt Gera, Matthias Mittenzwey, Fachdienstleiter Stadtgr\u00fcn der Stadt Gera, und Heinrich-Dieter Hischer, der Vorsitzende des Br\u00fcckenf\u00f6rdervereins. Sie sind sich einig: Offenbar gibt es Informationsbedarf. Es werde kontinuierlich und intensiv zu vielen Bausteinen der Aktivit\u00e4ten in und um den Stadtwald informiert. Aber zur strategischen Waldentwicklung m\u00fcsse st\u00e4rker aufgekl\u00e4rt werden. Wie die B\u00fcrger richtig feststellen, ver\u00e4ndere sich der Wald.<\/p>\n\n\n\n<p>Lesen Sie nun die Antworten der Stadtverwaltung, des Th\u00fcringenforstes und der Gr\u00fcnwerkstatt \u201eStadtwald erleben\u201c zu h\u00e4ufig gestellten B\u00fcrgerfragen!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"338\" src=\"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/2016_089.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-411\" srcset=\"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/2016_089.jpg 600w, https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/2016_089-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Wo wurden wirklich B\u00e4nke und Wegweiser im &#8222;Stadtwald&#8220; entfernt?<\/strong><br> Auf einem rund 1,5 Kilometer langen Abschnitt des ehemaligen \u201eNaturlehrpfades West\u201c wurden diese entfernt. Der Pfad ist insgesamt 6,5 Kilometer lang. Lediglich dieser 1,5 Kilometer lange Abschnitt innerhalb des Nationalen Naturerbe-Gebiets (NNE) wurde stillgelegt. Seit 2015 mit \u00dcbernahme des sehr zentralen Waldteiles zwischen Osterstein und Ernsee durch Th\u00fcringenforst wird dieses NNE-Gebiet weitestgehend der Natur \u00fcberlassen. Das Entwicklungskonzept sieht vor, hier keine forstliche Bewirtschaftung innerhalb der naturnahen W\u00e4lder mehr durchzuf\u00fchren. Natur Natur sein lassen ist hier das Prinzip. Das hei\u00dft, B\u00e4ume wachsen, verj\u00fcngen sich selbst, d\u00fcrfen sterben und den Stoffkreislauf wieder schlie\u00dfen. Dabei wird so mancher Pfad einfach zuwachsen oder von Baumholz blockiert. Eine Anzahl gr\u00f6\u00dferer Wege hingegen wird zur weiteren Begehbarkeit des Waldes auch k\u00fcnftig aktiv gepflegt und freigehalten durch Th\u00fcringenforst.<br> Dabei gilt: freier Wald f\u00fcr freie B\u00fcrger. Der Wald ist und bleibt \u00f6ffentlich f\u00fcr jedermann \u2013 auch im NNE-Gebiet und die Stadtverwaltung will n\u00e4chstes Jahr den im Naturerbe-Gebiet rund 1,5 Kilometer langen weggefallenen Lehrpfad-Abschnitt ersetzen. Der Pfad verl\u00e4uft dann nicht mehr quer durch das Naturerbe-Gebiet, sondern drumherum. Den Waldbesuchern soll wieder ann\u00e4hernd die vorher vorhandene Wegl\u00e4nge zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wenn Wege zuwachsen, wird es dann insgesamt weniger Wege geben?<\/strong> <br> Ja, das wird so sein, wenn auch nur in geringem Ma\u00df. Denn nur im NNE-Gebiet gibt es in der Bewirtschaftung und Pflege des Waldes Ver\u00e4nderungen. In den anderen Gebieten stehen keine Ver\u00e4nderungen an.<br> Innerhalb des NNE-Gebietes werden sicher einige Nebenwege und schmale Pfade zuwachsen. Viel genutzte Wege k\u00f6nnten den Trampelpfadeffekt erleben und auch ohne Pflege weiter bestehen. So hielten sich viele Wege aus der Vergangenheit bis heute auch ohne Pflege und innerhalb des Gebietes. Verkehrssicherungsarbeiten innerhalb des Waldes (Kronenschnitte, Baumf\u00e4llungen) aber unternimmt Th\u00fcringenforst nur noch entlang der Schlossallee, des Hainberg(Luther)weges und des Faulenzerweges sowie rund um das Jugendwaldheim in Gera-Ernsee.<br> Im Gebiet des Kommunalwaldes lassen sich bez\u00fcglich der Wege zwei Arten unterscheiden:<br> I. Forstwirtschaftswege<br> Der Gro\u00dfteil des Kommunalen Waldes wird forstwirtschaftlich bearbeitet. Hier existieren Fortwirtschaftswege, die von Waldbesuchern genutzt werden. Diese bleiben weitgehend im aktuellen Verlauf und Zustand f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre. Die Forstwirtschaft arbeitet nach Zehn-Jahres-Pl\u00e4nen.<br> II. Wanderwege und Lehrpfade <br> Diese bleiben im bisherigen Netz erhalten. Sie stehen f\u00fcr eine gute Qualit\u00e4t, unterliegen besonderen Auflagen, m\u00fcssen kontrolliert, beschildert und ausgebessert werden; an ihren R\u00e4ndern werden Gew\u00e4chse zur\u00fcckgeschnitten; es gibt Rastpunkte mit B\u00e4nken oder H\u00fctten und besondere Aussichtspunkte; drei Rasth\u00fctten im Stadtwald wurden 2018 erneuert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie gut begehbar ist die Schlucht oberhalb der Fuchsklamm?<\/strong><br> Am 31. Oktober 2018, dem Reformationsfeiertag, f\u00fchrte die Torwanderung mit mehreren Hundert Teilnehmern durch die Schlucht. Die Beteiligten der Stadtverwaltung und der Gr\u00fcnwerkstatt hatten nicht den Eindruck, dass die Begehbarkeit eingeschr\u00e4nkt war. Der Fuchsklammweg unterliegt keiner besonderen Sorgfalts- und Verkehrssicherungspflicht. Allerdings ist Th\u00fcringenforst bestrebt, auch diesen, den Stadtwaldbesuchern lieben Weg, dauerhaft zu pflegen und im Rahmen der M\u00f6glichkeiten zu unterhalten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie steht die Waldentwicklung im Einklang mit dem Stadtratsbeschluss zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept ISEK GERA 2030, den Stadtwald als Naherholungsgebiet schrittweise, behutsam und \u00f6kologisch attraktiver zu entwickeln?<\/strong><br> Mit diesem steht sie sehr im Einklang. Die Verantwortlichen w\u00fcnschten sich mehr Mittel, um behutsam noch mehr f\u00fcr das attraktive Erholungsgebiet zu tun. Das wird schon getan:<\/p>\n\n\n\n<p>I. Den Wald st\u00e4rker der Natur zu \u00fcberlassen ist sehr \u00f6kologisch und behutsam. Der Wald ist durch seine Schluchten, seine N\u00e4he zur Stadt, seine Naturn\u00e4he ein echtes Juwel und sucht seinesgleichen. Im Nationalen Naturerbe stabi\u00adlisieren sich Arten, die vom Aussterben bedroht sind. Zur Erholung stehen im Stadtwald aktuell und k\u00fcnftig viele Kilometer Wanderwege in hoher Qualit\u00e4t zur Verf\u00fcgung. <br>\nII. Die gesamte Arbeit der Gr\u00fcnwerkstatt \u201eStadtwald erleben\u201c folgt dem Beschluss, unter anderem durch das Anlegen des Wander- und Pilgerweges Lutherweg mit Katharinas Spange, durch neue Infotafeln, das Reformations\u00adkreuz, den sanierten Bismarckstein. Zurzeit entstehen Stadtwaldtore. Heinrich-Dieter Hischer, Vorsitzender des Stadtwaldbr\u00fccken-Vereins: \u201eWir bauen Tore, damit Menschen in den Wald hinein gehen und nicht, dass sie auf zugewachsenen Wald sto\u00dfen. Auch wir Vereine setzen uns ein: Der Stadtwald muss ein Wald f\u00fcr die B\u00fcrger bleiben.\u201c <br>\nIII. Der Th\u00fcringenforst tr\u00e4gt durch ebenfalls behutsame, schrittweise Arbeiten zur Attraktivit\u00e4t des Waldes bei und sichert unter anderem die Schlossh\u00e4nge und den Faulenzerweg. Er pflegt den Wanderparkplatz Ernsee, er f\u00fchrt zweimal j\u00e4hrlich eine Baumschau entlang aller \u00f6ffentlichen Wege, Stra\u00dfen und Bebauungen sowie entlang der Waldr\u00e4nder durch, sorgt hier f\u00fcr die Sicherheit durch Kronenschnitte und R\u00fcckschnitte. Es werden Orte mit Gef\u00e4hrdungs\u00adpotential f\u00fcr die Waldbesucher saniert. So wurden zum Beispiel das alte Wasserwerk nahe des Jagdhofes und die gef\u00e4hrlich gewordene Schutzh\u00fctte am Gladitschturm zur\u00fcckgebaut. Neue Aufenthaltsbereiche entstanden, unter anderem mit Sch\u00fclerprojekten des forsteigenen Jugendwaldheims in Ernsee durch neue B\u00e4nke am Liebe-Denkmal, an der Weinbergtreppe, an der Schlittenbahn, am zentralen Weg vom Teich in Ernsee zum Fuchsklammweg. Durch waldp\u00e4dagogische Vorhaben von Th\u00fcringenforst wird das Biotop \u201eSchloss\u00adwiese\u201c nahe des Osterstein-Turms gepflegt, auch dort entstanden neue Sitzgelegenheiten. Die Schutzh\u00fctte am Hainbergweg wurde mit Sch\u00fclereins\u00e4tzen freigeschnitten und farblich gestaltet. 2018 wurde die Natur\u00adb\u00fchne des Waldtheaters Heldendank oberhalb des Untermh\u00e4user Friedhofes wieder begehbar und f\u00fcr eine erste Auff\u00fchrung hergerichtet. Nicht zuletzt stehen die Lern- und Projektorte des Jugendwaldheims Ernsee innerhalb des Waldes allen Waldbesuchern zur naturvertr\u00e4glichen Erholung zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Geraer stellen Fragen zur Zukunft des Stadtwaldes \u2014 auch in den Medien. Erst k\u00fcrzlich kam in den Zeitungen \u201eOTZ\u201c und in \u201eNeues Gera\u201c unter anderem Dieter M\u00fcller zu Wort. 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