{"id":5895,"date":"2019-01-20T13:13:16","date_gmt":"2019-01-20T12:13:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=5895"},"modified":"2019-01-20T13:13:18","modified_gmt":"2019-01-20T12:13:18","slug":"die-finanzierung-der-pflege-wird-immer-schwieriger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2019\/01\/20\/die-finanzierung-der-pflege-wird-immer-schwieriger\/","title":{"rendered":"DIE FINANZIERUNG DER PFLEGE WIRD IMMER SCHWIERIGER"},"content":{"rendered":"\n<p>In Deutschland wird die Zahl der pflegebed\u00fcrftigen Menschen weiter wachsen. 3,3 Millionen Menschen waren es im Jahre 2017; f\u00fcnf Millionen werden es bis zum Jahre 2045 sein. Rund 28 % der pflegebed\u00fcrftigen Menschen werden dann in Altenheimen leben. Dar\u00fcber berichtete unl\u00e4ngst die S\u00fcddeutsche Zeitung, der eine Studie vorliegt, die im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung erstellt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Finanzierung der Pflege wird immer schwieriger werden. Zwar sind die Beitr\u00e4ge zur Pflegeversicherung gestiegen, doch auch diese Anhebung wird nicht ausreichen. Steigen k\u00f6nnten deshalb auch die Zuzahlungen von Familien f\u00fcr Pflegeheime.<\/p>\n\n\n\n<p>Laut der Studie muss der Beitrag zur Pflgeversicherung in sechs Jahren erneut erh\u00f6ht werden, sodass sich folgendes Bild ergibt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Einf\u00fchrung der Pflegeversicherung im Jahre 1995<\/li><li>1995 bis 1996: Beitragssatz 1 % des Bruttolohnes<\/li><li>1996 bis 2005: Beitragssatz 1,7 % des Bruttolohnes<\/li><li>2005 bis 2007: Beitragssatz 1,7 % bzw. 1,95 % des Bruttolohnes<\/li><li>2008 bis 2012: Beitragssatz 1,95 % bzw. 2,2 % des Bruttolohnes<\/li><li>2013 bis 2014: Beitragssatz 2,05 % bzw. 2,3 % des Bruttolohnes<\/li><li>2015 bis 2016: Beitragssatz 2,35 % bzw. 2,6 % des Bruttolohnes<\/li><li>2017 bis 2018: Beitragssatz 2,55 % bzw. 2,8 % des Bruttolohnes<\/li><li>2019: Beitragssatz 3,05 % bzw. 3,3 % des Bruttolohnes<\/li><li>ab 2025 laut Studie Beitragssatz von 4,25 % erforderlich<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Die Gesamtausgaben zu Lasten der Pflegeversicherung entwickelten sich wie folgt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>1995: 4,97 Millionen Euro<\/li><li>1996: 10,86 Millionen Euro<\/li><li>2000: 16,67 Millionen Euro<\/li><li>2005: 17,86 Millionen Euro<\/li><li>2010: 21,45 Millionen Euro<\/li><li>2015: 29,01 Millionen Euro<\/li><li>2016: 31 Millionen Euro<\/li><li>2017: 38,52 Millionen Euro<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Die Zahlen wurden den PDF-Dokumenten des Bundesministeriums f\u00fcr Gesundheit entnommen.<br>\nPflegeversicherungen sind weltweit sehr selten. In Deutschland wurde sie im Jahre 1995 eingef\u00fchrt. Finanziert wird sie nach dem parit\u00e4tischen Prinzip. Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen den Beitragssatz jeweils zu gleichen Teilen. Dies gilt jedoch nicht f\u00fcr den Aufschlag, den Kinderlose zus\u00e4tzlich entrichten m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Versorgung der Pflegebed\u00fcrftigen sei auf l\u00e4ngere Sicht nicht sicher, wenn es bei den heutigen Rahmenbedingungen bleibe, hei\u00dft es in dem Artikel der S\u00fcddeutschen Zeitung. Eine M\u00f6glichkeit sei die Finanzierung mit Steuergeldern.<\/p>\n\n\n\n<p>Die alternde Gesellschaft verursacht wachsende Kosten. Zugleich ver\u00e4ndern sich die Familien. Sie werden kleiner und k\u00f6nnen nicht mehr f\u00fcr ihre Angeh\u00f6rigen sorgen. Die Zahl der Kinder sinkt; zugleich gehen immer mehr Frauen einer Arbeit nach und stehen in dieser Zeit nicht mehr der Familie zur Verf\u00fcgung.<br>\nGleichzeitig werden die Lohnkosten in der Pflegebranche voraussichtlich steigen. Abgesehen von den \u00fcblichen Anpassungen mit Blick auf das BIP ist noch mit einem fl\u00e4chendeckenden Tariflohn in der Branche zu rechnen. Dort w\u00fcnscht man sich auch mehr Personal.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Pflege-Reform hatte bereits dazu gef\u00fchrt dazu, dass Menschen, die aufgrund kognitiver Erkrankungen beeintr\u00e4chtigt sind, besser ber\u00fccksichtigt werden. Die Zahl der Pflegebed\u00fcrftigen stieg dadurch im Jahre 2017 noch einmal deutlich an. Damit einhergehend wurden 13&#8217;000 zus\u00e4tzliche Stellen geschaffen. Jedoch werden diese nicht \u00fcber die Pflegeversicherung sondern die Krankenversicherungen finanziert. Diese \u00fcbernehmen die Kosten sogar vollst\u00e4ndig, wodurch Familien keine Zuzahlung leisten m\u00fcssen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>In Deutschland wird die Zahl der pflegebed\u00fcrftigen Menschen weiter wachsen. 3,3 Millionen Menschen waren es im Jahre 2017; f\u00fcnf Millionen werden es bis zum Jahre 2045 sein. 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