{"id":7373,"date":"2019-06-04T10:14:13","date_gmt":"2019-06-04T08:14:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=7373"},"modified":"2019-06-04T10:14:15","modified_gmt":"2019-06-04T08:14:15","slug":"georg-fritzsch-dirigiert-in-gera-und-altenburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2019\/06\/04\/georg-fritzsch-dirigiert-in-gera-und-altenburg\/","title":{"rendered":"GEORG FRITZSCH DIRIGIERT IN GERA UND ALTENBURG"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera spielt am 5. und 6. Juni in Gera sowie am 7. Juni 2019 in Altenburg sein letztes Philharmonisches Konzert dieser Saison.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Zum IX. Philharmonischen Konzert kurz vor Pfingsten l\u00e4dt das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera am Mittwoch, 5. und Donnerstag, 6. Juni jeweils 19.30 Uhr in den Konzertsaal des Geraer Theaters sowie am Freitag, 7. Juni um 19.30 Uhr ins Gro\u00dfe Haus des Altenburger Theaters.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera wird diesmal dirigiert von Georg Fritzsch. Er ist Generalmusikdirektor der Landeshauptstadt Kiel.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Rahmen der Liszt-Biennale 2019 wird im Konzert die Rezeption von Liszts Werken und Wirken thematisiert. Im Zentrum steht dabei der Komponist Hans Sommer, dessen Oper \u201eR\u00fcbezahl und der Sackpfeifer von Nei\u00dfe\u201c 2016\/2017 mit gro\u00dfem Erfolg bei Theater &amp; Philharmonie Th\u00fcringen erstmals seit 1906 wieder aufgef\u00fchrt wurde. In den Jahren 1883\/1884 schuf Sommer sechs Orchesterlieder mit dem Titel \u201eSapphos Ges\u00e4nge\u201c nach Gedichten von Carmen Sylva, die darin die antike griechische Lyrikerin Sappho in den Mittelpunkt stellt. Auch der m\u00e4rchenhaften Figur der Mignon, welche Goethe f\u00fcr seinen Roman \u201eWilhelm Meisters Lehrjahre\u201c schuf, widmete Sommer mehrere Lieder. Die Orchesterfassung des Liedes \u201eMignons Heimath\u201c erlebt in diesem Konzert ihre Urauff\u00fchrung. Die Mezzosopranistin Margarete Joswig wird Sappho und Mignon ihre Stimme verleihen. Hans Sommer war au\u00dferdem Sch\u00fcler von Franz Liszt und ein Freund Richard Strauss\u2019. Und so werden die Lieder Sommers von zwei der beliebtesten Sinfonischen Dichtungen dieser beiden Komponisten umrahmt: Zu Beginn erklingt Franz Liszts \u201eOrpheus\u201c \u2013 das Werk ist dem Schicksal des mythologischen S\u00e4ngers gewidmet. Das Konzert schlie\u00dft mit Richard Strauss\u2019 ber\u00fchmter Sinfonischer Dichtung \u201eEin Heldenleben\u201c, \u00fcber deren eigentliche Identit\u00e4t des \u201eHelden\u201c seit jeher wild spekuliert wird. Am Dirigentenpult steht der in Gera und Altenburg als einstiger Solocellist wohlbekannte Georg Fritzsch, seit der Spielzeit 2003\/2004 Generalmusikdirektor in Kiel.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Konzert ist auch Teil der Programmreihe \u201eZukunftsmusik ostw\u00e4rts\u201c, welche in der kommenden Spielzeit 2019\/20 fortgesetzt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor jedem Konzert, um 18.45 Uhr, gibt die Konzertdramaturgin Birgit Sp\u00f6rl eine Einf\u00fchrung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Am 31. Mai 2019 sprach Konzertdramaturgin Birgit Sp\u00f6rl mit Georg Fritzsch.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Dirigent Georg Fritzsch war von 1986 bis 1996 Solocellist im Philharmonischen Orchester Gera, nach Abschluss seines parallelen Dirigierstudiums seit 1994 auch Dirigent des Orchesters. Seit er 1998 seine ersten festen Stellungen als Generalmusikdirektor des Philharmonischen Orchesters S\u00fcdwestfalen sowie als Musikalischer Oberleiter des Theaters Hagen angetreten hatte, hat er jedoch nicht mehr in Gera dirigiert. Nun kehrt er nach 21 Jahren als Dirigent sozusagen in die Heimstatt seiner Dirigentenkarriere zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Sehr geehrter Herr Fritzsch, f\u00fcr die Konzerte in Gera und Altenburg kehren Sie in bekannte Gefilde zur\u00fcck, denn Sie begannen Ihre berufliche Karriere nach Ihrem Studium des Violoncellos im Philharmonischen Orchester Gera als Solocellist. F\u00fchlt sich das f\u00fcr Sie wie ein Nachhause Kommen an?<\/em><br> Es ist ein ganz eigenartiges, ambivalentes Gef\u00fchl. Wie hei\u00dft es im Rosenkavalier? \u201eDie Zeit ist ein sonderbar Ding. Wenn man so hinlebt, ist sie rein gar nichts.  Aber dann auf einmal, da sp\u00fcrt man nichts als sie.\u201c So f\u00fchlt es sich jetzt an: Als k\u00f6nne es nicht sein, dass es schon 33 Jahre her ist, als ich in Gera Solocellist wurde. Das zu realisieren ist seltsam. Wenn ich in die Stadt Gera komme, frage ich mich, wie vertraut ist mir die Stadt, sind mir die Menschen noch? Wenn ich dann aber den Konzertsaal des Theaters betrete, dann ist pl\u00f6tzlich alles wie fr\u00fcher, wie immer. Ich muss sagen: Fast niemals bin ich so gespannt darauf gewesen, was mich erwartet, wie das Orchester klingt, wie der Saal klingt, wie es sich anf\u00fchlt, wie zu diesem Konzert hier in Gera. Denn als Dirigent war ich immerhin schon 21 Jahre lang nicht hier. Ich habe zwischen 1996 und 1998 hier als st\u00e4ndiger Gast viel dirigiert, doch seit ich 1998 meine Stelle in Hagen angetreten hatte, gar nicht mehr.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Sie waren w\u00e4hrend Ihrer Zeit hier am Haus st\u00e4ndig doppelt t\u00e4tig: Neben Ihrer Stelle als Solocellist haben Sie bis 1993 Dirigieren studiert, waren dann auch als Dirigent t\u00e4tig. Im Orchester sind Sie aber bis 1996 geblieben. Wie sind Sie mit dieser doppelten Belastung umgegangen?<\/em><br> Der damalige Intendant Michael Schindhelm hatte es mir erm\u00f6glicht, gleichzeitig am Haus zu spielen und zu dirigieren, so hatte ich eine Zeit lang eine halbe Stelle als Solocellist und eine halbe Stelle als Dirigent inne. <br> Auch andere Personen am Theater haben mich sehr unterst\u00fctzt. Zum Beispiel der k\u00fcrzlich leider verstorbene Konzertmeister Herbert Voigt. Er hat das Theater und die Stadt sehr gepr\u00e4gt. Ich habe von ihm unheimlich viel gelernt. Er war ein Urmusiker, der aber den Karriereschritt aus Gera hinaus nie getan hat, obwohl er das Zeug gehabt h\u00e4tte, Konzertmeister der Komischen Oper oder der Dresdener Philharmonie zu sein, aber ihn hielten famili\u00e4re Gegebenheiten in Gera. So w\u00e4re es f\u00fcr mich auch gekommen \u2012 ich habe mich hier wohlgef\u00fchlt und wenn ich das Dirigieren nicht gehabt h\u00e4tte, w\u00e4re ich wahrscheinlich auch geblieben. Voigt war immer ein Streiter der Sache, ein Konzertmeister der alten Schule, pr\u00e4gend, stark, ein K\u00fcnstler, der etwas will. Der Konzertsaal und das Haus in Gera sind f\u00fcr mich auch durch ihn gepr\u00e4gt. Ich habe Gera und den Musikern des Orchesters und auch meinen damaligen Chefs sehr viel zu verdanken.<br> Eins meiner sch\u00f6nsten Erlebnisse hier in Gera, auch mit Herbert Voigt, war am 3. Oktober 1990: Zur Wiedervereinigung gab es eine Feierstunde und um Mitternacht spielten wir das, was uns so lange verboten war: Den langsamen Satz aus dem Kaiserquartett von Haydn. Das k\u00f6nnen Sie sich nicht vorstellen, was das damals pers\u00f6nlich mit uns gemacht hat.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Seit dem Abschluss Ihres Dirigierstudiums waren Sie deutschlandweit und auch international als Dirigent t\u00e4tig. Sind Sie auch als Cellist noch h\u00e4ufig aufgetreten?<\/em><br> Ich war als Cellist bis 2003 oft noch mit dem Th\u00fcringer Salonquintett, gemeinsam mit einigen Musikern aus dem Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera, unterwegs. Danach, muss ich zugeben, habe ich aber \u00fcberhaupt kein Cello mehr ge\u00fcbt.  Jetzt gerade hatte ich ein Benefizkonzert zu spielen und daf\u00fcr vorher ein halbes Jahr ge\u00fcbt, darum geht es jetzt gerade wieder mal ganz gut. Aber nat\u00fcrlich musste das Cello f\u00fcr meine T\u00e4tigkeit als Dirigent zur\u00fcckstehen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Welche Vorz\u00fcge haben f\u00fcr Sie die T\u00e4tigkeiten als Cellist und als Dirigent?<\/em><br> Ich bin ein famili\u00e4rer Mensch. Wenn ich in einer Umgebung von Menschen spiele, die mich m\u00f6gen und die das, was ich tue, gut finden und unterst\u00fctzen, tut mir das sehr gut. Die Anerkennung f\u00fcr das, was ich mache, haben mir die Kollegen im Orchester hier auch in meiner Zeit als Solocellist immer gegeben. Das habe ich sehr gesch\u00e4tzt. Allerdings hatte ich die \u201edirigentische Ader\u201c schon seit meiner Kindheit. Als Dirigent muss man dann mit einer gewissen Einsamkeit zurechtkommen. Zwischen Dirigent und Musikern gibt es in der Regel eine gewisse Distanz, die auch notwendig ist. Beispielsweise gehe ich normalerweise nicht mit den Musikern Bier trinken. Das war hier in Gera nat\u00fcrlich anders.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Das Konzertprogramm des neunten Philharmonischen Konzertes ist ziemlich gewaltig. Alle St\u00fccke haben mehr oder minder mit heroischen und epischen Stoffen und Figuren zu tun. Haben Sie pers\u00f6nlich eine Affinit\u00e4t zu solch epischen Themen?<\/em><br> So weit gucke ich ehrlich gesagt nicht. Da bin ich Anh\u00e4nger von \u201eWer Ohren hat, der h\u00f6re, und wer ein Herz hat, der m\u00f6ge es \u00f6ffnen\u201c. Damit kommt man schon sehr weit, auch ohne Vorkenntnis oder Affinit\u00e4t zu den Stoffen und Figuren.<\/p>\n\n\n\n<p>Eintrittskarten sind an der Theaterkasse erh\u00e4ltlich. Diese k\u00f6nnen telefonisch unter der Rufnummer 0365 8279105 bzw. 03447 585177 sowie \u00fcber www.tpthueringen.de reserviert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: THEATER ALTENBURG-GERA GGMBH<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera spielt am 5. und 6. Juni in Gera sowie am 7. Juni 2019 in Altenburg sein letztes Philharmonisches Konzert dieser Saison. Zum IX. Philharmonischen Konzert kurz vor Pfingsten l\u00e4dt das Philharmonische <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2019\/06\/04\/georg-fritzsch-dirigiert-in-gera-und-altenburg\/\" title=\"GEORG FRITZSCH DIRIGIERT IN GERA UND ALTENBURG\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":2,"featured_media":7374,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[],"class_list":{"0":"post-7373","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-theater"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7373","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7373"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7373\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7375,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7373\/revisions\/7375"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7374"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7373"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7373"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7373"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}