{"id":7426,"date":"2019-06-07T00:28:03","date_gmt":"2019-06-06T22:28:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=7426"},"modified":"2019-06-30T01:24:02","modified_gmt":"2019-06-29T23:24:02","slug":"welchen-anteil-hat-der-mensch-am-klimawandel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2019\/06\/07\/welchen-anteil-hat-der-mensch-am-klimawandel\/","title":{"rendered":"WELCHEN ANTEIL HAT DER MENSCH AM KLIMAWANDEL?"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Geschwindigkeit des Klimawandels wird laut Forschern der nationalen Ozean- und Atmosph\u00e4renbeh\u00f6rde der USA untersch\u00e4tzt. Sie weisen darauf hin, dass Kohlenstoffdioxid-Konzentration in der Atmosph\u00e4re im Mai 2019 einen neuen Rekord erreicht hat. Gemessen werde an der Mess-Station auf dem Vulkan Mauna Loa auf Hawaii in der Einheit &#8222;Teile pro Million&#8220;. Den Angaben zufolge wurden im Mai 2019 fast 415 gemessen, und damit 3,5 mehr als im Mai 2018. Normalerweise steige die Kohlenstoffdioxid-Konzentration in der Atmosph\u00e4re gegenw\u00e4rtig j\u00e4hrlich durchschnittlich um 2,2 Teile pro Million. In den 1970er Jahren hatte es j\u00e4hrlich nur einen Anstieg um 0,7 Teile pro Million gegeben. Zudem weisen die Wissenschaftler darauf hin, dass es sich nicht um Modellrechnungen handele, sondern um Messungen in der realen Atmosph\u00e4re. In Kombination mit den Werten anderer Mess-Stellen w\u00fcrden die Werte relativ zuverl\u00e4ssig den Kohlenstoffdioxid-Gehalt in der Atmosph\u00e4re dokumentieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Kohlenstoffdioxid-Anteil in der Atmosph\u00e4re liegt bei 0,04 %. Die meisten Kohlenstoffdioxid-Quellen sind nat\u00fcrlicher Art. Die Konzentration in der Atmosph\u00e4re unterlag im Laufe der Erdgeschichte mehrmals starken Schwankungen. Betrachtet man den gesamten Zeitraum, ist sie jedoch stark zur\u00fcckgegangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unterdessen werden weitere M\u00f6glichkeiten der Bepreisung des Kohlenstoffdioxid-Ausstosses gesucht. Doch in einem Fachgespr\u00e4ch des Umweltausschusses des Bundestages, welches am 3. April 2019 gef\u00fchrt wurde, sprach Sebastian L\u00fcning, Geologe und Gutachter des Weltklimarates IPCC, von Unsicherheiten und offenen Fragen. So gebe es unterschiedliche Ergebnisse zum menschlichen Anteil an der Erderw\u00e4rmung. In einem IPCC-Bericht zum 1,5-Grad-Ziel wird davon ausgegangen, dass die Erderw\u00e4rmung vollst\u00e4ndig anthropogenen Ursprungs sei. Im Gegensatz hierzu messe ein nahezu zeitgleich ver\u00f6ffentlichter Klimabericht der Schweiz den nat\u00fcrlichen Klimafaktoren eine wesentlich gr\u00f6\u00dfere Bedeutung bei. Sie h\u00e4tten an der Erw\u00e4rmung einen halben Anteil. Gro\u00dfe Unsicherheiten gebe es auch, was das Erw\u00e4rmungspotenzial des Kohlenstoffdioxides angeht. Der genaue Erw\u00e4rmungsbetrag sei noch immer nicht bekannt und werde vom IPCC seit seinem ersten Klimabericht von 1990 im Bereich von 1,5 \u00b0C bis 4,5 \u00b0C Erw\u00e4rmung pro Kohlenstoffdioxid-Ausstossverdoppelung vermutet. Dieser gro\u00dfe Unsicherheitsbereich habe sich trotz gr\u00f6\u00dfter Anstrengungen bis heute nicht verringert. Vieles deute mittlerweile auf einen Wert der Kohlenstoffdioxid-Klimasensitivit\u00e4t in der unteren H\u00e4lfte des Spektrums hin. Der Klimaforscher vom Max-Planck-Institut f\u00fcr Meteorologie habe neulich in einer Publikation davor gewarnt, dass selbst schmerzhafte Anstrengungen zur Reduktion in den kommenden zwei Jahrzehnten m\u00f6glicherweise kaum Einfluss auf das Klima haben k\u00f6nnten. In diesem Zeitma\u00dfstab spiele n\u00e4mlich die nat\u00fcrliche Klimavariabilit\u00e4t eine gro\u00dfe Rolle. Zudem seien die Klimamodelle nicht ausgereift. Beispielsweise k\u00f6nnten mit diesen die vorindustriellen W\u00e4rmephasen nicht erkl\u00e4rt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Im sogenannten R\u00f6mer-Optimum trugen die Alpen deutlich weniger Eis und waren passierbar. Im Mittelalter-Optimum siedelten Wikinger auf Gr\u00f6nland und betrieben dort bis 200 Kilometer ins Landesinnere Ackerbau und Viehzucht.<\/p>\n\n\n\n<p>Demzufolge geht es nicht um die Frage ob, sondern wie sehr Kohlenstoffdioxid das Klima beeinflusst. Kritiker hinterfragen schon seit geraumer Zeit, warum der Blick vornehmlich auf die Emission gelenkt wird, w\u00e4hrend andere umweltsch\u00e4dliche Gebaren kaum thematisiert werden. Sie unterstellen, es werde mit Hilfe einer Prophetin eine Art Ersatzreligion geschaffen und das Prinzip der Schuld angewandt, um Steuern einzufordern, welche die Allgemeinheit in ihrem Glauben bereitwillig zahle. Einige erinnern auch an das Ozonloch, welches in den 1990er Jahren f\u00fcr Angst gesorgt habe. Entgegen damaliger Verlautbarungen sei es aber wieder kleiner geworden. Man habe vor FCKW gewarnt und den Menschen den Kauf neuer K\u00fchlschr\u00e4nke empfohlen. Heute gehe es u. a. auch darum, neue Automobile abzusetzen und zun\u00e4chst den Bedarf zu schaffen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Die Geschwindigkeit des Klimawandels wird laut Forschern der nationalen Ozean- und Atmosph\u00e4renbeh\u00f6rde der USA untersch\u00e4tzt. Sie weisen darauf hin, dass Kohlenstoffdioxid-Konzentration in der Atmosph\u00e4re im Mai 2019 einen neuen Rekord erreicht hat. 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