{"id":7484,"date":"2019-06-14T12:31:12","date_gmt":"2019-06-14T10:31:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=7484"},"modified":"2019-06-15T17:14:06","modified_gmt":"2019-06-15T15:14:06","slug":"vom-einstigen-ratsmarstall-blieb-nur-die-fassade","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2019\/06\/14\/vom-einstigen-ratsmarstall-blieb-nur-die-fassade\/","title":{"rendered":"VOM EINSTIGEN RATSMARSTALL BLIEB NUR DIE FASSADE"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Haus Sorge 9 hat eine interessante Geschichte vorzuweisen. Vom urspr\u00fcnglichen Geb\u00e4ude blieb allerdings nur die stra\u00dfenseitige Fassadenwand erhalten. Der Torbogen ist der Eingang zum Kaufhaus Amthorpassage.<\/p>\n\n\n\n<p>Errichtet wurde das Haus nach dem gro\u00dfen Stadtbrand von 1780 auf dem Kellergeschoss seines Vorg\u00e4ngers, welches Elemente der Renaissance zeigt. Die Fertigstellung war im Jahre 1784. Zu dem vierfl\u00fcgeligen Geb\u00e4ude geh\u00f6rten zwei im Hofe befindliche Solit\u00e4rbauten. Im Jahre 1786 wurden dort Wagenremisen gebaut.<\/p>\n\n\n\n<p>Einen Teil der R\u00e4ume im Haupthaus bewohnte damals der Stadtmusikus, der M\u00e4dchenschullehrer, der Ratsuhrmacher und der Ratskutscher. Au\u00dferdem war dort ab 1835 auch die M\u00e4dchenschule untergebracht. Die gesonderten R\u00e4ume auf dem Grundst\u00fcck wurden genutzt zur Unterstellung der Portechaisen (Tragsessel), der Ratspferde und der Feuerspritzen. Der Ratsmarstall diente in der Hauptsache der Leichenbef\u00f6rderung und der Asche- und F\u00e4kalienabfuhr, aber er \u00fcbernahm auch private Fuhren.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahre 1805 kamen die neue &#8222;Armenfreischule&#8220;, die &#8222;Abend- und Sonntagsschule&#8220; in das Geb\u00e4ude. 1877 wurden in den Parterrer\u00e4umen L\u00e4den eingerichtet. Im Hintergeb\u00e4ude entstand 1883 das Geraer Museum.<\/p>\n\n\n\n<p>1928 wurde der Durchgang von der Sorge nach der Zeppelinstra\u00dfe (heute Rudolf-Diener-Stra\u00dfe) geschaffen. Dieser erm\u00f6glichte einen k\u00fcrzeren Weg zum Hauptbahnhof. Im demselben Jahr entstand hinter dem Geb\u00e4ude ein Lichtspielhaus f\u00fcr kinematografische Vorf\u00fchrungen \u2014 das Palast-Theater. Er\u00f6ffnet wurde dieses am 24. Januar 1928. Am 25. M\u00e4rz 1930 war &#8222;Die Melodie des Herzens&#8220; der erste in Gera gezeigte Tonfilm. Den Durchgang durch das Hintergeb\u00e4ude zierte der Wappenstein des abgebrochenen Bader-Tores, das am fr\u00fcheren Gymnasium stand. Seine letzte Vorstellung gab das Theater am 22. Februar 1998; genutzt wurde es danach bis zum 8. August 1998 vom &#8222;Comma Club&#8220; als Ersatz f\u00fcr das in der Sanierung befindliche Geb\u00e4ude Heinrichstra\u00dfe 47. Danach wurden die Geb\u00e4ude Sorge 9, Palast-Theater und Schlo\u00dfstra\u00dfe 10 abgerissen, wobei die Frontseite des Hauses Sorge 9 erhalten blieb. Dahinter errichtete man das Einkaufszentrum Amthorpassage. Die Grundsteinlegung war am 9. Juni 1999, die Er\u00f6ffnung am 13. April 2000. In der Passage befindet sich auch die historische Dampfmaschine, welche zuvor in der Talstra\u00dfe aufgestellt war. An der Hofseite des Neubaus wurden nun alle drei Wappensteine des ehemaligen Bader-Tores angebracht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Das Haus Sorge 9 hat eine interessante Geschichte vorzuweisen. Vom urspr\u00fcnglichen Geb\u00e4ude blieb allerdings nur die stra\u00dfenseitige Fassadenwand erhalten. Der Torbogen ist der Eingang zum Kaufhaus Amthorpassage. 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