{"id":7488,"date":"2019-06-14T14:48:53","date_gmt":"2019-06-14T12:48:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=7488"},"modified":"2019-06-14T14:48:55","modified_gmt":"2019-06-14T12:48:55","slug":"neue-toene-aus-den-tiefen-der-haeselburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2019\/06\/14\/neue-toene-aus-den-tiefen-der-haeselburg\/","title":{"rendered":"NEUE T\u00d6NE AUS DEN TIEFEN DER H\u00c4SELBURG"},"content":{"rendered":"\n<p>Aus den Tiefen der H\u00e4selburg dringen neue T\u00f6ne. W\u00e4hrend im einstigen Wannenbad eher Badeger\u00e4usche den Ton angaben, setzt jetzt Komponist und \u201eH\u00e4selburgherr\u201c Burkhard Schlothauer auf Zeitgen\u00f6ssische Musik. Zur Er\u00f6ffnung des neuen, etwa 160 Quadratmeter gro\u00dfen Multifunktionsraums der gewandelten Badestelle in der H\u00e4selburg fand am 12. Juni 2019 ein Konzert statt. Das Ensemble f\u00fcr Intuitive Musik Weimar (EFIM) leitete eine neue Konzertreihe ein: \u201eAbstract Music\u201c. Diese Reihe wiederum entstammt der Initiative \u201eOpen Music\u201c des Geraer Komponisten Burkhard Schlothauer. Er will damit wichtige Positionen abstrakter, experimenteller Musik aus Europa und Amerika hier in der Region und in Gera vorstellen. Er m\u00f6chte regionale und internationale K\u00fcnstler dabei zusammenf\u00fchren. Gest\u00fctzt wird das Projekt mit rund 20&#8217;000 Euro durch den Musikfonds Berlin.<\/p>\n\n\n\n<p>Oberb\u00fcrgermeister Julian Vonarb und seine Frau Jana geh\u00f6rten zu den G\u00e4sten des Abends. \u201eGeras neuer Groove in der Tiefparterre der H\u00e4selburg\u201c sei etwas sehr Besonderes f\u00fcr Gera, so der Oberb\u00fcrgermeister. In seinem Gru\u00dfwort zeigte er sich beeindruckt vom breit gef\u00e4cherten Engagement in der H\u00e4selburg durch die Mitwirkenden um Burkhard Schlothauer und Dr. Claudia Tittel. Die Sanierung gehe voran und mit Ausstellungen wie \u201eBauhaus-Lines\u201c bringe die Neue Galerie f\u00fcr Zeitgen\u00f6ssische Kunst kr\u00e4ftig Farbe ins Geraer Bauhausjahr.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>EIN BLICK AUF DIE HISTORIE DES ORTES<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die heutigen Geb\u00e4ude Florian-Geyer-Stra\u00dfe 17 bzw. Burgstra\u00dfe 3 entstanden in den Jahren 1899 bis 1900. Ihre roten Verblendklinkerfassaden verleihen dem Ensemble ein markantes Aussehen. Am 3. Juli 1900 wurde in der Harboustra\u00dfe, heute Haus Florian-Geyer-Stra\u00dfe 17, ein M\u00e4dchenheim er\u00f6ffnet \u2014 mit Wohnr\u00e4umen f\u00fcr alleinstehende oder arbeitslose M\u00e4dchen und Frauen sowie einer M\u00e4dchenbildungsschule. Eine Volksk\u00fcche und eine Volksbadeanstalt wurden ebenfalls eingerichtet. Nach dem Jahre 1945 nutzte der Rat der Stadt Gera die R\u00e4ume des Ensembles. Ab 1992 war dort das Umweltamt der Stadtverwaltung untergebracht.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Tafel, welche an der s\u00fcdlichen Giebelseite des Hauses in der Burgstra\u00dfe angebracht ist, erinnert an das Klotztor. Es war urspr\u00fcnglich das alte Ausfalltor der einstigen Burg der V\u00f6gte von Gera, die an der s\u00fcdwestlichen Ecke der Stadt, im Bereich der unteren Florian-Geyer-Stra\u00dfe (zuvor Harboustra\u00dfe), in die Stadtmauer mit eingebunden war. Seinen Namen verdankt das Klotztor der vor dem Tore am M\u00fchlgraben gelegenen Klotzm\u00fchle. Das Klotztor wurde im Jahre 1839 abgebrochen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Burg wurde wahrscheinlich im XII. Jahrhundert errichtet. Es k\u00f6nnte sich um eine Wasserburg mit Mauern, Eckt\u00fcrmen und Wallgraben gehandelt haben. Im Schutze der Burg entstand eine Siedlung, welche sp\u00e4ter nach Nordosten in Richtung der slawischen Siedlung Zschochern wuchs und sich zu einer Stadt weiterentwickelte. Im Jahre 1450 fiel die Burg dem S\u00e4chsischen Bruderkrieg zum Opfer. Noch im Jahre 1780 stand ein fester Turm der Anlage. 1892 wurde die Harboustra\u00dfe angelegt; sie f\u00fchrt noch heute als Florian-Geyer-Stra\u00dfe diagonal durch das einstige Burggrundst\u00fcck hindurch und endet seit 1980 vor der Stra\u00dfe Stadtgraben. Die letzte Reste der Burganlage wurden 1895 abgetragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Verh\u00e4ltnis zwischen Stadtburg und der einst oberhalb gelegenen sogenannten H\u00e4selburg ist nicht bekannt. Letztere diente wahrscheinlich dem Schutz der tiefergelegenen Wasserburg. Das Wort \u201eHaesel\u201c k\u00f6nnte auf das mittelhochdeutsche Wort \u201eheisel\u201c zur\u00fcckgehen, welches sich aus dem germanischen Wort \u201ehais\u201c f\u00fcr \u201edas Gehauene\u201c herleitet. Die Anf\u00fcgung \u201eel\u201c weist offenbar auf ein lichtes W\u00e4ldchen hin. Auch das Wort \u201ehegesal\u201c kann der Ursprung f\u00fcr \u201eHaesel\u201c sein. Es steht f\u00fcr \u201eFlechtwerk\u201c. Die Existenz einer H\u00e4selburg ist nicht zweifelsfrei belegt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Aus den Tiefen der H\u00e4selburg dringen neue T\u00f6ne. W\u00e4hrend im einstigen Wannenbad eher Badeger\u00e4usche den Ton angaben, setzt jetzt Komponist und \u201eH\u00e4selburgherr\u201c Burkhard Schlothauer auf Zeitgen\u00f6ssische Musik. 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