{"id":763,"date":"2017-05-17T21:36:22","date_gmt":"2017-05-17T19:36:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=763"},"modified":"2017-05-17T21:36:22","modified_gmt":"2017-05-17T19:36:22","slug":"abschied-auf-der-buehne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2017\/05\/17\/abschied-auf-der-buehne\/","title":{"rendered":"ABSCHIED AUF DER B\u00dcHNE"},"content":{"rendered":"<p>Am Ende der Spielzeit nach der letzten ausverkauften und mit stehenden Ovationen aller Zuschauer frenetisch gefeierten Vorstellung &#8222;Der Hauptmann von K\u00f6penick&#8220; am 16. Juni verabschiedete Schauspieldirektor Bernhard Stengele die Schauspieler Ulrich Milde und Ouelgo T\u00e9n\u00e9 auf der B\u00fchne in Gera. Er dankte dem erfahrenen Schauspieler f\u00fcr die gute Zusammenarbeit, von der er auch profitiert habe, und dem jungen Kollegen f\u00fcr die Innovation auf dem gemeinsamen Weg zum internationalen Theater in Altenburg und Gera. <\/p>\n<p>Zur letzten Vorstellung der Rockerette \u201eBarbarossa ausgeKYFFt&#8220; am 13. Juni 2017 folgt die Verabschiedung in Altenburg. Neben Ouelgo T\u00e9n\u00e9 und Ulrich Milde verlassen auch Anne Diemer, Christiane Nothofer, \u00d6yk\u00fc Oktay und Katerina Papandreou das Ensemble, werden in der kommenden Spielzeit aber als G\u00e4ste weiterhin auf den B\u00fchnen in Altenburg und Gera zu sehen sein. Ebenfalls verabschiedet sich der Schauspieldirektor Bernhard Stengele und \u00fcbergibt die Gesch\u00e4fte an seinen Nachfolger Manuel Kressin.<\/p>\n<p>Ouelgo T\u00e9n\u00e9, 1984 in Burkina Faso geboren, kam 2012 zu Theater &#038; Philharmonie Th\u00fcringen. Er folgte Schauspieldirektor Bernhard Stengele, der seine in W\u00fcrzburg begonnene Zusammenarbeit mit dem Theater in Ouagadougou hier fortsetzen wollte. In den afrikanischen M\u00e4rchen \u201eAyana Rabenschwester\u201c und \u201eDie Zaubertrommel\u201c zur Weihnachtszeit eroberte Ouelgo die Herzen nicht nur Tausender Kinder. Das jugendliche Publikum lernte ihn im Klassenzimmerst\u00fcck \u201eFreitag &#038; Robinson\u201c, das \u00fcber 150 Mal gespielt werden konnte, kennen und lieben. Seine anspruchsvollsten Rollen waren sicher der Puck in Shakespeares \u201eEin Sommernachtstraum\u201c, Eilif in Brechts \u201eMutter Courage\u201c, Talbot \/ La Hire in Schillers \u201eDie Jungfrau von Orleans\u201c und jetzt zuletzt Zuckmayers \u201eDer Hauptmann von K\u00f6penick\u201c. <\/p>\n<p>Ouelgo T\u00e9n\u00e9 lernte Tanz und Schauspiel in Ouagadougou u. a. bei Jo Stromgren und machte 2006 eine Fortbildung zum Clown in Belgien. In der Schweiz sammelte er Erfahrungen in der Musiktherapie. Nach mehreren Produktionen im Bereich des Kindertheaters mit der Kompanie \u201eLes merveilles du Burkina\u201c folgten Engagements in Burkina Faso und Belgien sowie Tournee-, Fernseh- und Filmauftritte. Ouelgo T\u00e9n\u00e9 spricht Moor\u00e9, Franz\u00f6sisch, Dioula und Deutsch.<\/p>\n<p>2009 hat er mit K\u00fcnstlerkollegen in Ouagadougou den Verein AADO gegr\u00fcndet, der Kindern eine vielseitige k\u00fcnstlerische Ausbildung erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Am Ende der Spielzeit verl\u00e4sst Ouelgo T\u00e9n\u00e9 das Theater in Ostth\u00fcringen auf der Suche nach neuen Herausforderungen. <\/p>\n<p>Eigentlich sollte der Willy Loman in Arthur Millers \u201eTod eines Handlungsreisenden\u201c 2014 so etwas wie eine Abschiedsrolle sein, aber erst jetzt ist es wirklich soweit. \u00dcber 40 Jahre hat Ulrich Milde auf der B\u00fchne gestanden, 1976 trat er sein Engagement in Gera an und hat in dieser Zeit nat\u00fcrlich unz\u00e4hlige Rolle gestaltet und sich als Regisseur besonders im Kinder- und Jugendtheater profiliert. 14 Inszenierungen zeigen seine Regiehandschrift, darunter das ganz besondere Projekt free@heart, in dem Darsteller mit einer Behinderung gemeinsam mit nichtbehinderten Musicaldarstellern, Schauspielern und Sch\u00fclern auf der B\u00fchne agierten.  In letzter Zeit konnte man ihn u.a. in der franz\u00f6sischen Kom\u00f6die als einen der \u201eZwei M\u00e4nner ganz nackt\u201c sehen und im Sommertheater \u201eSo machen\u2019s alle\u201c, das vom 4. Juni bis 2. Juli vor der B\u00fchne am Park aufgeschlagen wird, zieht er die F\u00e4den als Don Alfonso.<\/p>\n<p>Der geb\u00fcrtige Dresdner war nach dem Abitur zun\u00e4chst Studiomitarbeiter beim Rundfunk  in Dresden, nutzte dann die Chance, ein Regievolontariat am Staatsschauspiel Dresden zu absolvieren, bevor er Schauspiel an der Theaterhochschule Leipzig studierte. Als Schauspieler arbeitete Ulrich Milde nicht nur in Ostth\u00fcringen. Man konnte ihm auch in Weimar, Stendal, Nordhausen, Plauen und M\u00fcnster auf der B\u00fchne begegnen, einmal sogar beim Operettenfestival in M\u00f6rbisch.<\/p>\n<p>Neben der Weiterbildung am Regieinstitut Berlin absolvierte er ein sechsj\u00e4hriges Studium der Theaterwissenschaft an der Theaterhochschule\/Universit\u00e4t Leipzig. Die Arbeit als Regisseur f\u00fchrte ihn \u00fcber Deutschland hinaus bis nach Arnhem (Niederlande) und St. Gallen (Schweiz). Inszenierungen von ihm wurden mit Preisen bedacht.  Ulrich Milde ist Mitglied der Assitej, der Internationalen Vereinigung der Kinder- und Jugendtheater.<\/p>\n<p>(Bild und Text: Theater und Philharmonie Th\u00fcringen GmbH)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Am Ende der Spielzeit nach der letzten ausverkauften und mit stehenden Ovationen aller Zuschauer frenetisch gefeierten Vorstellung &#8222;Der Hauptmann von K\u00f6penick&#8220; am 16. 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