{"id":7692,"date":"2019-06-27T23:53:11","date_gmt":"2019-06-27T21:53:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=7692"},"modified":"2019-06-27T23:53:13","modified_gmt":"2019-06-27T21:53:13","slug":"liebschwitzer-fordern-massnahmen-gegen-schwammspinner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2019\/06\/27\/liebschwitzer-fordern-massnahmen-gegen-schwammspinner\/","title":{"rendered":"LIEBSCHWITZER FORDERN MASSNAHMEN GEGEN SCHWAMMSPINNER"},"content":{"rendered":"\n<p>In der Liebschwitzer Turnhalle informierte die Stadtverwaltung am 27. Juni 2019 die Einwohner des Ortes \u00fcber die Raupen-Situation und das weitere Vorgehen. Konrad Nickschick, Leiter des Fachdienstes Umwelt, hatte zusammen mit dem Zoologen des Naturkundemuseums, Ren\u00e9 K\u00f6hler, zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Anwesend war auch der Liebschwitzer Ortsteilb\u00fcrgermeister Christian Hollandmoritz. Etwa sechzig Betroffene der Raupenplage in Liebschwitz sowie interessierte G\u00e4ste vermittelten der Stadtverwaltung ihre Meinungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Zentrum stand die Forderung, eine zweite Raupenplage im kommenden Jahr zu vermeiden. Die Betroffenen beschrieben ihre Beeintr\u00e4chtigungen der letzten Wochen und den schmerzlichen Verlust vieler Gew\u00e4chse in ihren G\u00e4rten. Dies wiege nicht nur ideell schwer, sondern sei auch ein finanzieller Verlust \u2014 teilweise in Gr\u00f6\u00dfenordnungen. H\u00e4ufig wurde der Wunsch des Einsatz von Insektiziden genannt, um in kurzer Zeit schnelle Wirkungen zu erzielen.<\/p>\n\n\n\n<p>Konrad Nickschick \u00e4u\u00dferte Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die aus seiner Sicht nachvollziehbarn W\u00fcnsche und auch f\u00fcr die Frage, ob die Verwaltung Vers\u00e4umnisse einr\u00e4ume. Er schilderte die Aktivit\u00e4ten der Verwaltung und die Ergebnisse des Runden Tisches. Diesen hatte Oberb\u00fcrgermeister Julian Vonarb einberufen, um sich mit allen Beteiligten und Verantwortlichen zu einem koordinierten Vorgehen zu verst\u00e4ndigen. Am Runden Tisch hatten auch Vertreter des Forstamtes Weida als benachbarte Waldbesitzer, und des Th\u00fcringer Landesamtes f\u00fcr Landwirtschaft und l\u00e4ndlichen Raum, am 17. Juni 2019 teilgenommen. Die Fachleute zeigten darin Einigkeit, gegenw\u00e4rtig keine Insektizide einzusetzten. Selbst eine mechanische L\u00f6sung zur Entfernung der Raupen und Puppen halten Fachleute als alleinige L\u00f6sung f\u00fcr wenig erfolgversprechend. Beide Methoden seinen in der jetzigen Phase der Schwammspinner-Entwicklung wenig erfolgreich, um das Problem aus der Welt zu schaffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Informationsveranstaltung berichtete der Zoologe Ren\u00e9 K\u00f6hler von anderen Regionen in Deutschland und weltweit, bei denen die einmal begonnene Behandlung mit Insektiziden dazu f\u00fchrte, dass diese immer wieder eingesetzt werden mussten, um ein erneutes Ausbreiten der Raupen zu verhindern. K\u00f6hler verwies auf Belege, wonach sich zugelassene Insektizide nach mehrmaligem Einsatz als krebserregend erwiesen, woraufhin die Zulassung entzogen wurde. Zu dem Zeitpunkt h\u00e4tten aber bereits viele Menschen Schaden genommen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>DAS GEPLANTE VORGEHEN DES FACHDIENSTES UMWELT<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als Ad-hoc-Ma\u00dfnahme wird der Fachdienst Umwelt eine Handlungsempfehlung zum manuellen, mechanischen Entfernen der Raupen und Puppen ausarbeiten, sowie zum Umgang mit den im Herbst wahrnehmbaren Ei-Gelegen der Schmetterlinge. Aus diesen werden die Raupen der n\u00e4chsten Generation schl\u00fcpfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem wird der Fachdienst nocheinmal gemeinsam mit dem Ortsteilrat dar\u00fcber beraten, ob es weitere zus\u00e4tzliche M\u00fcllentsorgungen geben solle, und ob derzeit nocheinmal Bedarf an Fliegengittern zum Sichern der Fenster vor den bald schl\u00fcpfenden Schmetterlingen bestehe.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wird aufgrund dieser Ausnahmesituation an einer vereinfachten und zugleich rechtskonformen L\u00f6sung zum Umgang mit den abgestorbenen B\u00e4umen gearbeitet. Jedoch empfiehlt sich hier Geduld, denn die meisten Gew\u00e4chse werden sich erholen. Es wird sich erst im n\u00e4chsten Jahr sicher zeigen, welche B\u00e4ume abgestorben sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Fachdienstleiter wird ferner zu M\u00f6glichkeiten der Hilfe zum Entfernen der Puppennester an schwierig zug\u00e4nglichen Bereichen der H\u00e4user besonders betroffener Anlieger recherchieren. Die Verwaltung sei hier offen f\u00fcr alle Anliegen, die sich aus der gegenw\u00e4rtigen Entwicklung erg\u00e4ben.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu erreichen ist der Fachdienst Umwelt unter der Rufnummer 0365 8384200 sowie \u00fcber &#8222;umwelt@gera.de&#8220;. Mit dem Ortsteilb\u00fcrgermeister ist abgesprochen, dass \u00fcber den Ortsteilrat die Anliegen geb\u00fcndelt werden. Diese werden dann an die Beh\u00f6rden weitergeleitet.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Wir m\u00f6chten mit den kurzfristigen Ma\u00dfnahmen aktuelle akute Probleme lindern. Aber das Entscheidende f\u00fcr die Zukunft sind die langfristigen Ma\u00dfnahmen&#8220;, so Nickschick. Zudem bleibe die Verwaltung weiter eng im Gespr\u00e4ch mit dem Ortsteilrat und den B\u00fcrgern sowie dem Netz der Fachleute und den Verantwortlichen. Im Herbst werde \u00fcber das weitere Vorgehen entschieden werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Anhand der abgelegten Eier sei erst dann die Population der Folgegeneration erkennbar, und daraus k\u00f6nne dann der Handlungsbedarf abgeleitet werden. Nickschick versicherte: &#8222;Die verantwortlichen Stellen haben sehr wohl verstanden, dass die betroffenen Einwohner eine immense Last zu tragen haben und eine neuerliche Massenvermehrung des Schwammspinners verhindert werden muss.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>In der Liebschwitzer Turnhalle informierte die Stadtverwaltung am 27. 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