{"id":7789,"date":"2019-07-03T00:15:58","date_gmt":"2019-07-02T22:15:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=7789"},"modified":"2019-07-04T00:25:13","modified_gmt":"2019-07-03T22:25:13","slug":"vom-weltweit-zunehmenden-kfz-verkehr-und-den-folgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2019\/07\/03\/vom-weltweit-zunehmenden-kfz-verkehr-und-den-folgen\/","title":{"rendered":"VOM WELTWEIT ZUNEHMENDEN KFZ-VERKEHR UND DEN FOLGEN"},"content":{"rendered":"\n<p>\u00dcber Alternativen zu den aus Erd\u00f6l gewonnenen Kraftstoffen und dem Verbrennungsmotor wird nicht erst seit heute nachgedacht. Schon vor Jahrzehnten sah man Probleme, die der zunehmende KFZ-Verkehr mit sich bringen wird. Rund 350 Millionen verkehrst\u00fcchtige KFZ gab es 1981 weltweit. Eine Milliarde KFZ sollen es im Jahre 2010 gewesen sein und 1,8 Milliarden werden f\u00fcr das Jahr 2035 erwartet. Bereits in den 1980er Jahren erschien folgender Zeitungsartikel:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Erd\u00f6l ist in vielen L\u00e4ndern nicht nur dominanter Energietr\u00e4ger, sondern dar\u00fcber hinaus ein wertvoller Ausgangsstoff f\u00fcr die chemische Industrie, insbesondere f\u00fcr die Herstellung von Plasten und Kunstfasern. Der rapid zunehmende Energieverbrauch und die rasche Entwicklung der chemischen Industrie haben den Erd\u00f6lbedarf weltweit erh\u00f6ht. Die Erd\u00f6l-Weltmarktpreise haben sich vervielfacht.<br><\/p><p>Vergaser- und Dieselkraftstoffe f\u00fcr Verbrennungsmotoren werden fast ausschlie\u00dflich aus Erd\u00f6l gewonnen. Die gegenw\u00e4rtig auf den Stra\u00dfen der Welt fahrenden 350 Millionen Kraftfahrzeuge beanspruchen rund 20 bis 25 Prozent des gef\u00f6rderten Erd\u00f6ls. Die Zahl der Kraftfahrzeuge in der Welt w\u00e4chst j\u00e4hrlich um etwa 5 Prozent. H\u00e4lt dieses Wachstum an, w\u00fcrde sich bis zum Jahr 2000 der Kraftfahrzeugbestand verdoppeln, also auf 700 Millionen Kfz anwachsen \u2026 Daf\u00fcr aber kann keine gleicherma\u00dfen anwachsende Erd\u00f6lmenge bereitgestellt werden. Nicht zu rechnen ist damit, da\u00df der herk\u00f6mmliche Verbrennungsmotor in den n\u00e4chsten Jahren durch eine andere Antriebsquelle f\u00fcr Kraftfahrzeuge verdr\u00e4ngt werden wird. Selbst ein Elektroauto, dessen Motor ausreichend lange aus Akkumulatoren mit Strom versorgt werden kann, bleibt nicht ohne Probleme. F\u00fcr Batterien braucht man Blei in ziemlicher Menge. Und Blei ist \u00fcberall knapp in der Welt. Neue Stromspeicher gibt es zwar, aber deren massenhafter Einsatz ist in absehbarer Zeit nicht zu erwarten.<br><\/p><p>In einigen L\u00e4ndern S\u00fcdamerikas wird versucht, durch den Einsatz aus landwirtschaftlichen Produkten (z. B. Zuckerrohr) zus\u00e4tzlich gewonnenen Alkohols f\u00fcr Verbrennungsmotoren dem Erd\u00f6lmangel zu begegnen. Aber Produkte, die der menschlichen Ern\u00e4hrung dienen k\u00f6nnen, zu Kraftstoff f\u00fcr Fahrzeuge verarbeiten zu wollen, ist keine L\u00f6sung.<br><\/p><p>Also bleibt unser aller Motto: S p a r s a m fahren.<\/p><cite>\u201eTh\u00fcringer Neueste Nachrichten\u201d, Bezirkszeitung der National-Demokratischen Partei Deutschlands, 14. April 1981<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Was bedeutet diese Tendenz f\u00fcr den Bedarf an Energie? Aller Voraussicht nach wird er weiter steigen, und es ist zu erwarten, dass sich durch die vorangetriebene Elektromobilit\u00e4t die Umweltbelastung nur in andere Bereiche, au\u00dferhalb der breiten Wahrnehmung, verlagert. Das k\u00f6nnte erkl\u00e4ren, weshalb die Aufmerksamkeit der \u00d6ffentlichkeit gegenw\u00e4rtig auf das Klima gelenkt wird, und nicht mehr auf das gesamte Ausma\u00df der Belastung. Soll n\u00e4mlich die Luft sauber bleiben, wird der Boden wahrscheinlich st\u00e4rker von den Einwirkungen des Menschen betroffen sein: Es m\u00fcssen seltene Rohstoffe gef\u00f6rdert und Abfallstoffe, z. B. radioaktive Materialen von den Kraftwerken, welche die Elektrizit\u00e4t erzeugen, eingelagert werden. Anfang 2019 umfasste der zivile Kernkraftwerkspark der Welt nach Angaben des schweizerischen Nuklearforums 450 Reaktoren in 31 L\u00e4ndern. Die Kernkraft wird weltweit weiter ausgebaut. W\u00fcrde man \u00fcberall auf Windr\u00e4der, Sonnen- und Wasserkraft setzen, m\u00fcsste man bei einem steigenden Energiebedarf f\u00fcr Mobilit\u00e4t, autonomes Fahren und Vernetzung immer weitere Fl\u00e4chen der Natur in Beschlag nehmen und erheblich in die Landschaft eingreifen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu beachten ist au\u00dferdem, dass in puncto Mobilit\u00e4t in nicht all zu ferner Zeit eine neue Etappe der Entwicklung erreicht wird. Mehrere Hersteller, wie z. B. die chinesische Firma Geely, arbeiten bereits an Fortbewegungsmitteln wie Flugtaxis nach Bauart einer Flugdrohne und k\u00f6nnten den Weltmarkt demn\u00e4chst mit einem passablen Produkt \u00fcberraschen. Diese Ger\u00e4te werden dann erheblich mehr Energie als die heutigen Stra\u00dfen-KFZ ben\u00f6tigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>\u00dcber Alternativen zu den aus Erd\u00f6l gewonnenen Kraftstoffen und dem Verbrennungsmotor wird nicht erst seit heute nachgedacht. Schon vor Jahrzehnten sah man Probleme, die der zunehmende KFZ-Verkehr mit sich bringen wird. 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