{"id":8161,"date":"2019-08-10T12:37:53","date_gmt":"2019-08-10T10:37:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=8161"},"modified":"2019-08-10T12:40:15","modified_gmt":"2019-08-10T10:40:15","slug":"klimawandel-wenn-es-wider-erwarten-kaelter-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2019\/08\/10\/klimawandel-wenn-es-wider-erwarten-kaelter-wird\/","title":{"rendered":"KLIMAWANDEL \u2013 WENN ES WIDER ERWARTEN K\u00c4LTER WIRD"},"content":{"rendered":"\n<p>In den vergangenen Monaten wurde mit zunehmender Intensit\u00e4t vor einer drohenden \u00dcberw\u00e4rmung der Erde gewarnt, deren Grund das durch menschliche Aktivit\u00e4ten zus\u00e4tzlich freigesetzte Kohlenstoffdioxid sei. Wie stark der Einfluss dieses Gases ist, ausgedr\u00fcckt in Zahlen, dar\u00fcber sind sich die Wissenschaftler allerdings uneins.<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00f6glicherweise jedoch wird ab dem kommenden Jahr genau das Gegenteil geschehen \u2014 die Durchschnittstemperaturen gehen wieder zur\u00fcck. Voraussetzung f\u00fcr diese Annahme ist allerdings, dass man der Sonnenaktivit\u00e4t eine deutlich gr\u00f6\u00dfere Bedeutung beimisst, und dem zus\u00e4tzlich emittierten Kohlenstoffdioxid, verursacht durch die Aktivit\u00e4ten des Menschen, oder gar dem Methan, eine geringere.<\/p>\n\n\n\n<p>Derzeit ist die Sonnenfleckenrelativzahl (SESC Sunspot Number) verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig klein und erreicht ihr Minimum voraussichtlich im Jahre 2020. Dann m\u00fcsste, sollte die Sonne mit ihren schwankenden Strahlenemissionen tats\u00e4chlich die Temperaturkurve auf der Erde zu mindestens 70 % beeinflussen, unversehens die Abk\u00fchlung folgen. Einige Forscher prognostizieren, dass die Sonne bis etwa 2025 in einer Phase geringer Aktivit\u00e4t verbleibt, das n\u00e4chste Maximum recht schwach ausf\u00e4llt und dann weitere R\u00fcckg\u00e4nge zu verzeichnen sein werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass die letzten Sommer vor einer gr\u00f6\u00dferen Abk\u00fchlung ungew\u00f6hnlich warm sind, soll nichts ungew\u00f6hliches sein. Gegenw\u00e4rtig ist die Strahlenintensit\u00e4t der Sonne so gering wie seit etwa einhundert Jahren nicht mehr. Solche Minderungen in den Schw\u00e4chephasen beziehen sich vor allem auf die UV-Strahlenemissionen, welche um sch\u00e4tzungsweise bis zu 7 % zur\u00fcckgehen. Im sichtbaren Lichtbereich sind dagegen kaum \u00c4nderungen messbar, zumal da dieser sehr klein ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Politik k\u00f6nnte das, sofern man es dort in Betracht zieht und als relevant erachtet, unter Zeitdruck bringen. Der Klimawandel hin zu einer w\u00e4rmeren Welt w\u00fcrde sonst nicht mehr glaubhaft erscheinen. Andererseits scheut man sich wom\u00f6glich davor, eine Entscheidung zur Bepreisung des Kohlenstoffdioxides noch vor den im Herbst 2019 anstehenden Landtagswahlen zu treffen. Ist das anzunehmende kleine Zeitfenster allerdings verpasst, bliebe dann nur noch der sich abschw\u00e4chende Golfstrom als Begr\u00fcndung f\u00fcr die unerwartete Abk\u00fchlung \u2014 mit der Erkl\u00e4rung, dass abschmelzendes Eis die Meeresstr\u00f6mungen ver\u00e4ndert habe und dadurch keine warme Luft mehr nach Europa gelange. Oder man spricht gar nicht mehr von einer Erw\u00e4rmung, sondern verbindet den Klimawandel stattdessen mit zunehmenden Wetterextremen. Auch diesen Wechsel in der Argumentation d\u00fcrfte die unkritische Mehrheit nicht bemerken.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein sogenanntes Klimakabinett soll bis zum 20. September 2019 ein Ma\u00dfnahmenpaket f\u00fcr einen besseren Klimaschutz verabschieden. Eine Bepreisung des Kohlenstoffdioxides gilt als wahrscheinlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Als einfache Faustregel gilt: Weniger Sonnenflecken k\u00f6nnen zu niedrigeren Temperaturen auf der Erde f\u00fchren, und mehr f\u00fcr h\u00f6here. Die Anzahl und Gr\u00f6\u00dfe der Sonnenflecken sind das einfachste Ma\u00df f\u00fcr die Sonnenaktivit\u00e4t und von jedermann \u00fcberpr\u00fcfbar. Im Juni 2019 waren auf dem 152&#8217;000&#8217;000 Kilometer entfernten Stern nur an vier Tagen Sonnenflecken zu sehen. Diese hatten zudem nur eine geringe Ausdehnung. Au\u00dferdem gab es nur wenige Protuberanzen. In den nachfolgenden Zyklen soll die Aktivit\u00e4t noch weiter abnehmen. Die Dokumentation der Sonnezyklen begann im Jahre 1755.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.studiogera.de\/001_BILD\/ARTIKEL_052.jpg\" alt=\"Sonnenprojektion\" \/><figcaption>Mit einem Fernglas kann die Sonne auf ein wei\u00dfes Blatt Papier projiziert werden. Hierbei werden die Sonnenflecken, falls vorhanden, sichtbar.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Sonnenaktivit\u00e4t korelliere \u00fcber mehrere hundert Jahre in einem Elfjahreszyklus mit den Polareis-Ver\u00e4nderungen und der Temperaturkurve in der Arktis, und die Diagrammkurve der Sonnenfleckenrelativzahl (SESC Sunspot Number) gehe jener der Durchschnittstemperatur voraus, hei\u00dft es in \u00e4lteren Publikationen. Neuere zeigen dagegen eine \u00dcbereinstimmung mit dem Kohlenstoffdioxid-Aussto\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Es sind mehrere Sonnenzyklen bekannt; neben dem bereits erw\u00e4hnten elfj\u00e4hrigen Schwabe-Zyklus gibt es auch den 22-j\u00e4hrigen Hale-Zyklus sowie einen zweihundert Jahre w\u00e4hrenden Zyklus. Dieser endet voraussichtlich um das Jahr 2050. Das letzte Minimum im Schwabe-Zyklus war 2008 erreicht. Zwei Jahre sp\u00e4ter erlebte auch unsere Region einen ungew\u00f6hnlich schneereichen Winter, wie unsere Fotografie vom 9. Dezember 2010 zeigt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.studiogera.de\/001_BILD\/ARTIKEL_050.jpg\" alt=\"9. Dezember 2010\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Ein weiterer Winter dieser Art nach elf Jahren k\u00f6nnte den gro\u00dfen Einfluss der schwankenden Sonnenaktivit\u00e4t deutlich werden lassen. Ohne die beschriebenen Auswirkungen wird allerdings der Mensch als Einflussfaktor weiterhin im Fokus bleiben. Zur\u00fcckgreifend auf die allgemein bekannten Klimadaten stellt sich die Situation n\u00e4mlich wie folgt dar: Weltweit gesehen waren die letzten Jahre die w\u00e4rmsten seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen. Die gemeinsame Durchschnittstemperatur von Land und Meer lag mehrmals in Folge \u00fcber dem Durchschnittswert des 20. Jahrhunderts.<\/p>\n\n\n\n<p>Auff\u00e4llige Wetterereignisse aus mehreren Jahrhunderten sind unter anderem auf der Seite <a href=\"http:\/\/old.wetterzentrale.de\/cgi-bin\/wetterchronik\/home.pl\">http:\/\/old.wetterzentrale.de\/cgi-bin\/wetterchronik\/home.pl<\/a> (externe Weiterleitung; &#8222;wetterzentrale.de&#8220;, eine Marke der Str\u00f6er Media Deutschland GmbH) dokumentiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>In den vergangenen Monaten wurde mit zunehmender Intensit\u00e4t vor einer drohenden \u00dcberw\u00e4rmung der Erde gewarnt, deren Grund das durch menschliche Aktivit\u00e4ten zus\u00e4tzlich freigesetzte Kohlenstoffdioxid sei. 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