{"id":8653,"date":"2019-10-01T20:22:58","date_gmt":"2019-10-01T18:22:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=8653"},"modified":"2019-10-01T20:22:59","modified_gmt":"2019-10-01T18:22:59","slug":"bewerbung-als-europaeische-kulturhauptstadt-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2019\/10\/01\/bewerbung-als-europaeische-kulturhauptstadt-2025\/","title":{"rendered":"BEWERBUNG ALS EUROP\u00c4ISCHE KULTURHAUPTSTADT 2025"},"content":{"rendered":"\n<p>Am 30. September 2019 reichte die Stadt Gera die offizielle Bewerbung zur Erlangung des Titels \u201eKulturhauptstadt Europas 2025\u201c ein. Der Th\u00fcringer Minister f\u00fcr Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei, Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, sagte hierzu:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eIch begr\u00fc\u00dfe Geras Bewerbung als Europ\u00e4ische Kulturhauptstadt 2025! Als Th\u00fcringer Landesregierung dr\u00fccken wir die Daumen und haben in dieser Woche im Kabinett die finanzielle Unterst\u00fctzung festgelegt, falls Gera nominiert wird.\u201c<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die ostth\u00fcringische Stadt m\u00f6chte mit einem vielf\u00e4ltig neu zu entdeckenden kulturhistorischen Erbe und Ideen f\u00fcr das Heute und die Zukunft \u00fcberzeugen und einen neuen \u201eAufwind\u201c in der Region bewirken. Die Idee des europ\u00e4ischen Humanismus, der Weltoffenheit und Toleranz sind an wenigen Orten so eng verkn\u00fcpft mit \u00f6konomischem Fortschritt und Zukunftsfreude wie in Gera. Es gilt, ein neues Kapitel in der an vielen Kapiteln reichen Industrie-, Arbeiter- und Kulturstadt aufzuschlagen. \u201eGera 2025\u201c macht sich mit der Kulturhauptstadtbewerbung auf diesen Weg.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit kritischem Geschichtsbewusstsein, offener B\u00fcrgerbeteiligung und mit modellhaften Zukunftsprojekten stemmt sich Gera gegen das Klischee vom Niedergang der vermeintlich abgeh\u00e4ngten Provinz. \u201eDie &#8218;Gera-2025-Bewerbung&#8216; ist das Ergebnis eines auf vielf\u00e4ltigen Ebenen ausgetragenen Verst\u00e4ndigungsprozesses, der ideell bereits 2015 begonnen hat\u201c, reflektiert der leitende Kulturmanager Peter Baumgardt. \u201eGera 2025\u201c will den Austausch von Stadt und Region, zwischen Lebensorten, die neue Erlebnisse brauchen. Menschliche Beziehungen und ein Zusammenleben, das im Kleinen zeigt, wie ein gro\u00dfes Europa aussehen kann, sollen gef\u00f6rdert werden. Peter Baumgardt: \u201eDas bedeutet f\u00fcr uns die Europ\u00e4isierung der ei-genen Geschichte, der eigenen Gegenwart und der eigenen Zukunft in den Fokus <br>\nzu r\u00fccken.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Vorbereitung, Durchf\u00fchrung und Nachbereitung des Kulturhauptstadtprogramms ist von 2021 bis 2026 ein Budget in H\u00f6he von 38 Millionen Euro vorgesehen, das sich aus Mitteln der Stadt, des Freistaats Th\u00fcringen, des Bundes und aus weiteren Einnahmen zusammensetzen soll. \u201eGespr\u00e4che haben bereits stattgefunden. Die formellen Finanzierungsbeschl\u00fcsse sollen nach derzeitiger Planung w\u00e4hrend der zweiten Bewerbungsphase fallen, wenn wir also auf der \u201eShortlist\u201c stehen\u201c, erkl\u00e4rt Geras Oberb\u00fcrgermeister Julian Vonarb. \u201eDas Kabinett der Landesregierung hat sich bereits eindeutig pro Gera positioniert, was uns ganz besonders freut.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Vier geplante Programmschwerpunkte spiegeln diesen Anspruch wider und sollen das Kulturhauptstadtjahr 2025 kulturell und diskursiv pr\u00e4gen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Gera als Modell einer industriellen Transformationsregion<\/li><li>Gera als Modell einer kulturellen Region des Vielf\u00e4ltigen<\/li><li>Gera als Modell eines politischen Europas der Regionen<\/li><li>Gera als Modell eines f\u00fcrsorgenden Gemeinwesens und Stadt f\u00fcr die Jugend<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>\u201eGera 2025\u201c setzt auf proaktives Engagement. Es bietet einen Rahmen f\u00fcr die Teilhabe. Geplant ist, eine entsprechende Strategie zu entwickeln, bei der sich alles um Partizipation drehen wird und um direkte Auswirkungen auf das Alltagsleben aller Menschen. \u201eDie beste Art, Menschen zu mobilisieren, ist durch ihr aktives Engagement.\u201c, betont der Architekt Thomas Laubert als Initiator der Geraer Kulturhauptstadtbewerbung.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eGera als &#8218;Kulturhauptstadt Europas 2025&#8216; setzt ein Signal! F\u00fcr die Stadt, f\u00fcr die Region und f\u00fcr Europa: Die Menschen in Gera und der Region stehen f\u00fcr die eigene und europ\u00e4isch vielf\u00e4ltige Suche nach Identit\u00e4t inmitten einer immer globaler und vielf\u00e4ltiger werdenden Welt. Wie finden l\u00e4ndliche St\u00e4dte und Stadt-Land-Regionen ihre eigene Denk- und Handlungsweise im europ\u00e4ischen Projekt? Welche besonderen Lebensweisen, Gewohnheiten, Verhaltensweisen und Selbstentw\u00fcrfe k\u00f6nnen beispielhaft sein?\u201c, meint Oberb\u00fcrgermeister Vonarb.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Verbund mit den regionalen Partnern, mit Kulturinstitutionen, Kulturschaffenden und K\u00fcnstlern, Einwohnern aller Generationen und ihren Erfahrungen und ihrem generationellen Wissen m\u00f6chte Gera den Titel daf\u00fcr nutzen, zukunftsweisend diese Fragen zu beantworten. Dabei steht eine Frage ganz besonders im Vordergrund: Wie k\u00f6nnen gef\u00fchlte Tradition und ungewisse Zukunft in einem Europa der Regionen progressiv miteinander verbunden werden? \u201e&#8217;Gera 2025&#8242; ist das Projekt einer neuen Inspiration und will Europa eine neue Facette hinzuf\u00fcgen.\u201c, zeigt sich Dr. Claudia Tittel begeistert, die Vorsitzende der Lenkungsgruppe \u201eGera 2025\u201c und Kuratorin ist.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eGera 2025\u201c steht f\u00fcr die Idee der \u201ekooperierenden Region\u201c, wo Stadt und Land sich wechselseitig durchdringen. \u201eGera 2025\u201c steht f\u00fcr eine in die Zukunft weisende Auseinandersetzung mit den biografischen Erfahrungen vieler Ostdeutscher im Zuge der \u00f6konomischen Transformation nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 und wird einen offenen Diskussionsprozess f\u00f6rdern, der eingefahrene Gewissheiten aufbricht. \u201eGera 2025\u201c wird ein Programm gestalten, das sich aus der engen Kooperation der kulturellen und wissenschaftlichen Akteure, der Vereine und Einrichtungen in Stadt und Region entwickelt. \u201eGera 2025\u201c steht f\u00fcr neue Visionen, aber auch f\u00fcr eine Kultur des Machbaren. \u201eGera 2025\u201c steht f\u00fcr einen Aufwind in Stadt und Region, einen Aufwind f\u00fcr Europa.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor dem Hintergrund der pr\u00e4genden Geschichte der Region, die Wismut und der Uranbergbau, wird sich \u201eGera 2025\u201c in zeitgen\u00f6ssischen Projekten unterschiedlicher Formate der ungehemmten Ressourcenausbeutung auf der Welt und den Folgen f\u00fcr Menschen, Klima und Natur widmen. \u201eGera 2025\u201c steht damit f\u00fcr eine innovative Auseinandersetzung mit den Ressourcen, Rohstoffen und Materialien, die unsere nahe Zukunft pr\u00e4gen werden. Dabei geht es um eine besondere, von vergangener Lebenswirklichkeit gepr\u00e4gte Sensibilit\u00e4t gegen\u00fcber Klimaschutz und Umwelt- wie Friedenspolitik. Genau hier stehen Gera und das Thema Uranabbau im Brennpunkt. Denn die Brisanz der Themen Uranabbau und -nutzung auf der einen Seite, Renaturierung betroffener Bergbaugebiete und daraus resultierender Chancen wie bleibender Risiken andererseits haben nichts an Aktualit\u00e4t verloren. Wo, wenn nicht in Gera sollte man sich aufgefordert f\u00fchlen, den Abbau, die Nutzung, Gefahren und Probleme des Uranerzabbaus in einer europ\u00e4ischen und internationalen Dimension zu thematisieren.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Am 30. September 2019 reichte die Stadt Gera die offizielle Bewerbung zur Erlangung des Titels \u201eKulturhauptstadt Europas 2025\u201c ein. 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