{"id":9280,"date":"2019-11-13T03:11:14","date_gmt":"2019-11-13T02:11:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=9280"},"modified":"2019-11-13T03:20:26","modified_gmt":"2019-11-13T02:20:26","slug":"wie-kredite-und-sparguthaben-den-finalen-auftrieb-erzeugen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2019\/11\/13\/wie-kredite-und-sparguthaben-den-finalen-auftrieb-erzeugen\/","title":{"rendered":"WIE KREDITE UND SPARGUTHABEN DEN FINALEN AUFTRIEB ERZEUGEN"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Wenn Zinsen ein negatives Vorzeichen haben, verringern sich die Guthaben umso mehr, je l\u00e4nger sie aufbewahrt werden. Davon werden bald auch viele Sparer betroffen sein und ihr Geld entweder ausgeben oder in den Markt einbringen. Lesen Sie hierzu unsere Einsch\u00e4tzung!<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Geldpolitik der EZB soll bewirken, dass Gesch\u00e4ftsbanken ihr Kapital nicht auf den Konten der Zentralbank parken, sondern dieses den Unternehmen in Form von Krediten ausreichen. Gleichzeitig f\u00fchrt sie dazu, dass immer mehr Kleinsparer &#8222;umschichten&#8220; wollen, also mit dem Gedanken spielen, Aktien zu kaufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch hier ist h\u00f6chste Vorsicht geboten. Erfolgreich ist nur, wer seinen Blick \u00fcber lange Zeitr\u00e4ume richtet und die wirtschaftliche und finanzielle Gro\u00dfwetterlage kennt. Kleinanleger haben meistens nur einzelne Titel im Blick, nicht aber die Zyklen und m\u00f6gliche Kr\u00e4fteverschiebungen. \u00dcber die Medien sind sie leicht zu beeinflussen und steigen durch gezielt platzierte Artikel erst dann in den Markt ein, wenn der H\u00f6hepunkt unmittelbar bevorsteht ist und einflussreiche Anteilseigner ihre Papiere mit Gewinn verkaufen wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unmittelbar vor einer solchen Phase befinden wir uns gerade wieder. Die Gewinnwarnungen sind so hoch wie seit der letzten Finanzkrise nicht mehr, das Wirtschaftswachstum verlangsamt sich zusehends, und die Aussichten sind tr\u00fcbe. Auch die zunehmenden globalen Spannungen, die Militarisierung und die damit einhergehende Rhetorik k\u00f6nnen als Vorzeichen einer zu Ende gehenden Wirtschaftsperiode betrachtet werden. Wenn sogar in Deutschland das Milit\u00e4r wieder st\u00e4rker in das Licht der \u00d6ffentlichkeit ger\u00fcckt wird, und Kampfeins\u00e4tze zur Wahrung wirtschaftlicher Interessen kein Tabu mehr sind, deutet das nicht auf einen bevorstehenden Wohlstand hin. In vielerlei Hinsicht ist die Situation prek\u00e4r. Es gibt etliche sogenannte Zombieunternehmen und immer weniger Neugr\u00fcndungen. Die Steuern sind zu hoch, der Strom zu teuer; Akademiker wandern aus, w\u00e4hrend der Anteil gering qualifizierter Menschen w\u00e4chst und die Schulen kaum noch Lehrer gewinnen k\u00f6nnen. Schon lange wird von der Substanz im inneren gezehrt. Und mit Vollendung der Bankenunion kann das Verm\u00f6gen der Sparer auch zur Sicherung anderer Kreditinstitute herangezogen werden, wenn sie systemrelevant sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz bevorstehender Unbilden h\u00e4ufen sich die Empfehlungen, in Wertpapiere zu investieren. Das Geld d\u00fcrfe der Wirtschaft nicht vorenthalten werden, hei\u00dft es bisweilen sogar.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Indizes bewegen sich derzeit auf hohem Niveau, w\u00e4hrend die EZB mit un\u00fcblichen Mitteln einen Wachstumsr\u00fcckgang zu verhindern sucht. W\u00fcrden nun noch die Sparer ihr Geld in den Markt flie\u00dfen lassen, also f\u00fcr Wertpapiere, Immobilien oder den Konsum ausgeben, stiegen die Kurse noch einmal kr\u00e4ftig an \u2014 bis zur finalen \u00dcbertreibung. Zu rechnen ist auch mit Programmen zum Ausbau der Elektromobilit\u00e4t und Digitalisierung. All das w\u00fcrde die Wirtschaft zun\u00e4chst wieder lebendiger erscheinen lassen. <\/p>\n\n\n\n<p>Im Juli 1929, vier Monate vor dem gro\u00dfen Kursverfall, schrieb das US-Magazin \u201eForbes\u201d folgendes:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p> \u201eIn den letzten f\u00fcnf Jahren sind wir in eine neue industrielle \u00c4ra eingetreten. Unsere Industrie macht Fortschritte nicht in kleinen Spr\u00fcngen, sondern in heroischen Schritten.\u201d<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Es ger\u00e4t aus dem Blickfeld, dass die EU und deren Wirtschaft nur noch durch die immer extremer werdende Geldpolitik der EZB vor dem Niedergang bewahrt wird. F\u00fcr den n\u00e4chsten gro\u00dfen Wachstumsmarkt, die Digitalisierung mit Einsatz einer k\u00fcnstlichen Intelligenz, fehlen die Voraussetzungen \u2014 nicht nur in technischer Hinsicht. Enorme Datenmengen werden gesammelt, ausgewertet, f\u00fcr die Rationalisierung verschiedener Abl\u00e4ufe verwendet und weiterverkauft werden. Damit sich das durchsetzt und die Nebenwirkungen beherrschbar bleiben, w\u00e4re ein v\u00f6llig neues ideologisches Konzept n\u00f6tig, welches heute wohl nicht auf Zustimmung sto\u00dfen d\u00fcrfte. Die n\u00e4chste langfristige Wachstumsphase steht also noch nicht unmittelbar bevor. Vielmehr d\u00fcrfte die kommende Baisse mit einer gr\u00f6\u00dferen Marktbereinigung einhergehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn aber die breite Masse in den Markt einsteigt, wird sie sich zun\u00e4chst an schnell ansteigenden Kursen berauschen und vielleicht auch einen der neuen Kredite erhalten, bei denen man weniger als die erhaltene Summe zur\u00fcckzahlen muss. Doch sobald Gro\u00dfanleger und Spekulanten ihre Anteile abziehen und ihr Verm\u00f6gen sichern, werden die Kurse einbrechen. Es ist leicht zu erraten, dass selbiger Weg dem Kleinanleger versperrt bleiben wird, und bis dahin auch der Euro seine neue, zweiteilige Form angenommen hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Wenn Zinsen ein negatives Vorzeichen haben, verringern sich die Guthaben umso mehr, je l\u00e4nger sie aufbewahrt werden. 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