{"id":9445,"date":"2019-11-28T02:31:08","date_gmt":"2019-11-28T01:31:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=9445"},"modified":"2019-11-28T02:31:09","modified_gmt":"2019-11-28T01:31:09","slug":"hass-als-ressource-der-politischen-auseinandersetzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2019\/11\/28\/hass-als-ressource-der-politischen-auseinandersetzung\/","title":{"rendered":"HASS ALS RESSOURCE DER POLITISCHEN AUSEINANDERSETZUNG?"},"content":{"rendered":"\n<p>Als Hass wird in der Psychologie eine bedingungslos negative Beachtung verstanden. Seit einigen Jahren h\u00e4ufen sich Bekundungen dieser Art besonders in den sozialen Netzwerken. Nun soll st\u00e4rker dagegen vorgegangen werden. Gewiss werden das die meisten als notwendig erachten und meinen, der Hass werde so wieder verschwinden.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach den Ursachen wird nur ungern gesucht, und wenn, geht man nicht zu sehr in die Tiefe und deutet die Symptome einfach um. Schlie\u00dflich darf es nicht sein, dass noch mehr Menschen den eingeschlagenen Weg und daf\u00fcr bedeutende Entscheidungen in Frage stellen. Unerw\u00e4hnt bleibt auch, dass es die gro\u00dfen, namhaften Verlage und Anstalten manchmal sogar selbst sind, welche unsch\u00f6ne Kommentare provozieren. Anders als in ihren regul\u00e4ren Ausgaben und Sendungen heischen sie in den sozialen Netzwerken gern mit rei\u00dferischen \u00dcberschriften nach Aufmerksamkeit und geben ihre eigene Meinung so wieder, dass sie mehr zum Verurteilen denn zum Hinterfragen einer bestimmten Sache anregt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcbertreibungen und Sensationen gibt es, wohin man schaut, w\u00e4hrend der ohne Superlative gefasste Bericht immer seltener wird. Das Emotionale verdr\u00e4ngt zunehmend die Sachlichkeit. Journalisten, die es eigentlich besser wissen m\u00fcssten, wundern sich \u00fcber die heftigen Reaktionen und werfen den Nutzern dann noch mangelnde Medienkompetenz vor. Einige Schreiber f\u00fcr Zeitung und Rundfunk gehen inzwischen sogar noch weiter und stellen Hass als legitim in der Auseinandersetzung mit den Problemen unserer Zeit dar. \u201eWir m\u00fcssen wieder hassen lernen, und zwar zur Verteidigung des Individuums und der Freiheit\u201d, meint ein Autor und Redakteur im Sender Deutschlandfunk Kultur. Die liberale Gesellschaft sei nicht daran schuld, dass sich viele von ihr abwenden. Es ist von Hass als Ressource der politischen Auseinandersetzung die Rede, und von dem Buch \u201eMit Dolchen sprechen\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu finden ist der Beitrag unter \u201e<a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/umgang-mit-rassismus-hassen-ja-aber-das-richtige.1005.de.html?dram:article_id=462197\">https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/umgang-mit-rassismus-hassen-ja-aber-das-richtige.1005.de.html?dram:article_id=462197<\/a>\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig wird von der Allgemeinheit in zunehmenden Ma\u00dfe politische Korrektheit beim Formulieren eigener Meinungen verlangt. Im Grunde hei\u00dft das, mit Bezug auf die neuen gesellschaftlichen Paradigmen sollen bestimmte Terminologien verhindert werden. Da die Mehrheit jedoch nicht \u00fcber die notwendige Wortgewandtheit verf\u00fcgt, h\u00e4lt sie ihre Meinung entweder zur\u00fcck oder bekundet sie anonym auf harsche Weise. Es sind in der Regel Leute, aus deren Wahrnehmung heraus Dinge getan werden, die sie existenziell bedrohen k\u00f6nnen, und denen gegen\u00fcber als obsolet dargestellt wird, womit sie sich bislang identifiziert haben. Sie merken, dass mit glatten Worten \u00fcber sie hinweggegangen wird und sie kaum eine M\u00f6glichkeit haben, sich in einer Gesellschaft mit dagegenstehendem Paradigma zu halten.<\/p>\n\n\n\n<p>Wohin diese Entwicklung f\u00fchren wird, ist klar erkennbar. Sie scheint gewollt und ist viel zu weit fortgeschritten, um noch aufgehalten werden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>KOMMENTAR<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Als Hass wird in der Psychologie eine bedingungslos negative Beachtung verstanden. Seit einigen Jahren h\u00e4ufen sich Bekundungen dieser Art besonders in den sozialen Netzwerken. Nun soll st\u00e4rker dagegen vorgegangen werden. 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