{"id":9771,"date":"2019-12-21T02:33:47","date_gmt":"2019-12-21T01:33:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=9771"},"modified":"2019-12-21T02:33:49","modified_gmt":"2019-12-21T01:33:49","slug":"warum-sich-ueberwiegend-maenner-zu-wort-melden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2019\/12\/21\/warum-sich-ueberwiegend-maenner-zu-wort-melden\/","title":{"rendered":"WARUM SICH \u00dcBERWIEGEND M\u00c4NNER ZU WORT MELDEN"},"content":{"rendered":"\n<p>Dem Deutschlandfunk und einigen H\u00f6rern viel auf, dass sich sowohl in den eigenen Sendungen, aber auch in anderen Medien, vergleichsweise wenig Frauen zu Wort melden, wenn es darum geht, sich \u00fcber das ein oder andere Thema zu \u00e4u\u00dfern. Genau dar\u00fcber wurde in der j\u00fcngten Ausgabe von Mediasres gesprochen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine H\u00f6rerin meinte, dies liege an der Sozialisation. M\u00e4nner glaubten beispielsweise, dass f\u00fcr ihre zum Teil auch sehr spontane Meinung ein gro\u00dfes Publikum schon angemessen sei. Ein Herr aus T\u00fcbingen teilte mit, er habe als Gasth\u00f6rer am Ende einer Vorlesung festgestellt, dass sich in der anschlie\u00dfenden Fragerunde fast nur M\u00e4nner meldeten, obwohl das Auditorium zur H\u00e4lfte mit Frauen besetzt gewesen sei. Er meinte, Frauen seien zur Zur\u00fcckhaltung erzogen worden und trauten sich oftmals nicht. Diese Einsch\u00e4tzung teilte auch ein H\u00f6rer aus Berlin und erg\u00e4nzte, Frauen wollten Diskussionen tendenziell eher weiterbringen, um gemeinsame L\u00f6sungen zu finden, w\u00e4hrend M\u00e4nner diskutieren w\u00fcrden, um sich selbst zu produzieren. Er glaubt, Frauen differenzieren eher, und M\u00e4nner h\u00f6ren sich oftmals selbst gern reden. Andere vertreten die Ansicht, Frauen und M\u00e4nner h\u00e4tten unterschiedliche Interessen und seien doch nicht so gleich, wie es gern proklamiert werde. So k\u00f6nnte es sein, dass sich im Deutschlandfunk deshalb vorwiegend m\u00e4nnliche H\u00f6rer melden, wie dieses Geschlecht in der H\u00f6rerschaft st\u00e4rker vertreten sei. Eine weitere H\u00f6rerin merkte an, dass Frauen in reinen Frauengruppen sehr h\u00e4ufig auch dann in der m\u00e4nnlichen Form spr\u00e4chen, z. B. vom Fahrradfaher oder Lehrer, wenn sie andere Frauen damit meinten. Hier stimme das Selbstverst\u00e4ndis noch nicht, ist sie \u00fcberzeugt, und schlussfolgert, es sei noch ein langer Weg bis zur Partizipation. Eine H\u00f6rerin aus Dresden dagegen empfindet die Verwendung der m\u00e4nnlichen Form eines Wortes nicht als diskriminierend. Es sei f\u00fcr sie selbstverst\u00e4ndlich, dass die m\u00e4nnliche Form beide Geschlechter meine. Zudem \u00e4u\u00dferten sich M\u00e4nner eher sachlich; Frauen hingegen diskutieren eher emotional und k\u00e4men nicht auf den Punkt. Die nachfolgende Dame wiederum sah es genau andersherum und will bei ihrer T\u00e4tigkeit festgestellt haben, dass das von M\u00e4nnern Gesagte in der Praxis oftmals h\u00f6her gewichtet wird. M\u00e4nner seien geltungss\u00fcchtiger, aufbrausender, \u00e4u\u00dferten schneller ihre Meinung ohne nachzudenken, glaubte die anschlie\u00dfend zugeschaltete H\u00f6rerin und fuhr fort, Frauen seien eher zuh\u00f6rend, zur\u00fcckhaltend und z\u00f6gen es in Gespr\u00e4chsrunden vor, sich ersteinmal die anderen anzuh\u00f6ren. Auch \u00fcberlegten sie, wie sie ihre Meinung so darlegen k\u00f6nnten, dass niemanden beleidigt wird und das Gesagte gut formuliert sei. In einem Diskurs mit schnellem Wortwechsel k\u00e4men sie dann bei solchen \u00dcberlegungen nicht mehr zum Zuge.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Beitrag ist zu finden unter der Adresse &#8222;<a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/mediasres-im-dialog-warum-melden-sich-so-wenige-frauen-zu.2907.de.html?dram:article_id=466290\">https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/mediasres-im-dialog-warum-melden-sich-so-wenige-frauen-zu.2907.de.html?dram:article_id=466290<\/a>&#8222;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Dem Deutschlandfunk und einigen H\u00f6rern viel auf, dass sich sowohl in den eigenen Sendungen, aber auch in anderen Medien, vergleichsweise wenig Frauen zu Wort melden, wenn es darum geht, sich \u00fcber das ein oder andere <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2019\/12\/21\/warum-sich-ueberwiegend-maenner-zu-wort-melden\/\" title=\"WARUM SICH \u00dcBERWIEGEND M\u00c4NNER ZU WORT MELDEN\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[],"class_list":{"0":"post-9771","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","6":"category-medien"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9771","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9771"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9771\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9772,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9771\/revisions\/9772"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9771"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9771"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9771"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}