{"id":9971,"date":"2020-01-09T23:32:38","date_gmt":"2020-01-09T22:32:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=9971"},"modified":"2020-01-09T23:32:40","modified_gmt":"2020-01-09T22:32:40","slug":"mehrere-auffaelligkeiten-am-sternenhimmel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2020\/01\/09\/mehrere-auffaelligkeiten-am-sternenhimmel\/","title":{"rendered":"MEHRERE AUFF\u00c4LLIGKEITEN AM STERNENHIMMEL"},"content":{"rendered":"\n<p><em>In den Wissenschafts-Magazinen wird derzeit \u00fcber mehrere Auff\u00e4lligkeiten am Sternenhimmel berichtet, die den Forschern R\u00e4tsel aufgeben. Zum einen geht es um den markanten Stern Betelgeuse und seinen deutlichen Helligkeitsverlust, zum anderen um rund einhundert abgelichtete Sterne, die bislang nicht wiedergefunden werden konnten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Betelgeuse, zu finden im Sternbild Orion, leuchtet so schwach wie nie zuvor, seit Beginn der photoelektrischen Erfassung. Das stellten Forscher der Universit\u00e4t Villanova, USA, fest. In der Rangfolge der hellsten Sterne am Nachthimmel, fiel er von Platz sechs auf Platz 21. Die Abschw\u00e4chung der Leuchtkraft beschleunigte sich im Oktober 2019. Betelgeuse ist ein sogenannter ver\u00e4nderlicher Stern. Als solcher wechselt seine Leuchtkraft und Temperatur in bestimmten Zeitabst\u00e4nden. M\u00f6glicherweise \u00fcberlagern sich zwei Lichtzyklen, vermuten die Forscher. Ein Zyklus w\u00e4hrt im Mittel 425 Tage, ein anderer 5,9 Jahre. Wird der rund zehn Millionen Jahre alte Stern innerhalb der n\u00e4chsten Wochen nicht wieder heller, n\u00e4hert er sich m\u00f6glicherweise seinem Ende. Der Helligkeitsverlust k\u00f6nnte dann der Vorbote einer Supernova sein. Diese w\u00fcrde die Nacht auf der Erde deutlich erhellen. Betelgeuse ist neuesten Messungen zufolge 640 Lichtjahre von der Erde entfernt, wobei die Messtoleranz 150 Lichtjahre betr\u00e4gt. Der Durchmesser schwankt zwischen 580 Millionen und 960 Millionen Kilometern, was bedeutet, dass er bei seiner gr\u00f6\u00dften Ausdehnung fast den siebenhundertfachen Sonnendurchmesser erreicht. Weitere Vermutungen f\u00fcr den Helligkeitsverlust sind vorbeiziehende Staubmassen, magnetische Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten oder eine schwankende Dichte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die anderen Auff\u00e4lligkeiten betreffen den gesamten Sternenhimmel. Rund einhundert Lichtpunkte, die in den 1950er Jahren bei der Kartografierung des Sternenhimmels aufgenommen wurden, konnten bislang nicht wieder lokalisiert werden. Das ist das Ergebnis eines Vergleiches mit aktuellen Aufnahmen. Im Rahmen der Untersuchung wurden rund 600 Millionen Lichtpunkte mit einem automatisierten Verfahren in den Fokus genommen. F\u00fcr etwa 150&#8217;000 Lichtpunkte gab es auf den neueren Bildern an derselben Position keine Entsprechung. Bei den meisten handelt es sich um Sterne, die entweder ihre Position oder Helligkeit ver\u00e4ndert haben. Knapp 24&#8217;000 Lichtpunkte wurden n\u00e4her untersucht; von diesen waren einhundert tats\u00e4chlich nicht mehr auffindbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Erkl\u00e4rung hierf\u00fcr gibt es noch nicht. Auszuschlie\u00dfend ist, dass die Sterne den sichtbaren Bereich des Universums verlassen haben, ebenso Supernovae, schwarze L\u00f6cher oder Staubwolken und andere Objekte, welche die Sterne verdecken k\u00f6nnten. Ohnehin ist die Zeitspanne f\u00fcr die genannten m\u00f6glichen Entwicklungen viel zu kurz. Auch m\u00fcssten dann Reste bzw. Wellen im nicht sichbaren Spektrum feststellbar sein. M\u00f6glicherweise handelt es sich um ver\u00e4nderliche Sterne, deren Helligkeit in den letzten Jahrzehnten erheblich zur\u00fcckgegangen ist, oder die nur zum Zeitpunkt der Erfassung besonders hell waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese und \u00e4hnliche Funde sollen nun im Rahmen der Facharbeit \u201eThe Vanishing and Appearing Sources during a Century of Observations Project\u201d nun genauer untersucht werden. Besch\u00e4ftigt ist damit eine Arbeitsgruppe des \u201eNordic Institute for Theoretical Physics\u201d und des \u201eInstitut f\u00fcr Astrophysik der Kanarischen Inseln\u201d. Der gegenw\u00e4rtige Stand der Forschung wird im Fachmagazin \u201eThe Astronomical Journal\u201d ver\u00f6ffentlicht, welches im Netzwerk unter \u201e<a href=\"https:\/\/iopscience.iop.org\/article\/10.3847\/1538-3881\/ab570f\">https:\/\/iopscience.iop.org\/article\/10.3847\/1538-3881\/ab570f<\/a>\u201d zu finden ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Was die Erde anbetrifft, erreichte diese auf dem Weg um die Sonne am 5. Januar 2020 den Punkt der gr\u00f6\u00dften Sonnenn\u00e4he. Himmelsbeobachter k\u00f6nnen am 10. Januar eine Halbschattenfinsternis des Mondes sehen. Um 18.06 Uhr tritt der Mond in den Halbschatten der Erde ein. Der H\u00f6hepunkt ist um 20.10 Uhr, und um 22.14 Uhr endet sie. Der Merkur ist vom 6. bis 12. Februar und vom 15. Mai bis 14. Juni am Abendhimmel zu sehen. Die Venus zeigt sich dort bis Ende Mai. Am Morgenhimmel kann der Mars beobachtet werden. Dort wird auch ab Ende Januar der Jupiter zu sehen sein, und ab Ende Februar der Saturn.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>In den Wissenschafts-Magazinen wird derzeit \u00fcber mehrere Auff\u00e4lligkeiten am Sternenhimmel berichtet, die den Forschern R\u00e4tsel aufgeben. 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