Seit dem 1. Januar 2026 gilt für den zuvor auf 55 Euro pro Tonne festgelegten CO₂-Preis ein Preiskorridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne. Großhändler benötigen für den Verkauf fossiler Energieträger sogenannte Emissionszertifikate. Diese müssen sie bei der in Leipzig ansässigen Aktiengesellschaft „European Energy Exchange“ ersteigern. Ist die Nachfrage größer als das Angebot, werden weitere Zertifikate zu einem Preis von 68 Euro angeboten. Die Kosten für die Zertifikate gehen auf die Endverbraucher über.
Die Reduzierung der verfügbaren Zertifikate führt im Laufe der Zeit zu einer Verteuerung der fossilen Energieträger. Die Eingliederung von Benzin und Dieselkraftstoff in den europäischen Emissionshandel verschiebt sich um ein Jahr auf 2028. Der Preis wird dann ausschließlich durch Angebot und Nachfrage an der Energiebörse bestimmt; der Preiskorridor entfällt. Die EU-Kommission rechnet dann mit Versteigerungen im Bereich zwischen 48 bis 80 Euro pro Tonne. Ausschlaggebend für den Marktpreis werden unter anderem die Konjunktur und der Energieverbrauch sein, die Marktstabilitätsreserve und Preisstabilisierungsmaßnahmen. Klimaforscher halten Preise von 130 bis 350 Euro pro Tonne für notwendig. Das Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung erwartet eine Verteuerung um bis zu 200 Euro. Der Liter Benzin würde dadurch rund 60 Cent mehr kosten, das Heizen mit Gas jährlich etwa 1000 Euro mehr bei einem Verbrauch von rund 15’000 Kilowattstunden.
Die CO₂-Preiserhöhung im Jahr 2026 verteuert das Heizöl und die Fahrzeugkraftstoffe um etwa drei Cent pro Liter. Der Gaspreis steigt voraussichtlich um 0,3 Cent pro Kilowattstunde. Die Verbraucher sollen zur Abkehr von fossilen Energieträgern gebracht werden.

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