Die Welt steht vor einer Neuordnung der Einflusszonen. Angesichts drohender Wohlstandsverluste und fehlender Grundlagen für weiteres Wirtschaftswachstum nimmt der Expansionsdruck zu. Die USA, Russland und China schrecken dabei auch nicht vor militärischer Gewalt zurück. US-Präsident Trump bekräftigte seinen Anspruch auf Grönland und drohte Kolumbien. Zudem ist er an Kanada interessiert. Möglicherweise bereitet er auch einen Militärschlag gegen den Iran vor. Experten achten deshalb auch auf mögliche Auffälligkeiten in Griechenland, da es als logistischer Brückenkopf im östlichen Mittelmeer für einen möglichen Militärschlag gegen den Iran von Bedeutung wäre. Unlängst war der Luftraum über Griechenland vollständig gesperrt.
Venezuela ist für die USA vor allem wegen des Erdöls interessant. Im dortigen Boden lagern 303 Milliarden Barrel, und damit 17 % der weltweiten Ölreserven. Sie haben bei einem Preis von 57 US-Dollar pro Barrel einen Gesamtwert von 17,3 Billionen US-Dollar. Eine schnelle Förderung ist aufgrund der maroden Infrastruktur nicht möglich. Die zähflüssige, schwefelhaltige Masse wird als nicht hochwertig eingestuft und erfordert zusätzliche, kostenintensive Arbeitsschritte. Die Ölkonzerne müssten zunächst mehrere Milliarden US-Dollar in Venezuela investieren, hätten danach aber wesentlich mehr Einfluss auf die Preisgestaltung. Bis zu einer effizienten Förderung würden dann noch mehrere Jahre vergehen. Wegen der politisch instabilen Lage und viele Unsicherheiten handelt es sich hierbei um eine Risikoinvestition.
Grönland hat ebenfalls bedeutende Erdölvorkommen und ist wegen seiner Lage von großer strategischer Bedeutung. Jedoch halten sich in dessen Umgebung derzeit russische und chinesische Schiffe auf. Zudem müssten erst Ölförderanlagen errichtet werden, was ebenfalls massive Investitionen erfordert. Im Iran hingegen sind die Anlagen bereits vorhanden und in einem wesentlich besseren Zustand als in Venezuela. Das iranische Erdöl ist leichter, schwefelärmer, und damit höherwertiger. Unbestätigten Berichten zufolge sind die Schieferöl-Lagerstätten in den USA weniger ergiebig als offiziell angegeben. Die Förderung ist verhältnismäßig teuer, die Technik ausgereizt. Investitionen sind wegen des niedrigen Ölpreises nicht lohnenswert.

Kommentar hinterlassen