FREIHANDELSVERTRAG UNTERZEICHNET

Vertreter der 27 Mitgliedstaaten der EU stimmten am 9. Januar 2026 bei der Sitzung in Brüssel der geplanten Unterzeichnung des Freihandelsabkommens mit der südamerikanischen Wirtschaftsorganisation Mercosur mehrheitlich zu. Diese ist nun vollzogen. Ursula von der Leyen, Präsidentin der EU-Kommission, signierte die Verträge am 17. Januar 2026 in Paraguay. Die Zustimmung des Europäischen Parlamentes einerseits, und von Brasilien und Paraguay, Argentinien und Uruguay andererseits, steht noch aus.

Mercosur steht für Mercado Común del Sur/Gemeinsamer Markt des Südens. Durch das Freihandelsabkommen mit der EU sollen 90 % der Zölle entfallen. Die hiesige Automobil-, Bau-, Chemie und Pharma-Industrie kann ihre Produkte zu besseren Bedingungen exportieren und den Absatz steigern. Im Gegenzug können Rohstoffe und Produkte mit niedrigem Verarbeitungsgrad kostengünstig eingekauft werden. In Südamerika geht dies zu Lasten der dortigen Industrie, während in Europa kleine und mittlere Landwirtschaftsbetriebe mit schwerwiegenden Auswirkungen rechnen. Südamerikanische Unternehmen können Waren in den europäischen Markt einführen, für die europäische Landwirte bei gleicher Produktionsweise bestraft würden. Den Verbrauchern werden somit Nahrungsmittel angeboten, die außerhalb des Geltungsbereiches der eigenen Umwelt- und Tierhaltungsstandards produziert wurden. Die Verträge enthalten allerdings Mengenbegrenzungen.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*