Das dänische Nachrichtenportal „Politiken“ und die „Washington Post“ berichten von einer geplanten europäischen sozialen Plattform als Alternative zu „X“. Sie soll den Namen „W“ erhalten, die strengen EU-Datenschutzgesetze berücksichtigen, eine menschliche Verifizierung mittels Passbild verlangen und ein Medium gegen Falschinformationen sein. Das Projekt kommt der Forderung vieler EU-Parlamentarier entgegen, die über systematische Desinformation klagen, ein nachlassendes Vertrauen der Öffentlichkeit beobachten und die demokratische Entscheidungsfindung geschwächt sehen.
Die Plattform „W“ wurde am 19. Januar 2026 zur Eröffnung des Weltwirtschaftsforums vorgestellt. Das W, eine im Mittelalter entstandene Verdoppelung des Buchstabes V, steht für „Values“ und „Verified“, zu deutsch „Werte“ und „verifiziert“. Bei „W“ handelt es sich um einen Ableger von „We Don’t Have Time“, einer Medienplattform für Klimaschutzmaßnahmen. Beide Unternehmen haben ihren Sitz in Schweden. Es wird darauf gehofft, dass sich europäische Politiker künftig auf „W„ anstatt „X“ zu Wort melden.
„We Don’t Have Time“ beschreibt sich selbst als Bewegung und Tech-Startup, das die Macht der sozialen Medien nutzt, um Führungskräfte und Unternehmen für den Klimawandel zur Rechenschaft zu ziehen. Geschäftsführer ist Ingmar Rentzhog, der einst Greta Thunberg für die Klimabewegung profilierte.

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