Einer Umfrage zufolge sehen 61 % der Menschen in Donald Trump eine Bedrohung für Deutschland. Möglicherweise sind die meisten der Befragten auch der Meinung, ohne ihn würde wieder Ruhe einkehren und sich das Verhältnis zu Deutschland und Europa bessern. Davon ist allerdings nicht auszugehen. Denn die sich verschlechternden Lebensumstände in den USA, die wachsenden Existenzängste werden keinen Kandidaten an die Spitze befördern, der auf Dialog und gute Beziehungen setzt. Der Nachfolger wird also noch mehr als der bisherige Präsident eine Manifestation von Wut und Verzweiflung sein.
Zukunftsforscher gehen von einem sich ausweitenden inneren Konflikt in den USA aus, der zu Unruhen und vielleicht sogar zu einem Bürgerkrieg führt. Gleichzeitig wächst nach außen der Expansionsdruck und das Verlangen, im Kampf um den Spitzenplatz andere Volkswirtschaften von wichtigen Handelswegen abzuschneiden. Im weiteren Verlauf dieses Szenarios wenden sich die meisten anderen Staaten von den USA ab, weil sie als Bedrohung für den Weltfrieden angesehen werden. Es entstehen neue Bündnisse. Der überdehnte amerikanische Machtbereich zerfällt anschließend.
Aber auch bei einer Wahl der Demokraten würden die inneren Unruhen zunehmen, weil die “verlorene Mitte“ keine Stimme mehr erhält und die übrige Gesellschaft von einem Extrem in das andere umschlägt. In diesem Falle gäbe es eine deutliche politische Gegenbewegung nach links, ein entsprechend anderes Feindbild sowie eine Kriminalisierung von Meinungen, die der eigenen Ideologie entgegenstehen, mit der kämpferischen Einstellung, das Geschehene dürfe sich nicht wiederholen.

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