ANSTIEG DER EXPORTE UND LANGFRISTIGE TENDENZEN

Deutschland hat nach den Rückgängen in den Jahren 2023 und 2024 zuletzt wieder mehr Produkte ins Ausland verkauft. Im Dezember 2025 stiegen die Exporte im Vergleich zum Vormonat um 4 %, bezogen auf das Vorjahr um 1 %. Besonders stark erhöhten sich die Ausfuhren nach China und in die USA. Das Statistische Bundesamt meldet ein Wachstum von 10,7 % bzw. 8,9 % im Vergleich zum Vormonat. Angesichts der sich verändernden globalen Beziehungen ist allerdings unklar, ob es sich um ein Zwischenhoch oder eine Trendwende handelt. Deutschland ist um neue Handelsabkommen bemüht und hat selbst schwierige Standortbedingungen; die hiesige Wirtschaft wird mit Krediten angetrieben und wächst in ihrer Gesamtheit dennoch nicht wesentlich.

Die Bundesregierung will das jedoch ändern, was bedeutet, dass mehr produziert und verkauft werden muss. Um im globalen Wettbewerb gegenüber der Konkurrenz bestehen zu können, müssen die Waren entweder besser oder preisgünstiger sein. Aufgrund der hohen Energiepreise und Arbeitskosten ist die Produktion jedoch verhältnismäßig teuer. Innovationen, die einen technologischen Vorsprung ermöglichen, werden unwahrscheinlicher, wenn innovative Köpfe das Land verlassen und Menschen mit geringerer Qualifikation nachrücken, während das Bildungssystem überfordert ist.

Strategisch befindet sich Deutschland in einer schwierigen Situation: Die Energiepreise können nicht sinken, weil es die entsprechenden Verträge nicht mehr gibt. Hochqualifizierte Menschen aus anderen Ländern haben mehrheitlich kein Interesse an Deutschland, weil die Entfaltungsmöglichkeiten begrenzt sind. Nach dem kreditfinanzierten Rüstungswachstum bliebe mit sinkendem Bildungsniveau langfristig nur noch die Niedriglohn-Option.

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