MIGRATION BLEIBT RELEVANTES THEMA

Unter Befürwortern einer bunten Mischgesellschaft wächst die Skepsis.

Jeder zweite Bürger in Deutschland stimmt der Aussage zu, die Migration sei das größte Problem in Deutschland. Das Meinungsforschungsinstitut Insa hatte hierzu 2004 Personen im Zeitraum vom 16. bis 19. Januar 2026 befragt.

Unabhängig davon zeigen auch verschiedene Einzelbefragungen, dass die Zuwanderung nach wie vor viele Menschen in Deutschland bewegt. Oftmals wird ein Gefühl der Überfremdung formuliert. Das spiegelt sich auch im Wahlverhalten wieder. Parteien, die noch mehr Migration fordern, müssen mit Stimmverlusten rechnen. Wer von politischer Seite hingegen eine bedarfsabhängige Steuerung oder Begrenzung fordert, erhält häufig Zuspruch.

Sogar unter Befürwortern einer multikulturellen Gesellschaft wächst die Skepsis. An vielen Orten, die einst von Geburtenschwund und Leerstand geprägt waren, dominiert nun die arabische Kultur und Sprache. Es bildet sich ein eigener Lebenskosmos heraus, in dem die Wahrung der mitgebrachten Identität an Bedeutung gewinnt, je mehr die aufnehmende Gesellschaft ihre eigene verliert und sich zergliedert. Die Vision einer Mischgesellschaft, in der Menschen verschiedener Kulturen und Glaubensrichtung in Eintracht zusammenleben und sich dabei offen für andere Normen, Werte und Verhaltensweisen zeigen, erfüllt sich somit nicht.

Kritisiert wird zunehmend eine Betrachtung allein unter demografischen und wirtschaftlichen Aspekten. Die sozialen Funktionen einer Gesellschaft, grundlegende Prozesse, Strukturen und Mechanismen, die das Zusammenleben ermöglichen, Stabilität gewährleisten und den Fortbestand der Gemeinschaft sichern, würden nicht hinreichend berücksichtigt. Dadurch komme es nach der inneren Orientierungslosigkeit zur Anomie, was schließlich die Stabilität des Gesamtsystems gefährde.

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