Immobilienbesitzer reagieren erleichtert auf die geplante Reform des Gebäudeenergiegesetzes, weil sie es für falsch halten, dass Staat gewissermaßen in die Heizungskeller hineinregiert. Durch die Reform soll es beim Austausch der Heizung wieder mehr Entscheidungsfreiheit geben. Es entsteht das Gebäude-Modernisierungsgesetz. Bereits im Juli 2026 könnte es in Kraft treten. Immobilienbesitzer können weiterhin Öl- und Gasheizungen in ihre Häuser einbauen. Der Deutsche Mieterbund warnt, dass Vermieter mit der neuen Regelung weniger Anreize für den Einbau klimafreundlicher Heizungen erhalten. Dadurch könnten sich für Mieter die Kosten erhöhen.
Von besonderer Bedeutung ist der CO₂-Preis. Er wurde in Deutschland 2021 eingeführt, jedoch fehlt bis heute die dazugehörige Pro-Kopf-Rückerstattung. Die lenkende Wirkung entfällt somit; es entsteht eine zusätzliche finanzielle Belastung, die weiter steigen wird: Ab 2028 ist ein freier Marktpreis für den Handel mit Emissionszertifikaten geplant. Öl und Gas werden sich einerseits dadurch voraussichtlich stark verteuern, andererseits durch die erwartete höhere Nachfrage nach Energie in wenigen Jahren.
Werden die Klimaziele verfehlt, drohen zudem Strafzahlungen. Auch mit unbequemen Gerichtsentscheidungen ist zu rechnen. Umweltverbände könnten Klage einreichen, woraufhin die Regierung zu strengeren Maßnahmen gezwungen wird. Kritiker sprechen bereits seit längerem von einer drohenden Herrschaft der Gerichte und hinterfragen zunehmend sowohl die Besetzung als auch die Parteizugehörigkeit.

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