DIE ERZÄHLUNG VON DER BENACHTEILIGTEN FRAU

Während Frauen in Debatten um Gleichberechtigung eine hohe Aufmerksamkeit genießen, spielt die Sicht von Männern kaum eine Rolle. Durchgesetzt hat sich das Bild von einer benachteiligten Frau, die Familie und Beruf irgendwie unter einen Hut bringen muss, und einem sich kaum einbringendem Mann. Dabei fällt auf, dass das Wort „männlich“ in Geschlechterdebatten durchweg negativ konnotiert ist. Über die Zukunft heißt es hingegen, die sei weiblich. Die unterschiedliche emotionale Bewertung schwingt bei jeder Verwendung der Begriffe mit.

Die Medien tragen wesentlich zu diesem ungleichen Bild bei: Für sämtliche Mißstände in der Welt werden Männer verantwortlich gemacht, während Frauen stets die Opfer sind. Männliche Vorbilder darf es als solche nicht mehr geben; positive männliche Eigenschaften haben keinen Platz mehr in der modernen Welt, denn die Zukunft soll weiblich sein.

In der breiten Masse hat sich eine Vorstellung verfestigt, wonach Frauen die Hauptlast der Gesellschaft tragen, Kinder erziehen und gleichzeitig berufstätig sind. Über Männer wird gern erzählt, sie lassen sich zu Hause bedienen und leisten insgesamt einen geringeren Beitrag. Dabei erledigen sie zumeist die schwierigeren und riskanteren Arbeiten. Planungsbüros, Werkshallen und Baustellen liegen jedoch weit außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung. In der Statistik spiegelt sich die ungleiche Verteilung von Risiken jedoch deutlich wider. Etwa 70 % der meldepflichtigen Arbeitsunfälle ereignen sich bei Männern.

Ohne Männer wäre die Gesellschaft in vielerlei Hinsicht nicht überlebensfähig. Die angeblich höhere Belastung der Frau existiert in vielen Fällen nicht. Fast ein Drittel lebt allein; rund 20 % der Frauen in Deutschland haben keine eigenen Kinder. Die Zeiten der großen Familie, der aufwendigen Küchenarbeit und der anstrengenden Waschtage sind längst vorbei.

Die vorherrschenden Geschlechtersterstereotype bleiben erhalten, weil Frauen einen maßgeblich Einfluss darauf haben. Sie sind es, die für ein Fortbestehen des klassischen Bildes von Männlichkeit sorgen — einmal durch die Auswahl des Partners, dann durch die Erziehung. Männer ohne typisch männliche Eigenschaften haben das Nachsehen.

Fühlten sich Frauen wirklich benachteiligt oder unterdrückt, könnten sie ihren Kindern ein völlig neues Rollenverständis beibringen. Stattdessen geben sie der nächsten Generation die altbekannte Vorstellung von Mann und Frau weiter. Von ihren Söhnen erwarten Mütter beispielsweise, dass sie sich wie Männer verhalten. Wegen ihres hohen Anteils an der Erziehung bleiben die Rollenbilder auch dann bestehen, wenn Medien und Schulen etwas ganz anderes vermitteln.

In vielen Ehen hat sich zudem ein Matriarchat durchgesetzt. Männer müssen sich unterordnen, haben im Haus weniger Entscheidungsspielraum, werden abgewertet und teilweise sogar wie ein Haustier behandelt, das Schmutz verursacht. Der aufkommende Gynozentrismus sorgt dann dafür, dass Männer, die unter Problemfrauen leiden, kein Gehör finden. Das weibliche Erleben, die Perspektive und die Bedürfnisse der Frauen stehen immer im Mittelpunkt.

Der Mann wird auf vielfälige Weise ausgenutzt — vor allem in fester Bindung. Unter Frauen gibt es sehr viele Beziehungsopportunisten. Manche entscheiden sich nur deshalb für ein Kind, weil sie dem harten Arbeitsalltag entfliehen wollen, getragen vom Glauben, es dann einfacher zu haben. Andere lassen sich genau dann scheiden, wenn ihr Mann Haus und Hof fertiggestellt hat. Es wird eiskalt kalkuliert, etwas vorgetäuscht, und dann eine Entscheidung getroffen, wenn der materielle Gewinn am höchsten ist.

Doch mittlerweile werden die Männer vorsichtiger, lassen sich nicht mehr so leicht täuschen und sprechen in sozialen Netzwerken über ihre Erfahrungen. Wenn es um Gerechtigkeit geht, ist vor allem ein Umdenken bei der Frau nötig. Gleichberechtigung heißt auch, selbstkritisch darüber nachzudenken, wie Pflichten und Risiken in einer Gesellschaft verteilt sind, anstatt nur Ansprüche zu stellen.

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