TRÄGERIN DES DEUTSCHEN TANZPREISES KOMMT NACH GERA

Zu sehen ist Prof. Dr. Gabriele Brandstetter während der Verleihung des Deutschen Tanzpreises im Aalto-Theater Essen, gemeinsam mit Prof. Dr. Ralf Stabel (links) und Festivalleiter Norbert J. Skowronek. (Bild: privat)

Die Theater- und Tanzwissenschaftlerin Gabriele Brandstetter wird im Mai beim „Internationalen BallettFestival Gera26“ zu Gast sein. Die Trägerin des Deutschen Tanzpreises 2026 hat ihre Teilnahme an einem Forum zugesagt, das sich im Rahmen des Festivals mit der Tanzgeschichte Geras und der Zeit des tänzerischen Aufbruchs in den 1920er Jahren beschäftigt. Der Deutsche Tanzpreis wurde am 28. Februar im Aalto-Theater Essen verliehen.

Gabriele Brandstetter nimmt am Montag, den 18. Mai 2026, um 18 Uhr an der Veranstaltung „Tanz und Theater zu Zeiten von Yvonne Georgi“ in der Bühne am Park Gera teil. Gesprächspartner sind der Kulturamtsleiter der Stadt Gera Felix Eckerle sowie der Tanzhistoriker und Publizist Ralf Stabel. Die Moderation übernimmt der Festivalleiter Norbert J. Skowronek. Das Gespräch widmet sich der Entwicklung von Tanz und Theater in der Zeit der Weimarer Republik sowie der Rolle Geraer Tanzgeschichte im Kontext der deutschen Moderne.

Gabriele Brandstetter gilt als eine der prägenden Stimmen der internationalen Tanzwissenschaft. Sie lehrte viele Jahre als Professorin für Theater- und Tanzwissenschaft an der Freien Universität Berlin und hat mit zahlreichen Publikationen zur Theorie, Geschichte und Ästhetik des Tanzes beigetragen.

Das Internationale BallettFestival Gera26 findet vom 8. bis 21. Mai in Gera statt. Unter dem Motto „100 Jahre tänzerischer Aufbruch in Gera“ erinnert das Festival an die Spielzeit 1925/1926, in der die Tänzerin und Choreografin Yvonne Georgi erstmals eine Tanzgruppe am damaligen Reußischen Theater leitete. Die aus Leipzig stammende Georgi, eine Schülerin der Ausdruckstänzerin Mary Wigman, setzte in Gera wichtige Impulse für die Verbindung von Ausdrucks- und Bühnentanz und prägte damit die Entwicklung des Tanzes am Haus.

Zu den eingeladenen Compagnien zählen das Aalto Ballett Essen, das Boston Dance Theater, das Bundesjugendballett John Neumeier sowie Sasha Waltz & Guests. Gastgeber ist das Thüringer Staatsballett unter der Leitung von Ballettdirektor Vitaliy Petrov.

Das Thüringer Staatsballett eröffnet das Festival mit der Premiere des Ballettklassikers „Romeo und Julia“. Darüber hinaus stehen der Doppelabend „Jeu de Cartes/Pulcinella“ sowie eine Rekonstruktion von Georgis Choreografie „Glück, Tod und Traum“ aus dem Jahr 1954 auf dem Programm. Ergänzt wird das Festival durch Konzerte des Philharmonischen Orchesters Altenburg Gera, Filmvorführungen, Workshops, Gesprächsformate und eine Ausstellung in der Orangerie Gera mit dem Titel „Bravo Gera! – Ausstellung zu 100 Jahre tänzerischem Aufbruch in Gera“.

Die Veranstaltungen finden im Theater Gera sowie an weiteren Orten der Stadt Gera statt. Weitere Informationen zum Festivalprogramm sind unter „www.theater-altenburg-gera.de“ zu finden.

QUELLE: THEATER ALTENBURG GERA GGMBH

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*