MELDUNGEN DER STADTVERWALTUNG

Einst von den Pionieren des Geraer Standorts gebaut, wird der Poitoueselstall jetzt auch von den Pionieren instandgesetzt. (Bild: Stadtverwaltung/Steffen Weiß)

BUNDESWEHR HILFT IM TIERPARK

Das Sturmtief „Friederike“ hatte am 18. Januar 2018 immense Schäden im Tierpark angerichtet. Zahlreiche Bäume waren umgeknickt. Auch das Stallgebäude der Poitouesel war betroffen. Umstürzende Bäume hatten das Dach zu zwei Drittel zerstört. Eine komplette Reparatur war durch die Tierparkmitarbeiter nicht zu stemmen. Das Dach konnte nur notdürftig repariert werden.

Zu Fall kam damals nicht nur der Großteil des Daches. Auch ein an der Giebelseite angebrachtes Schild fiel den Tierparkmitarbeitern sprichwörtlich in die Hände. „Erbaut durch die Pioniere des Standortes Gera. 28. Juni 1991“, verkündet die Holztafel. In der Stadtverwaltung nahmen Bürgermeister Kurt Dannenberg und Konrad Nickschick, Fachdienstleiter Umwelt, dies zum Anlass, nachzufragen, ob das Panzerpionierbataillon 701 auch diesmal wieder helfen könnte. Seitens der Bundeswehr wurde die Idee geäußert, dass man den Wiederaufbau im Rahmen einer Ausbildung leisten könnte.

Sechs Wochen Planungsphase einschließlich Zustimmung der Industrie- und Handelskammer zu Ostthüringen gingen den Bauarbeiten voraus. Seit vergangenem Dienstag sind täglich etwa ein Dutzend Soldaten vor Ort. Stabsfeldwebel Heiko Wolf spricht von einem Gewinn nicht nur für den Tierpark: „Wir fahren ansonsten in unser Ausbildungszentrum nach Ingolstadt. Die Dinge, die wir dort zu Ausbildungszwecken bauen, werden im Nachhinein wieder abgerissen“. So freut es ihn umso mehr, gleich in der Nähe des eigenen Standortes im Rahmen der Ausbildung dem Tierpark helfen zu können.

Dachdecker, Metallbearbeiter, Holzbearbeiter, Klempner und Elektroinstallateure sanieren das 200 Quadratmeter große Dach des Stalls. Der alte Dachbelag musste entfernt werden, es erfolgte ein neuer Unter- und Oberbau, die Tragbretter mussten erneuert und Brettbinder ausgesteift werden. Komplettiert werden die Arbeiten mit entsprechender Dachklempnerei.

„Wir sind im Zeitplan. Wenn das Wetter mitspielt, sind wir Donnerstag fertig“, so der Stabsfeldwebel. Tierparkmitarbeiter wollen das einmal stehende Gerüst dann noch für Anstricharbeiten nutzen. Wenn dann innen alles gesäubert ist, können die Poitouesel und weitere Tierarten wieder einziehen.

Die dritte Kompanie des Panzerpionierbataillons 701 wurde 2014 aufgelöst. „Im Nachhinein wurde festgestellt, dass sie doch an diesem Standort fehlt. Im Januar wurde mit der Neugründung begonnen. Bislang haben wir ein Viertel der geplanten Stärke erreicht. Der Einsatz im örtlichen Tierpark ist unsere erste Ausbildung und eine hervorragende Aktion, die beiden Seiten etwas bringt. Der Stall bekommt ein neues Dach und unsere Gewerke werden bei Übung gehalten und auf den neuesten Stand bei den Materialien gebracht“, zieht Heiko Wolf Fazit.


SPENDE FÜR DEN TIERPARK

„Unseren Mitgliedern wollen wir moderne und lebenswerte Wohnqualität bieten. Dazu gehört auch, dass es in unserer Stadt auch weiterhin ein breites kulturelles Angebot geben wird.“ sagt Jana Höfer, Vorsteherin der Wohngenossenschaft „Neuer Weg“ eG und spricht damit ihren Mitstreitern aus dem Herzen. „Nach dem Unwetter Friedericke rückten die Geraer wieder zusammen und packen gemeinsam an. Als Genossenschaften in Gera möchten wir dieses natürlich unterstützen. Ganz im Sinne des Genossenschaftsgedanken ‚Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele.‘“ fährt Jana Höfer fort.

Gemeinsam spenden die Geraer Wohnungsbaugenossenschaften „Aufbau“, Union, „Glück Auf“ und „Neuer Weg“ – dem Tierpark 1000 Euro für die Erneuerung eines Eselhauses im Waldzoo Tierparkleiter Ulrich Fischer dankt den Geraer Wohnungsbaugenossenschaften (WIR-in-Gera.de) und plant nun den baldigen Beginn des Neubaus. Denn schon zum gemeinsamen WIR-Kinderfest am Sonntag, den 3. Juni 2018, von 11 Uhr bis 17 Uhr, sollen Fortschritte im Eselgehege sichtbar sein. Herzlich willkommen sind an diesem Tag alle Kinder zusammen mit Ihren Eltern, Onkeln, Tanten, Omas und Opas. Die Genossenschaften ermöglichen an diesem Tag Kindern im Alter bis 16 Jahren freien Eintritt.

Auf das große Familienfest freuen sich auch schon die Vorstände und Mitarbeiter der Genossenschaften. Das WIR-Kinderfest im Tierpark ist eines von vier gemeinsam organisierten Jahres-Highlights neben dem Familientag im KUK, der Genossenschaftsweihnacht, dem Fußballturnier der Kindergärten und der Auslobung des Genossenschaftspreises. In diesem Jahr feiern sie mit den Geraer Kindern und Familien zum fünften Mal den Aktionstag – mit vielen Partner-Vereinen und einem lebhaften Programm: Löwenfütterung (11.30 Uhr) Überraschungsmärchen der Ritter der Osterburg (11.45 Uhr), Franz der Knallfrosch (13.00, 14.30 Uhr), Humbuks Zaubertheater (13.45, 15.30 Uhr), Pony/Eselpflegezeit (14 Uhr), Affenfütterung (15 Uhr) und Tiertaufe (16 Uhr). Dazwischen locken „Alte Kinderspiele neu entdecken“, das Spielmobil, Bastelideen, das zahme Alpaka Lubo, Ponyreiten, zwei Hüpfburgen und Ballonfigurenkünstler Sven M.

Wer möchte, kann sein Glück am Glücksrad der Genossenschaften versuchen oder sein Wissen beim WIR-Kinder-Quiz unter Beweis stellen. Unter allen Quiz-Teilnehmern werden tolle Preise verlost: Familienjahreskarten, Kinderjahreskarten und einen Gutschein für einen Geburtstag mit der Familie und Freunden im Wert von 50 Euro im Geraer Waldzoo.


SENIORENGYMNASTIK

Jeden Donnerstag findet in der Begegnungsstätte der GWB „Elstertal“, Erich-Mühsam-Strasse 2, um 15 Uhr leichte Seniorengymnastik für die Altersgruppe über 70 Jahre statt. Die Übungen werden unter Anleitung im Sitzen und am Stuhl ausgeführt. Jeder Mann/Frau ist herzlich willkommen! Anmeldungen nimmt das Statteilbüro unter der Rufnummer 0365 5517804 entgegen.


BUCHGESPRÄCHE

Aufgrund der großen Nachfrage präsentiert Leo M. Kohl am Mittwoch, den 20. Juni, 19.30 Uhr, noch einmal sein Buch „Asperger – mein Leben zwischen Intelligenz und Gefühlsleben“ in der Bibliothek am Puschkinplatz. Der junge Geraer Asperger-Autist Leo M. Kohl erzählt über die Höhen und Tiefen, die er in den letzten achtzehn Jahren erlebt hat. Mit Humor beschreibt er seine chaotische Familie, seinen Werdegang in der Schule und zugleich die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. In seinem Buch, das er als Gebrauchsanweisung mit einer Mischung aus Tipps zur „Aufzucht und Hege“ zusammen mit vielen emotional geladenen Momenten bezeichnet, versucht er seine eigene Welt darzustellen. Dabei lässt er nicht nur Familienmitglieder sondern auch Freunde und ehemalige Mitschüler zu Wort kommen. Leo M. Kohl möchte zwischen normalen und andersdenkenden Menschen vermitteln sowie Betroffenen, Eltern und Pädagogen Mut machen und ihnen zeigen, dass diese Kinder nicht so kompliziert sind, wenn man lernt, mit ihnen umzugehen. Sein Buch bietet neben vielen interessanten Einblicken in das Gedankenchaos und die psychischen Problemen eines Aspis, aber auch fundierte Grundlagen zum Krankheitsbild. Auf Grund der begrenzten Platzkapazität ist eine Voranmeldung unbedingt erforderlich.

Ein Buchgespräch mit Andres Speit, dem Herausgeber des Buches „Reichsbürger – Die unterschätzte Gefahr“ findet am Mittwoch, den 6. Juni, 19.30 Uhr, in Kooperation mit der Landeszentrale für Politische Bildung statt. Als im Oktober 2016 im fränkischen Georgensgmünd ein Sondereinsatzkommando der Polizei in das Wohnhaus eines „Reichsbürgers“ eindringt, um dort gehortete Waffen zu beschlagnahmen, eröffnet dieser das Feuer und verletzt vier Beamte. Einer von ihnen stirbt. Der Schütze gehört zu jener Bewegung von Verschwörungsfanatikern, die die Bundesrepublik und ihre Gesetze für nicht existent erklären.
Mit den tödlichen Schüssen von Georgensgmünd änderte sich auch die Sichtweise der Sicherheitsbehörden auf dieses Spektrum. Nachdem man lange Zeit das Gefahrenpotential unterschätzt hatte und die „Reichsbürger“ als Spinner entpolitisierte, entwickelte sich nun eine breite öffentliche Debatte, in der ihre grundsätzliche Ablehnung der demokratischen Verfassungsordnung thematisiert werden konnte. Noch im November 2016 kündigte das Bundesamt für Verfassungsschutz eine umfassende Beobachtung der Szene an. Im Januar 2017 gab es das erste Mal Zahlen: Auf rund 10.000 Personen schätzte der Verfassungsschutz die Reichsbürgerszene insgesamt. Auch die Darstellung dieses Spektrums änderte sich und die hohe Gewaltbereitschaft der Szene wurde hervorgehoben. Das Bundeskriminalamt sprach über die Bereitschaft zur „äußersten Gewalt bis hin zu terroristischen Aktionen“. Wer sind diese „Reichsbürger“ und welche Gefahren gehen von ihnen aus? Welche Rolle spielen sie in der rechtsextremen Szene? Der ausgewiesene Rechtsextremismus-Experte Andreas Speit beleuchtet in dem neuen Sammelband zusammen mit zehn Fachleuten die verschiedenen Erscheinungsformen dieser heterogenen Szene. Sie analysieren deren Weltbild und beschreiben ihre zunehmend gefährlichen Aktivitäten.
Andreas Speit, Sozialökonom und Journalist, zählt zu den renommiertesten Kennern des Rechtsextremismus. Er war für das politische Feuilleton des Deutschlandfunks tätig und schreibt u. a. für die „taz“ sowie für den „Zeit“-Blog Störungsmelder. 2012 zeichnete ihn der Deutsche Journalisten-Verband mit dem Sonderpreis „Rechtsextremismus im Spiegel der Medien“ aus. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Mehr Informationen zur Bibliothek finden Sie unter www.biblio-gera.de.


VERKEHRSEINSCHRÄNKUNGEN AM 6. JUNI 2018

Aufgrund des Arcaden-Firmenlaufes am Mittwoch, 6. Juni, werden die Breitscheidstraße und die Reichsstraße zwischen De-Smit-Straße und Stadtgraben in der Zeit von 17.30 Uhr bis 21 Uhr für den Fahrverkehr voll gesperrt. Die Umleitung erfolgt über die De-Smit-Straße, Hainstraße, Talstraße, Erfurtstraße. Während dieser Zeit sind die Burgstraße, die Dr. Eckener-Straße und der Steinweg ebenfalls für den Fahrverkehr gesperrt. Damit ist die Ein- und Ausfahrt aus dem Parkhaus Zentrum sowie aus dem Bereich Hinter der Mauer nicht möglich. In den Bereichen der Fußgängerzone ist aufgrund des Laufes der Lieferverkehr zwischen 18.30 Uhr und 20 Uhr ebenfalls eingeschränkt. Die Stadt bittet alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis und Beachtung dieser Verkehrsregelungen.


SOMMERBEPFLANZUNG IM KÜCHENGARTEN

Voller Freude über das Engagement des BUGA-Fördervereins ist Herbert Zölsmann, Geschäftsführer der Gera-Kultur GmbH. Der Förderverein wurde bereits voriges Jahr gefragt, ob er sich an der Sommerbepflanzung des Küchengartens beteiligen möchte. Die positive Entscheidung ließ nicht lang auf sich warten, schließlich mussten die hierfür notwendigen 5000 Pflanzen bereits im Herbst bestellt werden.

Seit gestern sind sie in der Erde. 15 Sorten von der Dahlie über Salbei bis zu Knollenbegonien wurden teils Ton in Ton und auf weiteren Beeten kontrastreich von Mitarbeitern der Gera-Kultur GmbH mit Unterstützung der Lebenshilfe Grünanlagen + Service gGmbH gepflanzt. Die Kosten für die Pflanzen in Höhe von 3300 Euro hat der BUGA-Förderverein übernommen.

Dabei sorgt der Förderverein nicht nur für einen farbenfrohen Küchengarten. Ebenso werden die Cuba-, die Heinrichs- und die Untermhäuser Brücke, die Sorge und weitere zentrale Stellen in der Stadt begrünt. „Wer das Projekt unterstützen möchte, kann per Spende unter dem Motto „Sommergrün“ helfen, Spendenkonto: DE72 8305 0000 0000 6320 07, Sparkasse Gera-Greiz. Auch Gärtnereien können sich mit Pflanzenspenden beteiligen“, ruft Tobias Friedrich, Vorsitzender des BUGA-Fördervereins, auf.

Dass die Geraer viel Freude an den wechselnden Bepflanzungen im Küchengarten und dem Hofwiesenpark haben, wissen Kathy Deutscher von der Gera-Kultur GmbH und Monika Kötter von der Lebenshilfe Grünanlagen + Service gGmbH. Bereits während der Pflanzarbeiten bekunden die Parkbesucher ihr Interesse. Und die Abwechslung der Bepflanzung sorge immer wieder für Spannung, so werde jeder Geschmack bedient. Insgesamt kommen in diesen Tagen im Küchengarten und Hofwiesenpark 15 000 Blumenpflanzen im Wert von rund 10 000 Euro in die Erde.


BALLETTWETTBEWERB

Rashmi Torres erhielt Gold- und Silbermedaillen und den Preis „ Bestes Nachwuchstalent“ beim 11. Internationalen Tanz- und Ballettwettbewerb „Applaus“ in Fürth. Am 19. Mai 2018 stellte sich die fünfzehnjährige Rashmi Torres, Schülerin der Ballettabteilung der Musikschule „Heinrich Schütz“, wiederholt den Herausforderungen der Teilnahme an einem internationalen Ballettwettbewerbes. Rashmi tanzte zwei Duette mit Noa Amann vom Tanzstudio Pilates & Ballett Hof. Dabei konnten die beiden Tänzer erste und zweite Platz und die Höchstpunktzahl von 160 Punkten erreichen. Für ihr klassisches Solo „Coppelia“ erhielt Rashmi große Anerkennung mit dem zweiten Platz.
Die zusätzliche Verleihung des Titels „Bestes Nachwuchstalent“ ist für Rashmi eine ganz besonders schöne Anerkennung. Viele ausgezeichnete junge Tänzer- und Tänzerinnen aus Russland, Schweiz, Österreich, Türkei und Deutschland waren beteiligt. Ihre Ballettlehrer Elvira und Igor Irmatov sind ebenfalls hocherfreut über Rashmis Leistungen und den mehrfachen Auszeichnungen bei internationalen Wettbewerben in diesem Schuljahr.


GESCHICHTLICHER BILDVORTRAG

Zu einem Bildvortrag mit Wilfried Martin zum Thema „Die 700-Jahr-Feier der Stadt Gera im August 1937“ lädt das Stadtmuseum Gera am Donnerstag, den 31. Mai, 14 Uhr, ein. Im Jahre 1937, auf dem Höhepunkt nationalsozialistischer Herrschaft, feierte Gera den 700. Jahrestag seiner Ersterwähnung als Stadt. In Gera wurde damit erstmals ein solches Jubiläum in Form eines großen Stadtfestes begangen. Wilfried Martin, der Vorsitzende des Museumsfördervereins, hat sich dieses Themas angenommen und stellt es am Donnerstag vor. Erläutert werden die politische und wirtschaftliche Situation Geras, die Zielsetzung sowie die organisatorische Vorbereitung der Festwoche. An ausgewählten Beispielen wird der Ablauf einzelner Festtage und des Festumzuges dargestellt. Unter anderem erfahren die Zuhörer auch, welche Rolle bekannte Geraer Persönlichkeiten wie Otto Dix, der Stadtarchivar E. P. Kretschmer, der Geologie-Professor Hundt und Erbprinz Heinrich XLV. Reuß jüngerer Linie in diesem Zusammenhang spielten.

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