Die Stadt- und Regionalbibliothek Gera zeigt in ihrer gegenwärtigen Ausstellung 53 Zeichnungen von Joachim Bauer, die ausschließlich mit Bleistiften verschiedener Härtegrade entstanden sind. Alle Arbeiten sind kleinformatig, meist zwischen 20 mal 15 Zentimeter und 15 mal zehn Zentimeter. Sie zeigen Kulturstätten abseits der Touristen-Hotspots in vielen Ländern, vor allem aber in Asien, Wolkengebilde unterschiedlicher Ausprägung, Küstenlandschaften und Impressionen von Hochgebirgswanderungen, zum Beispiel im Himalaja. Grundlage seiner Zeichnungen sind meist Fotografien, die er auf die wesentlichen Aussagen abstrahiere oder ergänze, sagt Joachim Bauer. Und er fügt hinzu:
„Beim Zeichnen entsteht in mir eine Wiederbelebung und Verinnerlichung der vor Ort erfahrenen Eindrücke.“
Der 1942 geborene, gelernte Werkzeugmacher, studierte an der Pädagogischen Hochschule in Dresden Mathematik und Geografie, arbeitete dann ab 1968 als Lehrer und war von 1991 bis zu seiner Pensionierung Leiter des Dörffel-Gymnasiums Weida. Schon von Kindheit an hatte Joachim Bauer gern und viel gezeichnet. Aber erst nach der Pensionierung widmete er sich intensiv der kleinformatigen Zeichnung in Bleistifttechnik. Seine Motivation schöpft der Autodidakt aus dem Interesse an Natur und historischen Bauwerken, an unscheinbaren Dingen, wie Gesteinsaufschlüsse, verwundete Bäume, Landschaften und Wolken. Kunst, Literatur, Reisen, Wandern und Radfahren zählen außerdem zu seinen Hobbys. 2016 veröffentlichte er einen „Wanderführers für Gera und Umgebung“. Zahlreiche individuelle Rucksackreisen gemeinsam mit seiner Ehefrau führten ihn ab 1991 nach Indien, Nepal, Indonesien, Iran, Thailand, Myanmar, Malaysia, Vietnam, Kambodscha, Laos, Äthiopien, Ecuador, Costa Rica, Nicaragua und weitere, auch europäische, Länder. Joachim Bauer arbeitete 30 Jahre im Vorstand des Arbeitskreises Kunst und Kultur Kloster Mildenfurth und sieben Jahre im Vorstand des Kunstvereins Gera, engagierte sich zehn Jahre bei den „Kontinuierlichen“.
In der Geraer Bibliothek präsentiert Joachim Bauer nun zum ersten Mal seine Zeichnungen einer größeren Öffentlichkeit. Zu sehen ist die Ausstellung bis 28. Februar 2026 zu den Öffnungszeiten. Der Eintritt ist frei.
QUELLE: STADTVERWALTUNG

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