„DIGITALER ELTERNABEND“ FÜR STRATEGISCHE MEDIENBILDUNG

In der Runde diskutierten Dr. Ronny Krug als Leiter des Radio SRB, Catrin Heinrich als Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gera, Katharina Schenk vom Thüringer Ministerin für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie, Angelika Bohn als Journalistin und Moderatorin, Jochen Fasco als Direktor Thüringer Landesmedienanstalt, Claudia Steinhäußer als Pressesprecherin der Stadtverwaltung, Andrea Bätzig als Koordinatorin der Fachstelle, und der freie Medienpädagoge Silvio Müller. (Bild: Niklas König)

Die Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) und die Fachstelle für strategische Medienbildung präsentieren ein innovatives Format: den „Digitalen Elternabend“ — eine Live-Stream-Veranstaltung für Eltern und Interessierte, die künftig regelmäßig online stattfindet und auch nachträglich im Netz abrufbar ist. Dieses Angebot soll den sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien stärken und praktische Hilfen für Familien geben.

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gera, Catrin Heinrich, besuchte zum Auftakt diese Veranstaltung und formulierte ihr Anliegen:

„Internet und Digitales sollen bereichern und nützen. Leider schaden sie auch, wie durch Cybermobbing, digitales Stalking und Diskriminierungen im Netz. Der Elternabend hilft zum Schutz auch vor digitaler Gewalt.“

Sie dankte den und den Diskutanten mit Thüringens Familien-, Gesundheits- und Arbeitsministerin Katharina Schenk, TLM-Direktor Jochen Fasco sowie den Medienpädagogen der Fachstelle und weiterer Institutionen für den Impuls aus und für Gera und Thüringen. „Das war ein nützlicher Austausch und ohne erhobenen Zeigefinder, dafür mit Komfort für digital Zugeschaltete — sie konnten bequem online dabei sein“, so Heinrich. Sie rät zu Medien-Bildungs-Zeit für Erwachsene, auch zusammen mit Kindern, zum Schutz vor Gewalt.

Der erste digitale Elternabend am Safer-Internet-Day fokussierte folgende zentrale Themen:

  • Verantwortung in der digitalen Welt: Gemeinsame Verantwortung von Politik, Behörden, Plattformbetreibern, Schulen und Eltern für sichere Online-Erfahrungen
  • Medienkompetenz als Schlüsselkompetenz: Wie Eltern ihre Kinder im kritischen Umgang mit digitalen Medien stärken können.
  • Regulierung und Verbraucherschutz: Notwendigkeit klarer Rahmenbedingungen für soziale Plattformen und KI-Systeme.
  • Datenschutz und KI-Systeme: Hinweise auf datenschutzkonforme Alternativen, z. B. Mistral aus Frankreich, im Vergleich zu Anbietern wie Meta AI.
  • Selbstfürsorge und Medienpause: Tipps für Eltern, regelmäßig „Detox-Tage“ einzulegen und die eigene Mediennutzung zu reflektieren
  • Medienbildung in Schule und Familie: Frühzeitige Vermittlung von Medienkompetenz und aktive Elternbeteiligung.

Transparente Bürgerinformation im Zeitalter von Falschnachrichten
Anlässlich dieser Themen engagiert sich die Stadt Gera ebenfalls für einen sicheren, verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien. Die Pressesprecherin der Stadt, Frau Claudia Steinhäußer, begleitete den Auftakt des digitalen Elternabend, um das Bewusstsein für “Fake News“, Transparenz in der Behördenarbeit und den verantwortungsvollen Einsatz moderner Kommunikationskanäle zu fokussieren:

„In einer Zeit, in der Informationen im Netz im Sekundentakt verbreitet werden, ist es wichtiger denn je, Fakten von Fiktion zu unterscheiden. Gerade für Eltern und Kinder ist es entscheidend zu wissen, wie sie echte von gefälschten Nachrichten unterscheiden können. Wir wollen aufklären, wie man Quellen überprüft und worauf man bei vermeintlichen Nachrichten achten sollte.“

Eltern können die Echtheit von Informationen aus der Stadtverwaltung durch offizielle Kanäle prüfen. Die Webseite, die Social-Media-Profile der Stadt Gera und direkte Ansprechpartner seien stets verifiziert, erklärte die Pressesprecherin weiter und fügte an:

„Wir empfehlen, bei Unsicherheiten Kontakt mit unseren offiziellen Stellen aufzunehmen und auf Quellenangaben zu achten.“

Prominente Diskussionsteilnehmer
Unter den Gästen und Referenten waren u. a. Katharina Schenk, Jochen Fasco und Andrea Bätzig. Katharina Schenk, Thüringer Ministerin für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie, meint, Familien sollten sich den „Dopaminkick nicht nur über soziale Medien“ holen. Es sollte immer auch noch andere Dinge im Leben geben, die Freude bereiten und zu einem gesunden Wohlbefinden weg vom Bildschirm beitragen. Jochen Fasco, Direktor der Thüringer Landesmedienanstalt, ist überzeugt, Medien und KI verstehen lernen bedeute auch, zu fragen man traue und wo man etwas nachlese. Sonst könne es sein, dass man am Ende nicht mehr nur Kunde, sondern das Essen auf dem Tisch der großen Anbieter von KI und Social-Media sei. Europa sollte diesen auch klar machen, dass sie den europäischen Regeln folgen müssen, wenn sie ihre Produkte hier verkaufen wollen. Andrea Bätzig sowie weitere Medienpädagogen sind der Ansicht, Eltern sollten selbst kompetent im Umgang mit Medien sein und dieses Wissen aktiv an ihre Kinder weitergeben.

Unterstützung von Fachkräften für Familien
Die Fachstelle für strategische Medienbildung sowie die Thüringer Landesmedienanstalt bieten kontinuierlich Beratung, praktische Tipps und Hilfestellungen an, um Eltern und Pädagogen im digitalen Alltag zu stärken. Es werden alle Familien ermutigt, offene Gespräche zu führen, regelmäßig „Detox-Tage“ einzulegen und die Angebote der monatlichen digitalen Elternabende wahrzunehmen. Der nächste digitale Elternabend ist am Donnerstag, den 18. März 2026, von 19 Uhr bis 20 Uhr. Anmeldungen nimmt die Fachstelle für strategische Medienbildung Thüringen entgegen.

QUELLE: STADTVERWALTUNG

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