Als ursprünglich letzten Monat im Kalenderjahr entfallen auf den Februar bis heute die noch übrigen Tage. In der Regel sind es 28, im Schaltjahr 29. Die alte Zählung zeigt sich auch in einigen Monatsnamen — septem für sieben, octo für acht, novem für neun, und decem für zehn.
Der Name dieses etwas kürzeren Monats geht auf das lateinische „Februa“ zurück, welches Reinigungs- und Sühnemittel meint, und gleichzeitig auch die entsprechenden Bräuche als Teil der Luperkalien bezeichnet. In dessen Mittelpunkt standen Reinigungsrituale und symbolische Handlungen der Läuterung. Man wollte sich von alten Lasten befreien und das Jahr geordnet abschließen, um neu beginnen zu können. Die Römer fegten ihre Häuser, räucherten die Höfe aus, schmückten die Türen mit Wollbändern und gedachten der Toten. Es war ein überwiegend stiller Monat, in dem für einige Tage auch die Gerichte ruhten und Tempel schlossen.
Seit 153 vor Christus ist der Februar auf Beschluss des Pontifex Maximus der zweite Monat des römischen Kalenders. Der Grund für die Verlegung des Jahresbeginns vom 1. März auf dem 1. Januar waren der Krieg in Hispania und die beiden Konsuln. Sie wurden stets zum neuen Jahr gewählt, und das Jahr erhielt anschließend deren Namen. Die Wahl dieser für die Aufstellung des Heeres verantwortlichen Beamten wurde vorverlegt, weil Rom dringend Soldaten für den Kampf gegen die iberischen Stämme brauchte. Somit begann auch das Jahr eher.
In gewissen Abständen gibt es im Februar einen Schalttag. Er wird allerdings nicht immer exakt alle vier Jahre eingefügt, sondern nach einer etwas umfassenderen Regelung: Jahre, die durch vier teilbar sind, bleiben Schaltjahre. Jahrhundertjahre sind nur dann Schaltjahre, wenn sie durch 400 teilbar sind. Dadurch werden in 400-Jahres-Zyklen genau 97 Schaltjahre erzielt, wodurch das Kalenderjahr im Schnitt etwa genauso lang ist, wie die Erde für eine Umrundung der Sonne benötigt, nämlich 365,24219052 Tage bzw. 365 Tage, fünf Stunden, 48 Minuten und 45,261 Sekunden. Die ursprüngliche Formulierung der Schaltjahresregel stammt aus dem päpstlichen „Breve Inter gravissimas“ von Gregor XIII. Pontifex Maximus vom 24. Februar 1582, das die Kalenderreform verkündete.

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