DER BEWUSSTE UMGANG MIT MEDIEN IN SCHWIERIGER WERDENDEN ZEITEN

Was ist wahr, was frei erfunden und wo wird manipuliert? Das herauszufinden, ist oftmals sehr schwierig. Man darf jedoch davon ausgehen, dass in den Medien nur selten reine Fakten präsentiert werden. Häufig sind sie aufbereitet und garniert. In scheinbar neutralen Berichten wird unterschwellig ein Standpunkt vermittelt; es wird mit Framing gearbeitet, mit Auslassungen, Zuspitzungen, Dramatisierungen und Emotionen. Welche Informationen der Konsument in welcher Form erhalten soll, wird dabei ebenso wenig dem Zufall überlassen wie die Wirkungsweise.

Nicht unüblich sind auch Diskussionsrunden, in denen verschiedene Positionen gegeneinander aufgebracht und Eskalationen provoziert werden, Satieresendungen, die man dazu missbraucht, Menschen vorzuführen, deren Standpunkt man für inakzeptabel hält, wobei zwecks Belustigung immer gezielt die auffälligsten Personen herausgegriffen werden.

Zu beobachten ist das sowohl bei den etablierten Anbietern als auch bei den alternativen. Dort werden gern auch Videos mit Gewaltszenen verbreitet, wobei die Frage offen bleibt, was diesen vorausging. Zugleich nehmen die Extremmeldungen weiter zu, sodass es für manche immer schwieriger wird, Gelassenheit und Ruhe zu bewahren. Ansteckende Krankheiten, Preissteigerungen, Unwetter, Hitzewellen und andere Katastrophen scheinen unaufhaltsam näher zu rücken.

Einige fragen sich daher inzwischen, ob es nicht vielleicht besser wäre, den Medienkonsum zu reduzieren. Es gibt sogar schon positive Erfahrungsberichte: Nach den Entzugserscheinungen habe man mehr Zeit für das reale Leben. Man finde neue Wege, werde gelassener und nehme dann umso deutlicher wahr, wie sehr doch die Medien die Gedankenwelt der Menschen beeinflussen.

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