DIE SITUATION IM KOMMUNALWALD

Zum ersten Mal seit 2018 kann die Stadt Gera in ihrem Kommunalwald auf ein Jahr ohne großflächige Borkenkäferschäden zurückblicken. Thüringenweit und auch in Gera blieb der gefürchtete Schädling 2025 weitgehend aus. Dank der weiterhin engmaschigen Kontrolle der gefährdeten Waldbestände wurde nur ein sehr geringes, punktuelles Schadaufkommen festgestellt.

„Das ist eine spürbare Entlastung für unsere Forstleute und ein gutes Zeichen für den Zustand unseres Waldes“, freut sich der Amtsleiter des Amtes für Stadtgrün Jörg Kirschnick-Werner. Eine großflächige, maschinelle Aufarbeitung des Holzes war in diesem Jahr nicht notwendig – der Borkenkäferbefall, vor allem durch den sogenannten „Buchdrucker“ an Fichten, ist deutlich zurückgegangen.

Derzeit konzentriert sich die Arbeit der städtischen Forstverwaltung auf kleinere, über den gesamten Kommunalwald verteilte Käferbaumgruppen. Daneben müssen weiterhin befallene Kiefern gefällt werden, um die Ausbreitung des Diplodia-Pilzes zu stoppen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Pflege junger Waldbestände. Diese werden gezielt durchforstet, damit mehr Licht in die Bestände gelangt und sich Mischbaumarten besser entwickeln können. So entstehen stabile, klimafitte Wälder, die Wind und Wetter besser standhalten. Das dabei gewonnene Nutzholz wird an regionale Verarbeiter geliefert; das Brennholz bleibt aufgrund der hohen Nachfrage voraussichtlich vollständig in Gera.

Neue Sorge: Das Eschentriebsterben
Während die Fichte allmählich ihren Platz als „Sorgenkind“ der Förster abgibt, rückt nun die Esche in den Fokus. Das sogenannte Eschentriebsterben, eine durch Pilzbefall verursachte Krankheit, gefährdet zunehmend die Sicherheit in städtischen Gehölzen.

Besonders betroffen sind Eschen entlang von Straßen, Wegen und Wohngebieten. Da diese Bäume oft hoch, schlank und mit kleinen Wurzeln gewachsen sind, besteht bei bereits geschwächten Exemplaren erhöhte Umsturzgefahr – teilweise sogar bei grünem Laub.

Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, werden diese Bäume regelmäßig kontrolliert. Ziel ist es, in dichter stehenden Gehölzen den Wuchsraum zu vergrößern und auf eine gesunde, zukunftsfähige Baumstruktur hinzuarbeiten.

Die Stadt Gera bedankt sich bei allen Bürgern für ihr Verständnis, wenn es im Zuge dieser Arbeiten zu kurzfristigen Fällungen oder Einschränkungen kommt. Alle Maßnahmen dienen der Sicherheit und dem langfristigen Erhalt eines stabilen und gesunden Stadtwaldes.

QUELLE: STADTVERWALTUNG

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