EINKÜRZUNG DER KAIMBERGER SÄULENPAPPELN

Die hohen Säulenpappeln in Kaimberg sind nicht mehr bruchsicher und werden auf drei Meter eingekürzt. (Bild: Stadtverwaltung)

Im Zuge der regelmäßigen Baumkontrollen wurden Ende Mai 2026 zwei Säulenpappeln in Kaimberg näher untersucht. Nach ersten Auffälligkeiten erfolgte am 9. Juni eine eingehende Untersuchung mittels Resistograph.

Dabei wurden bei beiden Bäumen erhebliche Fäulnisbereiche und Höhlungen im Stamm- und Kronenbereich festgestellt. Die Untersuchungen ergaben zudem eine sehr geringe Restwandstärke des Holzes. Aus fachlicher Sicht sind die Bäume nicht mehr ausreichend bruchsicher, sodass die erforderliche Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet werden kann.

Da die Stadtverwaltung ihrer Verkehrssicherungspflicht nachkommen muss, wurde bei der Unteren Naturschutzbehörde ein entsprechender Antrag zur Fällung der Bäume gestellt. Die Genehmigung zur Einkürzung der Bäume auf eine Höhe von etwa drei Metern wurde am 16. Juni 2026 erteilt.

Die Maßnahme wird in den kommenden Tagen umgesetzt. Dabei werden die Bäume bewusst nicht vollständig gefällt. Die verbleibenden Stämme bleiben als sogenannte Habitatbäume erhalten und erfüllen weiterhin wichtige ökologische Funktionen. Totholz und Baumhöhlen bieten zahlreichen Insekten, Pilzen, Flechten sowie Vögeln wertvolle Lebensräume und tragen zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei.

Mit dieser Lösung wird ein ausgewogener Kompromiss zwischen den Anforderungen der öffentlichen Sicherheit und den Belangen des Natur- und Artenschutzes geschaffen. Die Verkehrssicherheit wird dauerhaft gewährleistet, gleichzeitig bleiben die ökologischen Werte der alten Bäume teilweise erhalten.

QUELLE: STADTVERWALTUNG

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