Vom 18. Oktober bis 12. November 2027 findet in Shanghai/China die nächste ITU-Weltfunkkonferenz statt. Dort werden die globalen Frequenznutzungen neu verhandelt. Es geht um die Frequenzverteilung nach 2030. Vorab fordern die Mobilfunkanbieter Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica die Abschaltung von DVB-T2. Sie wollen die UHF-Frequenzen von 470 bis 694 MHz ab dem Jahr 2031 für den Mobilfunk nutzen, um den steigenden Bedarf für den Datentransfer decken zu können. Eine von ihnen in Auftrag gegebene Studie, zu finden in den Veröffentlichungen des Wissenschaftlichen Instituts für Infrastruktur und Kommunikationsdienste, enthält die für eine Freigabe sprechenden Argumente. Die derzeitige Frequenzzuweisung für diesen Bereich endet im Dezember 2030.
Aufgrund ihrer guten Ausbreitungseigenschaften und der hohen Reichweite sind die UHF-Frequenzen besonders für die Abdeckung des ländlichen Raumes geeignet. Das Antennenfernsehen DVB-T2 nutzen in Deutschland höchstens sieben Millionen Haushalte. Es liegen hierzu unterschiedliche Zahlen vor, u. a. abhängig von der Erfassung von Zweitgeräten und der Wertung bei verschiedenen Signaleingängen. Gemäß der Studie von WIK-Consult nimmt die Bedeutung von DVB-T2 ab. Dem entgegen beschreibt der Astra-TV-Monitor ein Wachstum.
Die Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben zeigt ebenfalls Interesse an dem Frequenzbereich und fordert mindestens 60 MHz zur Realisierung moderner, mobiler Breitbanddatenkommunikation.

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