Um 12 Uhr beginnt ein großer historischer Festumzug durch die Innenstadt. In 14 aufwendig gestalteten Bildern nehmen rund 1000 Mitwirkende die Besucher mit auf eine Reise durch die Geschichte der Stadt – von ihren Anfängen über das Brauwesen und die Industrialisierung bis in die Gegenwart. Es ist folgender Weg vorgesehen. Ludwig-Jahn-Straße—Nicolaiberg—Große und Kleine Kirchstraße—Heinrichstraße—Breitscheidstraße—Dr. Eckener Straße. Die Aufstellung erfolgt in der Altenburger Straße/Bauvereinsstraße und der Ludwig-Jahn-Straße.
Der Umzug wird musikalisch begleitet vom Fanfarenzug Gera e. V., dem Fanfarenzug Chrimmitschau e. V., dem 1. Triebeser
Fanfarenzug e. V., und moderiert von Maik Michaelis von „Collage Gera“ am Marktplatz, und von Ralph Walter in der Breitscheidstraße.
Der Festumzug wird fast drei Stunden lang durch die Innenstadt ziehen. Historische Fahrzeuge, aufwendig gestaltete Kostüme, Vereine und zahlreiche besondere Inszenierungen machen die Stadtgeschichte dabei auf vielfältige Weise sichtbar. Der überwiegende Teil der Bilder entstand mit großem ehrenamtlichem Engagement. Hans-Robert Scheibe, Leiter der Abteilung Veranstaltungen und Märkte im Kulturamt, erklärt:
„Ein Festumzug in dieser Größe ist nur möglich, weil sich so viele Menschen mit ihrer Zeit, ihren Ideen und ihrem Können einbringen. Dafür sind wir sehr dankbar. Gleichzeitig dürfen sich die Geraerinnen und Geraer auf einen Umzug freuen, der ihre Stadtgeschichte nicht nur erzählt, sondern sie mitten in der Innenstadt erlebbar macht.“
Die Entstehung des Geraer Brauwesens wird ebenso dargestellt wie der große Stadtbrand. Ein Festwagen widmet sich dem ersten Webstuhl, und auch die Geschichte der Geraer Straßenbahn wird mit einem historischen Modell auf einem Tieflader sichtbar. Die Goldenen Zwanziger, 40 Jahre DDR sowie Kultur und Sport in Gera sind weitere Stationen des Festumzugs. Den Abschluss bildet das Bild „Gera – unsere Stadt“ und damit der Blick auf die Gegenwart.
Das Eröffnungsbild trägt den Titel „789 Jahre Gera“. Es folgen die Bilder „Gera erhält Stadtrecht, 1237“, „Brauwesen in Gera entsteht, 1487“, „Fürstentum Reuß, 1595“, „Der große Stadtbrand, 1780“, „Beginn der Geraer Industrie, 1833“, „Erste elektrische Straßenbahn in Gera, 1892“, „Die goldenen Zwanziger, 1920 – 1930“, „Krieg und Zerstörung, 1939 – 1945“, „40 Jahre DDR, 1949 – 1989“, „Gera – die Kulturstadt“, „Geras Partnerstädte“, „Gera – die Sportstadt“ und zuletzt „Gera – unsere Stadt“.
Der Festumzug ist einer der Höhepunkte des 35. Geraer Höhlerfestes, dem größten Stadtfest Ostthüringens. Vom 2. bis 4. Oktober 2026 wird in der Innenstadt mit Musik, Mittelalter, Familienprogramm, kulinarischen Angeboten, geöffneten Höhlern und zahlreichen weiteren Veranstaltungen das 789. Stadtjubiläum gefeiert.
QUELLE: STADTVERWALTUNG

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