Eine spektakuläre Rekonstruktion einer täuschend echt wirkenden weiblichen Höhlenhyäne erwartet die Besucher am 18. Oktober 2026 zum „Hyänen-Tag“ im Museum für Naturkunde Gera. Um 11.30 Uhr, 13 Uhr und 14.30 Uhr führt ein Bildvortrag für Kinder, Jugendliche und die ganze Familie in die Welt der Hyänen ein. Bevor dann für das nahe Halloween eine Hyänenmaske zum Mitnehmen gebastelt wird, kann das neue Hyänenmodell ausführlich in der Ausstellung besichtigt werden. Es wurde schon zu Jahresbeginn vom international renommierten wissenschaftlichen Bildhauer Remie Bakker aus Rotterdam (NL) angefertigt. Bakker ist spezialisiert auf die Herstellung von Rekonstruktionen ausgestorbener Tiere der Erdgeschichte und hatte bereits 2024 ein gewaltiges Wollhaarnashorn für das Museum für Naturkunde Gera geschaffen. Die neue Höhlenhyäne nagt gerade an einem Oberschenkelknochen eines Wollhaarnashorns, das auf dem Speiseplan der Fleisch- und Knochenfresser stand. In der vor 152 Jahren in Pforten entdeckten „Lindenthaler Hyänenhöhle“ gehörten deshalb Knochenreste und Zähne von Wollhaarnashörnern zu den häufigsten Fossilien. Etwa im Zeitraum von vor 50’000 Jahren bis vor 20’000 Jahren nutzen Generationen von Höhlenhyänen die geschützte Feldspalte um ungestört Nahrung zu zerlegen und zu vertilgen. Vor Ort im Kreuzungsbereich der Robert-Blum-Straße und Pfortener Straße ist von der „Lindenthaler Hyänenhöhle“ heute nichts mehr erhalten; nur eine Gedenktafel erinnert an die Entdeckung. Möglich wurde die kostspielige Anschaffung der Weltklasse-Rekonstruktion durch das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten, das dem als Projektträger auftretenden Verein Geraer Mineralien- und Fossilienfreunde eine sehr hohe Förderung für die Hyäne bewilligt hat. Zusammen mit dem Pohlitzer Wollhaarnashorn bietet das Museum ab sofort noch mehr hochkarätige Ausstellungsstücke zum Leben während der letzten Eiszeit.
QUELLE: MUSEUM FÜR NATURKUNDE

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