Die Kriminalpolizeiinspektion (KPI) Gera ermittelt seit zwei Monaten gegen einen Beschuldigten aus Westsachsen. Ihm werden mehrere Diebstähle aus Wohnungen und Zimmern in Senioren-, Pflege- und Altenheimen zur Last gelegt.
Nach bisherigem Ermittlungsstand soll sich der Beschuldigte das Vertrauen älterer Bewohner erschlichen oder gegenüber Mitarbeitern der Einrichtungen falsche Angaben zu seiner Person gemacht haben, um Zugang zu den Bewohnern zu erhalten. Dabei soll er vor allem Bargeld sowie Gold- und Silberschmuck entwendet haben.
Der Beschuldigte soll mit seinem PKW von seinem Wohnort in Meerane aus in verschiedenen Regionen Sachsens sowie in Sachsen-Anhalt, Bayern, Thüringen, Brandenburg und Hessen unterwegs gewesen sein. Nach bisherigen Erkenntnissen handelte er dabei allein. Teile des entwendeten Schmucks sollen bei mindestens einem Händler zu Geld gemacht werden und einen Teil der Einnahmen anschließend auf Konten eingezahlt haben. Umfangreiche Beweismittel sichergestellt.
Im Rahmen der Ermittlungen wurden zunächst drei Objekte in Meerane, Penig und Callenberg durchsucht. Im weiteren Verlauf kamen drei zusätzliche Objekte in Penig, Meerane und Chemnitz hinzu, für die die Durchsuchungsbeschlüsse entsprechend erweitert wurden.
Die Einsatzkräfte stellen Gold im Wert von mehreren zehntausend Euro, Silber im Wert von etwa 1000 Euro sowie rund 15’000 Euro Bargeld sicher. Darüber hinaus wurden Dokumente, Mobiltelefone, ein Laptop und weitere Datenträger beschlagnahmt.
Außerdem fanden die Beamten einen Schlagring, ein Einhandmesser und Anabolika. Deshalb wurden weitere Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts von Verstößen gegen das Waffengesetz und das Arzneimittelgesetz eingeleitet.
Die KPI Gera wurde bei den Durchsuchungen durch Kräfte der Bereitschaftspolizei Thüringen, einen Bargeldsuchhund der Diensthundestaffel sowie Kräfte der sächsischen Polizei unterstützt.

Kommentar hinterlassen