STEIGENDE MILITÄRAUSGABEN UND WACHSENDE SCHULDEN

Die zeitliche Nähe von leeren Staatskassen und übermäßig hohen Militärausgaben stößt vielfach auf Unverständnis, ist aber eine immer wieder kehrende Korrelation. Wer wirtschaftlich überleben will, muss expandieren; wer Schwäche zeigt, wird abgedrängt, zermürbt, dann zur Selbstaufgabe gebracht oder vereinnahmt. Der zunehmende Schuldendruck birgt das Risiko innerer Unruhen. Bundeskanzler Friedrich Merz sagte beim Deutschlandtreffen am 7. Oktober 2026, die abgegebenen sozialen Versprechen seien mit der gegenwärtig erbrachten Leistung nicht dauerhaft zu erfüllen.

Jahrzehntelang fragten sich die Bürger, was passiert, wenn sich der Staat immer weiter verschuldet, aber die Wirtschaft nicht in gleichem Maße wächst. Die Antwort ist simpel und in wenigen Minuten erklärt: Es geschieht genau das, was gegenwärtig zu beobachten ist. Mit dem letzten Geld werden Waffen gekauft. Überall wird gekürzt und gestrichen. Zur Not nimmt man sogar die Kirchenglocken ab, um daraus Kanonen zu gießen. Denn in der letzten Phase eines Staates lautet das Motto immer: Geh‘ aufs Ganze.

Die Situation lässt sich weniger komplex darstellen, wenn sie auf die wesentlichen Dynamiken reduziert wird. Das gesamte Finanzsystem der EU kollabiert, wenn der Krieg nicht kommt. Die hohen Ausgaben für das Militär sind quasi eine schuldenbasierte Investition zur Erlangung der Kriegsbeute. Gemeint sind Staatsvermögen, Güter, Territorien, Handelswege und Märkte eines fremden Landes. Der hochverschuldete Staat nimmt den höchstmöglichen Kredit auf, reduziert die Ausgaben im Landesinneren, kauft Waffen und wartet auf einen passenden Zeitpunkt, diese einzusetzen. Dass der Frieden mit der Zahlungsfähigkeit verschwindet, innen wie außen, ist sehr wahrscheinlich.

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