Heute vor 207 Jahren, am 13. Oktober 1819, fiel zwischen Pohlitz und Langenberg ein Meteorit auf die Erde. Gegen 8 Uhr stürzte er auf das Feld des Gutsbesitzers Johann Gottlieb Rothe. Der Knall beim Eintritt in die Erdatmosphäre war derart laut, dass mancher „Ohrenzeuge“ Kanonenschüsse vermutete. Gesehen wurde der direkte Aufprall von niemandem, da der starke Nebel an jenem Herbstmorgen die Sicht verschleierte. Als der Meteorit in seinem kleinen Einschlagkrater alsbald dennoch entdeckt wurde, begann ein regelrechter Krimi, weil seine Existenz Begehrlichkeiten weckte und mit jedem Tag mehr Personen ein Stückchen haben bzw. kaufen wollten. Von seinen ursprünglichen zirka 3,5 Kilogramm ist bis heute ein Großteil weltweit in zahlreichen Sammlungen erhalten, jedoch in vielen größeren und kleineren Teilstücken, in die der Meteorit im Laufe der Zeit zerschlagen und sogar zersägt wurde. Das drittgrößte erhaltene Bruchstück wiegt 397,46 Gramm und kann im Geraer Museum für Naturkunde besichtigt werden.
QUELLE: MUSEUM FÜR NATURKUNDE

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