PIERRE MASCRET ALS „ARTIST IN RESIDENCE“ IN DER STADT GERA

Zu sehen ist der aus dem französischen Lille stammende Pierre Mascret, Jahrgang 1992, im Gespräch mit Frau Dr. Tittel (rechts) und Franka Günther vom Institut Francais Thüringen. (Bild: Stadtverwaltung)

Seit dem Abend des 28. Juli 2021 hält sich der junge Franzose Pierre Mascret als „Artist in Residence“ in der Stadt Gera auf. Drei Monate lang wird er hier leben und arbeiten. Mit ihm beginnt ein neuer Zyklus des Projekts „Artist in Residence“, welches es schon einmal von 2007 bis 2013 in Gera gab. Während Mascret auf Einladung nach Gera kam, wird das Stipendium ab 2022 öffentlich ausgeschrieben. Dann gibt es für französische Künstler und im Gegenzug auch für deutsche Künstler die Möglichkeit, sich zu bewerben und sich der Entscheidung einer Fachkommission zu stellen. Der Aufenthalt beträgt drei Monate. In enger Kooperation des Geraer Kulturamtes, dem Institut Francais in Thüringen, welches z. B. die Reisekosten fördert, und der entsprechenden französischen Stadt und Region, freut sich die Kulturamtsleiterin, Dr. Claudia Tittel, dass die lange Pause des „Artist in Residence“ zu Ende ist. „Das schönste an so einem Austausch ist die Tiefe, in die die Künstler bei ihrem Besuch in das kulturelle, emotionale und gesellschaftliche Leben der Stadt eintauchen“, berichtet Tittel. Es könne so viel über die eigene Stadt und die Perspektiven gelernt und erlebt werden.

Pierre Mascret, Jahrgang 1992, stammt aus Lille und ist genreübergreifend künstlerisch tätig. Insbesondere Fotografie, aber auch Videokunst, Installation oder Grafik gehören zu seinen bevorzugten künstlerischen Genres. Aufgeschlossen und gespannt auf die Ostthüringer Stadt möchte er möglichst viel kennenlernen und natürlich mit den hier lebenden Menschen, aber auch mit Künstlern und kulturellen und künstlerischen Akteuren in Kontakt kommen. „In den ersten beiden Wochen habe ich mich viel in Parks umgesehen und schon den ersten Kontakt zu Geraern gesucht. Interessant ist auch, wie stark man Gera ansieht, dass die Stadt früher mal eine Industriestadt war.“ Damit erhofft er sich für seine künstlerische Arbeit Inspiration und Anregung. Ob Fotoreihe oder Installation — wie konkret die Eindrücke seines Aufenthaltes künstlerisch umgesetzt werden sollen, darin möchte sich Mascret nach reichlich zwei Wochen Aufenthalt in Gera noch nicht festlegen.

„Bestandteil des Stipendiaten-Programms ist eine Ausstellung im kommenden Jahr. Dann werden die Geraerinnen und Geraer sowie Gäste im Museum für Angewandte Kunst die Ausstellung von Pierre Mascret erleben können. Einerseits werden hier neue Arbeiten, entstanden im oder angeregt durch den dreimonatigen Aufenthalt in Gera, zu sehen sein. Andererseits präsentiert die Ausstellung auch eine Bandbreite des künstlerischen Schaffens von Pierre Mascret“, so Tittel.

Pierre Mascret wird während seines Aufenthaltes betreut durch die Mitarbeiter des Museums für Angewandte Kunst und des Kulturamtes. Er spricht in seiner Muttersprache und englisch, und bringt somit ein Stück Internationalität in die Stadt. Derzeit arbeitet der Künstler bereits an einem Konzept, welches er im kommenden Jahr in seiner Ausstellung den Geraern zeigen möchte.

QUELLE: STADTVERWALTUNG

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