Die Folgen des seit Februar 2026 andauernden Iran-Krieges haben der regionalen Konjunktur einen Rückschlag versetzt, teilt die IHK Ostthüringen mit. Lieferkettenstörungen und erhebliche Preisanstiege bei Energie und anderen Rohstoffen sorgen für eine erneute Stimmungseintrübung bei den Unternehmen. Die Aussicht auf eine konjunkturelle Erholung rückt damit erneut in weite Ferne. Das zeigt die Konjunkturumfrage der IHK Ostthüringen zu Gera im Frühjahr 2026, an der sich 335 Unternehmen mit insgesamt 13’600 Beschäftigten beteiligt haben.
Die negativen Auswirkungen des Iran-Krieges sind zunächst noch nicht überall zu spüren. Die Erwartungen hingegen gehen deutlich zurück. Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten zeigen sich deutlich in den Geschäftsrisiken der Unternehmen. Die Sorge um die Entwicklung der Energiepreise nimmt deutlich zu; die Preissprünge sind für zwei Drittel der Umfrageteilnehmer ein Risiko. Für erhöhten Kostendruck sorgen auch die steigenden Rohstoffpreise.
Angesichts der fehlenden Wachstumsperspektive, des hohen Kostendrucks und mangelnder Planbarkeit sind die Investitionspläne vieler Unternehmen restriktiv. Der ohnehin geringe Anteil von Unternehmen mit steigenden oder konstanten Investitionsausgaben geht im Frühjahr erneut zurück. Bei den Beschäftigungsabsichten zeichnet sich ebenfalls keine Trendwende ab. Der Saldo der Personalpläne verbessert sich damit zwar gegenüber der Vorumfrage, bleibt aber deutlich im negativen Bereich. Angesichts geopolitischer Spannungen und der jüngsten Lieferkettenstörungen blicken die Unternehmen mit Skepsis auf das Auslandsgeschäft.

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